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    Aktiv gegen Herzschwäche

    04/22/2014

    Zum Europäischen Tag der Herzschwäche soll die Bevölkerung über eine Volkskrankheit aufgeklärt werden, die im Vergleich zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs kaum bekannt ist. In Würzburg und Umgebung gibt es dazu ein interessantes Programm. Los geht’s mit einer Radtour am 3. Mai.

    Wenn das Herz zu sehr belastet wird, zum Beispiel durch chronisch erhöhten Blutdruck, wird es immer größer, um die Belastung zu verkraften. Wächst es dabei zu stark, dann sterben Herzmuskelzellen ab, das Gewebe vernarbt und wird dauerhaft geschwächt – eine chronische Herzschwäche ist entstanden. Schon kleine Belastungen führen dann zu Atemnot; Wasser lagert sich in der Lunge, den Beinen und an anderen Stellen des Körpers ein.

    In Deutschland sind zwei bis drei Millionen Menschen von einer Herzschwäche betroffen. Über diese Krankheit will der Europäische Tag der Herzschwäche informieren. In Würzburg werden die entsprechenden Aktionen vom Kompetenznetz Herzinsuffizienz und vom Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz veranstaltet.

    Tour mit Herz: Radeln gegen Herzschwäche

    Mit Bewegung lässt sich einer Herzschwäche vorbeugen, zum Beispiel mit Radfahren. Dabei kommt der Kreislauf auf Trab, das Schlagvolumen des Herzens erhöht sich, die Schlagfrequenz beruhigt sich. Durch regelmäßiges Radeln kann das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung laut Weltgesundheitsorganisation um das 20fache verringert werden.

    Also auf zu einer Radtour am Main. Sie findet am Samstag, 3. Mai, von 10 bis 12:30 Uhr unter dem Titel „Tour mit Herz“ statt. Treffpunkt ist in Würzburg auf den Mainwiesen unter der Talavera-Brücke; Partner sind die Stadt Würzburg und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Würzburg. Bundesweit gibt es solche Radtouren in zehn Städten, Schirmherrin ist die Schauspielerin Michaela May.

    Mitradeln kann jeder, der ein verkehrssicheres Fahrrad hat. Kinder unter 16 Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden. Geleitet werden die Fahrten von geschulten Tourenleitern des ADFC. Die geplanten Routen sind etwa 30 Kilometer lang; die Teilnahme ist kostenlos.

    Samstag, 10. Mai: Tag der offenen Tür

    Ein Höhepunkt der Aktionen in Würzburg dürfte der Tag der offenen Tür am Samstag, 10. Mai, von 10 bis 16 Uhr im Zentrum für Innere Medizin (ZIM) der Uniklinik Würzburg sein. Die Besucher können sich auf ein vielfältiges Programm freuen: Neben einer offenen Sprechstunde („Besucher fragen – Experten antworten“) gibt es Informationsstände, Gesundheitschecks, Kochvorführungen und Beratungen zur „herzgesunden Küche“.

    Außerdem bietet der Tag der offenen Tür die Möglichkeit, sich zu bewegen – zum Beispiel beim Gesundheitswandern, einer Kombination aus Wandern und ausgewählten Übungen in der Natur. Wie ein Defibrillator funktioniert und was im Notfall zu tun ist, erfahren die Teilnehmer in einem Workshop.

    Ein weiterer Höhepunkt ist die Preisverleihung zum Malwettbewerb „Fass Dir ein Herz“, an dem sich Schüler der Sekundarstufe I der weiterführenden Schulen in und um Würzburg beteiligt haben.

    Weitere Aktionen / Programm zum Download

    Vom 6. bis 9. Mai laden das Rudolf-Alexander-Schröder-Haus und die Volkshochschule Würzburg außerdem zu Seminaren rund ums Thema Herz und Herzgesundheit ein. Mehr Informationen dazu finden sich im folgenden pdf-Faltblatt.

    Faltblatt: Aktionsprogramm in Würzburg (pdf)

    Fakten zum Europäischen Tag der Herzschwäche

    Der Europäische Tag der Herzschwäche findet seit 2010 jährlich in rund 30 Ländern statt. Ins Leben gerufen wurde er von der Europäischen Gesellschaft der Kardiologie, unter anderem auf Initiative von Mitgliedern des Kompetenznetzes Herzinsuffizienz.

    In Würzburg koordinieren das Kompetenznetz und das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz gemeinsam die Aktionen, die in den vergangenen drei Jahren jeweils einen Preis der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie für die europaweit beste Aktion zum Europäischen Tag der Herzschwäche gewonnen haben. Deutschlandweit beteiligen sich 2014 etwa 20 Kliniken mit einem eigenen Programm.

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