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    Ausgabe 36 - 21. November 2006


    Ausgabe 36 vom 21. November 2006


    Uni-Homepage jetzt mit Job-Börse

    Bei der bundesweiten Exzellenz-Initiative hat die Uni Würzburg eine Graduiertenschule für Lebenswissenschaften bewilligt bekommen. Für deren wissenschaftliche Koordination wurde nun eine Stelle ausgeschrieben. Das Martin-von-Wagner-Museum der Uni sucht dagegen einen Museumsaufseher – oder eine Aufseherin. Solche und weitere Stellenangebote sind jetzt auf der Homepage der Uni in einer Job-Börse zusammengefasst. Damit die Interessenten den Weg in diese Börse besonders leicht finden, steht sie auf der Uni-Homepage an prominenter Stelle: rechts oben im Kasten mit den „Quick Links“. Betreut wird die Job-Börse von der Personalabteilung; Ansprechpartnerin dort ist Manuela Lutz, T 31-2232, E-Mail: personal@uni-wuerzburg.de In UNI-INTERN, dem Mitteilungsblatt der Uni, werden Stellenangebote und -gesuche künftig nicht mehr veröffentlicht.

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    Manuel + Manuel = 2 x Erfolg

    Würzburger Studenten absolvierten Elite-Akademie

    Der Chemie-Doktorand Manuel Bauer (24) und der angehende Informatiker Manuel Marchese (25) von der Uni Würzburg gehören zu den 24 Absolventen des siebten Jahrgangs der Bayerischen Elite-Akademie. Am 16. November bekamen sie von Wissenschaftsminister Thomas Goppel im Kuppelsaal der Staatskanzlei in München ihre Abschlusszertifikate überreicht.

    Die Elite-Akademie besteht seit 1998. Ihr Ziel ist es, hoch qualifizierte Nachwuchskräfte in einer zweijährigen studienbegleitenden Zusatzausbildung auf Führungsaufgaben in Unternehmen vorzubereiten. Unternehmensethische und interkulturelle Fragen, ein Medientraining beim Bayerischen Fernsehen, Kurse in Moderieren und Präsentieren – die Bandbreite der Seminare, Workshops und Lehrveranstaltungen ist dabei groß.

    Bei der Verleihung der Abschlusszertifikate (von links): Professor Wolfgang Schneider, Vizepräsident der Uni Würzburg, die Studenten Manuel Marchese und Manuel Bauer sowie Wissenschaftsminister Thomas Goppel. Foto: Ursula Scholz, Scholzphotography, München

    Die Absolventen überreichten dem Wissenschaftsminister das erste Exemplar ihrer Projektarbeit zum Thema „Vom innovativen Produkt zur Firma“ und stellten ihre Ergebnisse vor. In den vergangenen zwei Jahren hatten sie sich an den bayerischen Hochschulen auf die Suche nach innovativen Produktideen gemacht, die aus vielen Gründen nicht in profitable Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze umgesetzt werden können.

    Manuel Bauer und Manuel Marchese arbeiteten in ihrer interdisziplinären Projektarbeitsgruppe „Aktaris“ an der Vermarktung eines Verfahrens, das die Chemiker Hartmut Fischer und Dr. Jürgen Schelter an der Uni Würzburg entwickelt haben. Es geht dabei um die Aktivierung von Kunststoffoberflächen, um diese beschichtbar zu machen. Hintergrund: Bei Weiterverarbeitungsschritten wie dem Verkleben, Lackieren oder Bedrucken haftet die Oberfläche von Kunststoff nicht immer zuverlässig und in der gewünschten Qualität. Das Würzburger Verfahren beseitigt dieses Problem, mit ihm lassen sich Kunststoffoberflächen schneller, kostengünstiger und umweltschonender als bisher behandeln. So sind nachfolgende Bearbeitungsschritte wie Lackieren oder Verkleben auf der kompletten Oberfläche in deutlich höherer Qualität möglich.

    „Seit ihrer Gründung ist die Eliteakademie weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt geworden.“ Das sagte Minister Goppel bei dem Festakt. Dabei habe sie sich den Ruf einer kleinen, aber umso feineren Eliteschule erworben. Mittlerweile gehören der Akademie mehr als 160 Studierende an. Weitere Informationen unter der Internetadresse http://www.eliteakademie.de/de/startseite.html

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    Neue Formen der Promotion für die Geisteswissenschaften

    Info-Abend für Studierende und Dozenten – nicht nur – der Geisteswissenschaften

    Die im Aufbau befindliche Würzburger Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften (Graduate School for the Humanities) wird Doktoranden eine strukturierte Promotion anbieten. Das Pilotprogramm dazu beginnt in diesem Wintersemester. Mehrere Veranstaltungen informieren über Konzepte in Würzburg und an anderen deutschen Hochschulen.

    Die erste Veranstaltung findet am Dienstag, 28. November, ab 20:00 Uhr im Toscanasaal der Residenz statt. Professor Ansgar Nünning, Direktor des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften, wird die Konzeption und Struktur dieser schon seit fünf Jahren bestehenden Graduiertenschule vorstellen. Der Titel seines Vortrags: „Promovieren mit System und Perspektive: Zur Reform der Doktorandenausbildung im Zeichen von Exzellenzinitiative und Internationalisierung“.

    Im Anschluss können die Teilnehmer die Übertragbarkeit der Gießener Erfahrungen und die Eigenheiten des Würzburger Projekts diskutieren. Die Veranstaltung soll Dozenten, Doktoranden und auch Studierende ansprechen, die erst eine Doktorarbeit anstreben. Aber „auch Naturwissenschaftler mit Interesse an einem Blick über den Gartenzaun“ können von der Diskussion profitieren. Das sagt Stephan Schröder-Köhne, Geschäftsstellenleiter der Würzburger International Graduate School, der Dachorganisation über den bereits bestehenden und den noch im Aufbau befindlichen Graduiertenschulen der Uni.

    Das Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften ist eine von bisher nur zwei geisteswissenschaftlichen Graduiertenschulen, die durch die Exzellenzinitiative gefördert werden. Insgesamt 18 Graduiertenschulen sind erfolgreich aus der ersten Runde dieses Wettbewerbs hervorgegangen, darunter auch die Graduiertenschule für Lebenswissenschaften der Uni Würzburg. An der zweiten Runde der Exzellenzinitiative will sich die Universität unter anderem mit ihrem Konzept für die geisteswissenschaftliche Graduiertenschule beteiligen.

    Weitere Informationen: https://www.graduateschools.uni-wuerzburg.de/humanities/

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    Coaching-Workshop für Frauen

    Für (angehende) Doktorandinnen der Geisteswissenschaften

    „Promotion im Visier!“ Unter diesem Motto bietet die Würzburger Graduate School for the Humanities zusammen mit dem Frauenbüro einen Coaching-Workshop an, der ausschließlich für – angehende – Doktorandinnen der Geisteswissenschaften reserviert ist.

    Diese Veranstaltung ist die erste einer ganzen Reihe im Bereich der Schlüsselkompetenzen. Sie findet am Freitag und Samstag, 12. und 13. Januar, jeweils von 9.00 bis 17.30 Uhr im Seminarraum des Instituts für Praktische Theologie am Josef-Stangl-Platz 2 statt.

    „Sie haben Ihre Doktorarbeit in einem geisteswissenschaftlichen Fachbereich vor kurzem begonnen oder stehen unmittelbar vor diesem Schritt? Sie sind begeistert von Ihrem Projekt, der Weg zur Promotion erscheint Ihnen aber lang, unübersichtlich und mit Unwägbarkeiten gespickt? Sie würden gerne wissen, wie Sie ein solches Projekt zeitlich und inhaltlich strukturieren, wie man sich bei Durststrecken motiviert und wie Sie mit anderen möglicherweise auftretenden Schwierigkeiten fertig werden? Manchmal treibt sie die Frage um, was Sie mit der Promotion langfristig erreichen wollen? Dann sind Sie bei diesem Workshop genau richtig!“ So der Ausschreibungstext.

    Weitere Informationen, auch über die Anmeldemodalitäten, stehen hier im Internet:
    https://www.graduateschools.uni-wuerzburg.de/humanities/transferable_skills

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    Wer hat Angst vor Tunnelfahrten?

    Autofahrt durch einen Tunnel. Foto: PixelQuelle.deFür eine wissenschaftliche Studie sucht der Lehrstuhl für Psychologie I der Uni Würzburg Personen, die Angst vor Tunnelfahrten haben (Foto: PixelQuelle.de). Ziel der Untersuchung ist es, diese Angst besser zu verstehen und zu einer besseren Gestaltung von Tunnels beitragen zu können. Die Teilnehmer bekommen die Möglichkeit, kostenlos und unter Betreuung Fahrten durch virtuelle Tunnels zu absolvieren. Sie erhalten eine kostenlose diagnostische Abklärung und im Anschluss an die Untersuchung ausführliche Informationen über Angst und deren Bewältigung. Außerdem bekommt jeder Teilnehmer eine kleine Aufwandsentschädigung. Interessenten sollen sich unter der Telefonnummer (0931) 31-2687 anmelden und auf dem Anrufbeantworter unter dem Stichwort Tunnelangst eine Nachricht hinterlassen.

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    Erziehung im Islam

    Katholische Religionspädagogen laden zum 1. Forum Christentum – Islam ein

    Am Donnerstag, 30. November, findet an der Universität Würzburg zum ersten Mal das Forum Christentum – Islam statt. Unter dem Titel „Im Kontext der Pluralität“ werfen die Teilnehmer einen Blick auf islamische Erziehung in der Türkei und in Deutschland und untersuchen in diesem Zusammenhang die Rolle religiöser Bildung. Veranstalter ist der Lehrstuhl für Katholische Religionspädagogik.

    Seit den Attentaten vom 11. September 2001 steht der Islam in Europa im Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch in Deutschland lebende Muslime sind stärker in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Vor allem die Berichterstattung in den Medien bestimmt hierzulande das Islambild. Dort wird der Islam häufig mit Gewalt und Terror in Zusammenhang gebracht.

    Kenntnisse über die innere Pluralität im Islam sind deshalb eher gering. Dabei sollten öffentliche Erziehung und Bildung nicht Vorurteile verstärken und Konflikte schüren, sondern aufklären und die Reflexionsfähigkeit fördern. Gleiches gilt für religiöse Bildung. Ob und inwieweit sie diesem Auftrag gerecht wird, soll eine Reihe von Vorträgen im Rahmen des Forums untersuchen. Das Programm:

    14:15 Uhr:           Begrüßung und Einführung. Prof. Dr. Hans-Georg Ziebertz, Universität Würzburg.

    14:45 Uhr:           Islamic religious education in Turkey and the challenge of pluralism. Dr. Recep Kaymakcan, Professor für Islamische Religionslehre, Universität Sakarya, Turkey.

    15:30 Uhr:           Diskussion

    16:00 Uhr:           Pluralität im Islam und pluralistische Gesellschaft: Islamisch-religiöse Bildung in Deutschland. Prof. Dr. Harry Harun Behr, Professor für Islamische Religionslehre, Universität Nürnberg-Erlangen

    17:15 Uhr:           Frauen in Religionen – ein Curriculum zur interreligiösen Interaktion. Dipl.-Theol./M.A. soz.wiss. Barbara Remmlinger und Dipl.-Psych./Dipl.- Theol. Markus Herbert, beide Wissenschaftliche Mitarbeiter in der Religionspädagogik, Universität Würzburg

    16:45 Uhr:           Diskussion

    17:45 Uhr:           Podiumsdiskussion: Zwischen Konfessionalität und interreligiöser Bildung – Was braucht eine pluralitätsfähige religiöse Bildung in Deutschland? Mit Prof. Dr. Recep Kaymakcan, Prof. Dr. Harry Harun Behr, Prof. em. Dr. Norbert Klaes, Schulleiter Franz Wolf (Lohr). Moderation: Dr. Ulrich Riegel.

    18:45 Uhr:           Abschluss, Prof. Dr. Hans-Georg Ziebertz

    Das Forum findet statt im Universitätsgebäude am Wittelsbacherplatz 1, Hörsaal I. Die Veranstaltung ist öffentlich, Gäste sind willkommen.

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    Experimental-Vortrag: „Brände und Explosionen“

    Zielgruppe vor allem Erstsemester und Uni-Beschäftigte

    Welche Eigenschaften haben brennbare Flüssigkeiten? Wie sind Zündtemperatur und Explosionsgrenzen? Diese und andere Fragen rund um das Thema Brände und Explosionen werden bei einem öffentlichen Experimental-Vortrag an der Uni Würzburg beantwortet.

    Zielgruppe sind vor allem Erstsemester und Uni-Beschäftigte aus Bereichen, in denen mit feuergefährlichen Flüssigkeiten und Gasen umgegangen wird. Der Vortrag findet am Mittwoch, 22. November, von 14.00 bis etwa 16.00 Uhr im Hörsaal 1 des Naturwissenschaftlichen Hörsaalgebäudes am Hubland statt.

    Es referiert Dr. Bernd Scheel aus Nürnberg, Technischer Aufsichtsbeamter der Berufsgenossenschaft Chemie. Veranstalter des Vortrags ist die Landesunfallkasse München. Die Organisation erfolgt durch die Stabsstelle Arbeitssicherheit, Tier - und Umweltschutz der Universität. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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    Neue Gremien – neue Aufgaben

    Für die Hochschulwahlen im Sommer laufen die Vorbereitungen

    Am 26. Juni 2007 finden an der Universität Würzburg Hochschulwahlen statt. Wahlvorschläge für die jeweiligen Gremien müssen in der Zeit vom 19. April bis einschließlich Dienstag, 2. Mai, beim Wahlamt in der Ottostraße 16 eingereicht werden.

    Am 30. September 2007 endet in den meisten Gremien der Universität Würzburg, insbesondere im Senat und in den Fachbereichsräten, die Amtszeit der gewählten Vertreter. Damit ihre Nachfolger ohne Verzögerung am 1. Oktober 2007 die Arbeit aufnehmen können, sind alle Mitglieder der Universität am 26. Juni 2007 zur Wahl aufgerufen.

    Weil der Freistaat Bayern im vergangenen Sommer eine Gesetzesnovelle verabschiedet hat, die nun zum Tragen kommt, stellen am 30. September 2007 manche Gremien ihre Tätigkeit ganz ein. Bei anderen ändern sich die Aufgaben und Besetzung. Hier die wichtigsten Neuheiten im Überblick:

    Der Senat

    Der Senat schrumpft: Statt momentan 22 gewählte Vertreter werden in Zukunft dort nur noch acht gewählte Mitglieder arbeiten. Fünf kommen aus dem Bereich der Hochschullehrer, jeweils einen Vertreter schicken die wissenschaftlichen und die sonstigen Mitarbeiter sowie die Studierenden. So sieht es zumindest das neue Gesetz vor. Die Universität Würzburg versucht allerdings derzeit im Rahmen der so genannten Experimentierklausel, einen größeren Senat vom Wissenschaftsministerium genehmigt zu bekommen. Ziel ist es, so die akademische Bandbreite der Universität besser zu repräsentieren. Die Gespräche darüber sind noch nicht abgeschlossen.

    Mitglied des Senats bleibt die Frauenbeauftragte. Die Hochschulleitung wird im neuen Senat nur noch beratend mitwirken. Gänzlich abgeschafft wird der Erweiterte Senat.

    Der Fakultätsrat

    In den Fakultäten folgt nach der kommenden Wahl dem Fachbereichsrat der so genannte Fakultätsrat. Er soll seine Beratungen laut Hochschulgesetz „auf Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung beschränken“. Ihm gehören an: Dekan, Prodekan und Studiendekan sowie sechs Vertreter der Hochschullehrer, zwei Vertreter der wissenschaftlichen Mitarbeiter, ein Vertreter der sonstigen Mitarbeiter, zwei Vertreter der Studierenden und die Frauenbeauftragte. Deren Zahl kann, wenn die Grundordnung dies vorsieht, verdoppelt werden.

    Die Fachschaftsvertretung

    Die Vertreter der Studierenden einer Fakultät bilden die Fachschaftsvertretung. Ihr gehören in der Regel sieben Mitglieder an; bei Fakultäten, an denen mehr als 2.000 Studierende eingeschrieben sind, erhöht sich ihre Zahl pro angefangenes Tausend um ein weiteres Mitglied. Gewählt sind jeweils die studentischen Kandidaten für den Fakultätsrat mit den meisten Stimmen.

    Der Fachschaftenrat

    Alle Vertreter der Studierenden in den Fakultätsräten aus allen Fakultäten bilden gemeinsam den Fachschaftenrat. Ausnahme: Fakultätsräte, die ihre Mitgliederzahl verdoppelt haben, entsenden nur die Studierenden, auf die bei der Wahl die ersten beiden Sitze entfallen sind. Die Mitglieder des Fachschaftenrates sind laut Gesetz Teil des studentischen Konvents; sie entscheiden mit über den Haushaltsplan des Sprecherrates.

    Der studentische Konvent

    Das höchste Gremium studentischer Mitbestimmung an der Uni ist und bleibt der studentische Konvent. Zurzeit diskutieren dort 28 Mitglieder Fragen rund um Studium und Lehre. Ihre Zahl wird ab dem kommenden Oktober auf mindestens 41 steigen. Sollte sich der Senat vergrößern, könnte noch ein weiteres Mitglied dazu kommen.

    Im Konvent versammeln sich: der oder die Vertreter der Studierenden aus dem Senat, die Mitglieder des Fachschaftenrates sowie noch einmal so viele Studierende, wie der Fachschaftenrat entsendet. Diese dritte Gruppe wählen die Studierenden bei den Hochschulwahlen direkt.

    Auch in diesem Fall laufen allerdings zurzeit Gespräche mit dem Staatsministerium: Sämtliche im amtierenden Konvent vertretene Gruppen haben den Wunsch geäußert, die Mitglieder des Fachschaftenrates aus dem Konvent auszugliedern. Außerdem wollen sie den Sprecherrat vergrößern. Die Entscheidung aus München steht noch aus.

    Der Sprecherrat

    Das Gremium, von dem Studierende wahrscheinlich am meisten wahrnehmen, ist der Sprecherrat. Selbst wählen können sie ihn allerdings nicht. Dem Sprecherrat gehören laut Hochschulgesetz zukünftig fünf Vertreter an statt bisher vier. Jeweils zwei wählen der Studentische Konvent und der Fachschaftenrat, den fünften bildet der studentische Vertreter im Senat. Ob es dabei bleibt, hängt davon ab, wie das Wissenschaftsministerium über die Änderungswünsche aus Würzburg entscheidet.

    Alle weiteren wichtigen Veränderungen, die sich aus der Novelle des bayerischen Hochschulgesetzes ergeben, werden in UNI-INTERN, wenn die Universität Würzburg eine neue Grundordnung erlassen hat, detailliert vorgestellt.

    Die näheren Einzelheiten für die Wahlen werden durch das Wahlausschreiben bekannt gemacht. Dieses wird rechtzeitig im Eingangsbereich der Neuen Universität am Sanderring ausgehängt.

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    Förderung der Informations- und Kommunikationstechnologie

    Im Rahmen der Vorbereitung auf das siebte Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union (siehe Artikel in UNI-INTERN Nr. 33) richtet sich am Freitag, 1. Dezember, eine Veranstaltung an Wissenschaftler aus der Informatik und angrenzenden Gebieten. Der EU-Forschungsreferent der Universität und eine Referentin der „Nationalen Kontaktstelle zu den Technologien der Informationsgesellschaft“ berichten über die allgemeinen Strukturen der Förderung im siebten Rahmenprogramm und stellen konkrete Fördermöglichkeiten für den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie vor. Die Veranstaltung findet im Übungsraum II im Untergeschoss des Informatikgebäudes statt. Sie beginnt um 9.00 Uhr und dauert circa zwei Stunden. Interessenten sollen sich per E-Mail anmelden. Kontakt: Markus Leber, EU-Forschungsreferent, leber@zv.uni-wuerzburg.de, T 21-2199.

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    MINT-Schüler besuchen die Uni

    Camp mit 60 Jugendlichen aus Deutschland und Österreich

    Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Für diese Bereiche wird in der Zukunft ein Mangel an Fachkräften erwartet. Diese Sorge treibt den „Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V. (MINT-EC)“ um. Darum hat er sich das Ziel gesetzt, den Nachwuchs für die vier so genannten MINT-Fächer zu begeistern.

    Um das zu erreichen, veranstaltet der Verein unter anderem die MINT-Camps. Ein solches Treffen findet nun von Mittwoch bis Samstag, 22. bis 25. November, in Würzburg statt. Eingeladen sind 60 Schüler aus Deutschland und Österreich, die ein oder zwei Jahre vor dem Abitur stehen. Das Camp dient der Berufs- und Studienorientierung und soll den Jugendlichen auch den Praxisbezug der MINT-Fächer vor Augen führen.

    MINT-LogoAuf die Schüler wartet in Würzburg ein abwechslungsreiches Programm. An der Universität bekommen sie Fragen zum Studium beantwortet, können aber auch in verschiedenen Bereichen Praktika absolvieren (Botanik, Biologie, Informatik, Mathematik, Angewandte Mathematik, Robotik). In der Bienenforschungsgruppe von Professor Jürgen Tautz zum Beispiel werden sich etwa 20 Schüler mit den Verhaltensweisen von Honigbienen und mit molekularbiologischen Fragen zum Immunsystem dieser Insekten befassen.

    Außerdem besuchen die Gäste weitere Unternehmen und Einrichtungen, zum Beispiel die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, das Süddeutsche Kunststoffzentrum, die Siemens AG, den Druckmaschinenhersteller König & Bauer oder die Firmen Intedis und Wölfel. Hinzu kommt ein kulturelles Rahmenprogramm.

    Das MINT-Camp in Würzburg wurde auf Initiative des Würzburger Friedrich-König-Gymnasiums entwickelt. Unterstützung kommt vom Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt (Kreis Main-Spessart) sowie von der Bundesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft. Die beiden Gymnasien gehören dem Verein als so genannte MINT-EC-Schulen an. In Bayern gibt es nur zwei weitere solche Schulen, und zwar in Unterhaching und in Germering.

    Mehr Informationen über den Verein MINT-EC gibt es im Internet unter www.mint-ec.de

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    Über die Rolle der Geisteswissenschaften

    Philosophische Fakultäten tagen in Würzburg

    Mit der Exzellenzinitiative wollen Bund und Länder die Spitzenforschung an den deutschen Universitäten fördern. Der Wettbewerb aber sei zu stark auf die Lebens- und Naturwissenschaften zugeschnitten und zu wenig auf die Geisteswissenschaften – diese Kritik wird immer wieder laut. Mit der Rolle der Geisteswissenschaften in der Exzellenzinitiative befasst sich auch der Philosophische Fakultätentag, der von Donnerstag bis Samstag, 23. bis 25. November, an der Uni Würzburg stattfindet.

    Der Fakultätentag ist die Vereinigung aller Philosophischer Fakultäten des deutschsprachigen Raums. Er tagt zwei Mal jährlich und war zuletzt vor zwölf Jahren zu Gast in Würzburg. Jede Fakultät schickt zwei Vertreter zu diesem Treffen.

    Die Uni Würzburg hat drei Philosophische Fakultäten, in denen zurzeit rund 8.000 der insgesamt 20.000 Studierenden eingeschrieben sind. Die drei Fakultäten beinhalten die Altertums-, Kultur- und Musikwissenschaften, Neuphilologien, Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie sowie die Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften. Dekane sind derzeit die Professoren Heinrich Hettrich, Wolfgang Riedel und Paul Pauli.

    Zum Fakultätentag werden rund 60 Teilnehmer erwartet; Vorsitzender der Vereinigung ist der Romanist Professor Reinhold Grimm aus Jena. Diskutiert wird nicht nur über die Exzellenzinitiative, sondern auch über die Situation der kleinen Fächer oder über die öffentlichkeitswirksame Darstellung der Philosophischen Fakultäten im kommenden Jahr – dieses wird nämlich zum „Jahr der Geisteswissenschaften“ ausgerufen.

    Zum Auftakt des Fakultätentages steht ein Hochschulpolitisches Gespräch auf dem Programm. Es steht allen Angehörigen der Universität offen und findet am Donnerstag, 23. November, um 18.00 Uhr im Toscanasaal der Residenz statt. An den folgenden beiden Tagen laufen die Sitzungen dann nichtöffentlich in den Würzburger Residenzgaststätten – hier die Tagesordnung als pdf-Datei.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Udo Scholz, Klassische Philologie, T (0931) 31-2821, E-Mail: udo.scholz@mail.uni-wuerzburg.de

     

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    3000 Flächen für die Ökosystem-Forschung

    Würzburger Biologen an neuem DFG-Projekt beteiligt

    Wie wirken sich Eingriffe des Menschen in die Natur speziell auf die Artenvielfalt aus? Welche Konsequenzen haben diese Veränderungen für die betroffenen Ökosysteme? Und was bedeuten diese Störungen in der Summe möglicherweise für die gesamte Biosphäre, auf deren lebenserhaltende Leistungen wir unabdingbar angewiesen sind? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprogramms, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ins Leben gerufen hat.

    Es handelt sich dabei um ein Projekt in einer Größenordnung, wie es sie in der Biologie im Einzelverfahren bisher noch nicht gegeben hat. Daran beteiligt ist der Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie der Uni Würzburg unter der Leitung von Professor Karl Eduard Linsenmair.

    3000 Untersuchungsflächen für die generelle Datenerhebung, 300 Flächen für intensivere, experimentelle Forschung mit zusätzlichen Experimentierflächen in direkter Nachbarschaft, 48 Flächen für sehr intensive Forschung – in dieser Größenordnung bewegt sich das Projekt, das die DFG in der ersten Drei-Jahres-Phase mit acht Millionen Euro finanzieren wird.

    „Es geht darum, die funktionale Rolle der Biodiversität und die Auswirkungen menschlicher Einflüsse auf verschiedene Ökosysteme besser zu verstehen“, erklärt Karl Eduard Linsenmair vom Biozentrum der Universität. Fünf Einrichtungen teilen sich die Arbeit: Neben Würzburg sind dies die Universitäten Jena und Ulm und das Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena; die Federführung liegt bei der Universität Potsdam.

    In dem Projekt werden die Forschungsaktivitäten unterschiedlicher ökologischer Fachrichtungen gebündelt und Erkenntnisse aus Modellexperimenten auf den Landschaftsmaßstab übertragen, überprüft und erweitert. Dabei werden die bislang noch zu stark voneinander isolierten Felder der Biodiversitäts- mit der Ökosystemforschung eng vernetzt; dadurch erst wird es möglich, Fragen zur funktionalen Bedeutung der Vielfalt von Arten und Gemeinschaften im großräumigen und langfristigen Kontext komplexer Landschaften zu untersuchen.

    „Welche Folgen Eingriffe des Menschen in die Natur auf die Artenvielfalt und damit auf einzelne Leistungen von Ökosystemen haben, darüber gibt es punktuell schon ziemlich viel Wissen“, sagt Linsenmair. Auf die raum-zeitlichen Dimensionen von Prozessen bezogen, die ganze Landschaften prägen, seien die Erkenntnisse jedoch noch sehr lückenhaft. Dabei können sich Wissenslücken in diesem Bereich fatal auswirken: „Es ist nicht belanglos, wenn durch Land- und Forstwirtschaft die Artenvielfalt abnimmt. Ökosysteme werden dabei geschwächt, im schlimmsten Fall total zerstört“, warnt der Ökologe. Und niemand wisse, ab welchem Störumfang ganze Großlebensräume – so genannte Biome – oder die gesamte Biosphäre gefährdet werden. Deshalb hält Linsenmair ein Projekt, wie es jetzt startet, für dringend erforderlich.

    Auf drei klimatisch recht unterschiedliche Gebiete konzentrieren die Forscher ihre Arbeit: das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin nördlich von Berlin, den Nationalpark Hainich in Thüringen und das designierte Biosphärenreservat Schwäbische Alp in Baden-Württemberg. Die Untersuchungsflächen werden so über Grünland und Wald verteilt sein, dass sie für beide Lebensräume ein möglichst vollständiges Spektrum der Habitate und der in ihnen stattfindenden Landnutzung umfassen. Dort werden die Wissenschaftler zunächst jede Menge Daten sammeln: Wie wurde, wie wird das Land genutzt, welche Pflanzen, welche Tiere leben dort? Wie ist das lokale (Mikro-)Klima, wie verlaufen die Stoffflüsse, welche Bodeneigenschaften sind an jedem der 3000 Punkte gegeben – das sind nur ein paar davon.

    Gesammelt wird natürlich nicht nur einmal, sondern wiederholt über alle Jahreszeiten und, wo notwendig, auch über die Jahre hinweg. Später werden die beteiligten Forschergruppen im Rahmen von Experimenten untersuchen, wie sich menschliche Eingriffe auswirken. „Wenn man zum Beispiel eine Wiese zu einem ungünstigen Zeitpunkt mäht, kann das sehr nachteilig für Bienen und weitere Bestäuber sein, auf deren Dienste unter anderem auch die Landwirtschaft angewiesen ist. Und das kann sich dann sehr negativ auf die Produktivität und auf andere von der Diversität abhängige Leistungen der Lebensgemeinschaften in der Umgebung auswirken. „Unsere Arbeitsgruppe wird sich vor allem mit der ökosystemaren Rolle verschiedener, sehr diverser Insektengruppen beschäftigen“, erläutert Linsenmair.

    Ein Projekt in dieser Größenordnung bringt einen großen Organisationsaufwand mit sich. „Allein der Aufbau der Logistik für die Erhebung der grundlegenden Daten wird viel Zeit beanspruchen“, sagt Linsenmair. Dabei ist perfekte Planung das A und O, schließlich sollen sich die Forscher nicht gegenseitig behindern: „Dazu kann es reichen, dass ein Mitarbeiter einmal quer durch ein sensibles Gebiet läuft.“

    Eine gewaltige Aufgabe wird es auch sein, den Berg an Daten zu erfassen, zu verwalten und zu interpretieren. Für das Management und die umfangreiche und anspruchsvolle statistische Aufarbeitung der Datenflut hat die DFG mehrere Stellen bewilligt, deren Inhaber sich alleine um diese Aufgabe kümmern müssen. Trotzdem denkt Linsenmair bereits in größeren Dimensionen. „Wenn nach einigen Jahren die ersten soliden Ergebnisse vorliegen, sollte das Projekt möglichst bald ausgeweitet werden.“ Sein Wunsch: „Dann sollten auch die Tropen mit einbezogen werden.“

    Schon jetzt ist das Projekt in große internationale Programme eingebunden. Weil Biodiversität und Ökosystemprozesse immer auch Einfluss auf sozioökonomische Rahmenbedingungen und unter anderem auch auf das Klima haben, können die hier gewonnenen Erkenntnisse nicht nur in die internationalen Biodiversitätsforschungsprogramme (zum Beispiel „Diversitas“) sondern auch in das „International Human Dimension Program of Global Chance“ oder das „International Geosphere-Biosphere Program“ mit einfließen.

    „Billige, schnelle Antworten“, betont Linsenmair, dürfe hier allerdings niemand erwarten. „Unter 20 Jahren wird eine Ökosystemforschung, wie sie hier geplant wird, kaum die wirklich belastbaren Antworten liefern, wie wir sie für ein effektives, auf nachhaltige Nutzung hin ausgerichtetes Management von zum Beispiel Waldsystemen brauchen“, sagt er. Und wünscht sich deshalb sehr viel längerfristige und großräumliche Dimensionen in der Ökologie-Forschung, die mehr Mittel verlangen als bisher in diesen Bereich investiert wurden.

    „Wir brauchen Anstrengungen ähnlich wie bei der Vorbereitung der Mondlandung.“ Das Problem sei, dass „ein großer Teil der Menschheit noch nicht begriffen hat, dass wir mit allen unseren massiven Eingriffen in die belebte Natur auf dem Weg sind, deren Vielfalt so zu reduzieren, dass wir dabei die große Gefahr laufen, unsere unverzichtbare biologische Lebensgrundlage zu zerstören“, sagt er. Immerhin: Das jetzt gestartete Projekt sei mit seiner sehr bemerkenswerten Größenordnung und einer viel versprechenden Zukunftsperspektive schon mal ein guter Anfang.

    Ansprechpartner: Prof. Dr. Karl Eduard Linsenmair, T (0931) 888-4350; E-Mail: ke_lins@biozentrum.uni-wuerzburg.de

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    Bösartige Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems

    Fortbildung für Ärzte im Saalbau Luisengarten

    „Zielgerichtete Therapien und innovative Konzepte bei hämatologischen Neoplasien“, so heißt das Thema einer Fortbildungsveranstaltung, welche die Medizinische Klinik und Poliklinik II der Würzburger Universität gemeinsam mit dem Interdisziplinären Tumorzentrum veranstaltet.

    Die Fortbildung findet statt am Samstag, 2. Dezember, von 10.00 bis 14.00 Uhr im Saalbau der Gaststätte Luisengarten, Martin-Luther-Straße 1. Referenten aus Deutschland und Österreich werden über neue Entwicklungen bei bösartigen Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems berichten.

    Im Mittelpunkt stehen dabei die so genannten Myeloproliferativen Syndrome, das Multiple Myelom und die Non-Hodgkin-Lymphome. Die Würzburger Klinik mit ihrem Direktor Professor Hermann Einsele ist auf die Diagnostik und Behandlung dieser Störungen spezialisiert.

    Neben aktuellen Erkenntnissen über die Entstehungsmechanismen und die Erkennung der Erkrankungen liegt ein weiterer Schwerpunkt der Vorträge auf neuesten, zum Teil erst in der klinischen Entwicklung befindlichen „zielgerichteten“ Therapieformen. Diese sollen zukünftig helfen, die Behandlung für die Patienten nebenwirkungsärmer und dennoch erfolgreicher zu machen.

    Dass diese Therapieansätze in die richtige Richtung weisen, zeigt eine beträchtliche Zahl an Arbeiten, die die Würzburger Krebsforscher beim Amerikanischen Hämatologiekongress präsentieren werden. Diese Tagung findet vom 9. bis 12. Dezember in Orlando in Florida statt.

    Weitere Informationen: Uwe Frohnert, T (0931) 201-70080, Fax (0931) 201-61778, E-Mail: frohnert_u@medizin.uni-wuerzburg.de

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    Kinder musizieren für Kinder

    Benefiz-Konzert am 26. November in der Neubaukirche

    Unter der Leitung von Olga Neuberger-Rakowsky findet am Sonntag, 26. November, das Benefiz-Konzert „Kinder für Kinder“ in der Neubaukirche in Würzburg statt. Pianisten im Alter von sechs bis 21 Jahren spielen zugunsten der Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg. Konzertbeginn ist um 16.00 Uhr.

    „Eine Reise durch musikalische Epochen“ ist das Motto des Konzerts, bei dem die Kinder und Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen. Auf dem Programm stehen Stücke von Bach über Mozart bis Schönberg. Begleitend zum Konzert stellt die Künstlerin Debra Koye Werke aus der Serie „Bilder zeigen Musik“ im Foyer der Neubaukirche aus.

    Die Einnahmen aus der Veranstaltung gehen an die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder. In dem Verein haben sich seit 1983 betroffene Familien zusammengetan, die sich während der Krankheit ihrer Kinder und in der Zeit danach gegenseitig unterstützen wollen. Darüber hinaus ist es ihr Ziel, das Krankenhaus und das gesamte Umfeld positiv zu beeinflussen.

    Der Eintritt zu dem Konzert ist frei. Um Spenden wird gebeten.

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    Ernste Gesänge: Liederabend im Toscanasaal

    Einblicke in das Kunstlied der Spätromantik und der frühen Moderne

    Im Rahmen seiner regelmäßigen Konzerte, die künstlerische Praxis und wissenschaftliche Reflexion in ihrem Wechselverhältnis zeigen, veranstaltet das Institut für Musikwissenschaft einen Liederabend unter dem Motto „Ernste Gesänge“.

    Am Mittwoch, 29. November, interpretieren der Würzburger Bariton Uwe Schenker-Primus und der Pianist Klaus Simon ab 19.30 Uhr im Toscanasaal der Residenz eine Liedfolge, die ausgehend vom letzten vollendeten Werk des Komponisten Johannes Brahms, den Vier Ernsten Gesängen op. 121, Einblicke in das Kunstlied der Spätromantik und der frühen Moderne eröffnet.

    Nach Brahms’ opus ultimum erklingt im ersten Teil des Konzerts eine repräsentative Auswahl von Liedern Hans Pfitzners, dem neben Richard Strauss bedeutendsten spätromantischen Liedkomponisten im deutschen Sprachraum. Pfitzner schrieb ein gewichtiges Liedœuvre mit über 120 Beiträgen; sie sind im gegenwärtigen Konzertleben nur selten zu hören, was ihrem Rang nicht entspricht.

    Der zweite Teil des Konzertprogramms widmet sich der so genannten „Zweiten Wiener Schule“ um Arnold Schönberg und seine beiden Meisterschüler Alban Berg und Anton von Webern. Die Liedfolge beginnt mit Weberns aphoristischen George-Liedern op. 4 – typischen Beispielen für Weberns frühen atonalen Stil. Es schließen sich Bergs Lieder op. 2 an, in deren viertem Stück der Komponist für sich die Tonalität aufgibt, nachdem er sie in den ersten drei Liedern des Zyklus bis zum Äußersten gespannt hatte. Am Ende stehen die beiden Gesänge op. 1, mit denen Schönberg sein publizistisches Schaffen eröffnete und die Bedeutung der Gattung des Kunstliedes bekundete.

    Schönberg und seine Schüler dokumentierten in diesem Genre ihre stilistische Entwicklung von der Tonalität hin zur Atonalität, oder anders formuliert, vom Idiom der Spätromantik zu dem der frühen Moderne. Das Kunstlied des Schönbergkreises ist somit zugleich Nährboden und Experimentierfeld für die Neue Musik. Schönberg beruft sich mit dem Titel seiner Gesänge op. 1 auf die Ernsten Gesänge op. 121 von Brahms.

    Der Gattungsbegriff „Gesänge“ verweist auf den Gehalt und die innere Verwandtschaft der beiden Liedreihen. Er bezeichnet innerhalb des Kunstliedes jene Werke in emphatischer Weise, die mit einem größeren Umfang und betontem ästhetischen Anspruch auftreten.

    Arnold Schönberg überschrieb 1933 einen Radiovortrag mit dem Titel „Brahms, der Fortschrittliche“ und verschob damit anlässlich des 100. Geburtstags von Brahms die bis dahin gültigen musikhistoriographischen Koordinaten: Brahms wurde zum Vorläufer der modernen Musik. Schönberg erkannte bei dem vermeintlich konservativen Brahms ein ähnlich in die Zukunft deutendes kompositionstechnisches Potential wie bei dessen Antipoden Richard Wagner. Der musikalische Fortschritt, dem sich Schönberg, Berg und Webern in ihrer Kunst verpflichtet fühlten, wurzelte also im Bewusstsein einer Tradition, die Brahms zu ihren herausragenden Ahnherren zählte.

    Zu dem Konzert sind alle Musikfreunde eingeladen, besonders auch die Studierenden aller Fakultäten. Der Eintritt ist frei; um eine Unterstützung wird gebeten. Weitere Informationen zum Programm und zu anderen musikalischen und musikwissenschaftlichen Veranstaltungen gibt es bei Professor Ulrich Konrad, E-Mail: ulrich.konrad@uni-wuerzburg.de

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    Studientagung der Theologen über Afrika

    Mit den Problemen in afrikanischen Gesellschaften befassten sich rund 20 Studierende und Doktoranden aus der katholischen Theologie bei einer Studientagung. Organisiert wurde sie vom Lehrstuhl für Christliche Sozialwissenschaft, dessen Inhaber Professor Gerhard Droesser sich seit einigen Jahren mit dem so genannten Schwarzen Kontinent beschäftigt. Die Referenten – alle vom Würzburger Lehrstuhl – thematisierten soziologische Theorien und ökonomische Strukturen ebenso wie Staatsversagen und Korruption. Dabei hatten sie den Anspruch, keine Schwarz-Weiß-Malerei zu liefern, sondern die Themen facettenreich und differenzierend darzustellen. Die Tagung fand am 17. und 18. November im Bildungshaus Neckarelz bei Mosbach statt.

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    Expertenbeirat als Mentor für junge Unternehmer

    IGZ BioMed/ZmK will Lebenswissenschaften noch mehr fördern

    Zukünftig wird ein Expertengremium das Würzburger Innovations- und Gründerzentrum IGZ BioMed/ZmK darin unterstützen, das wirtschaftliche Potenzial der Lebenswissenschaften am Standort noch stärker zu nutzen.

    Das Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie und Biomedizin/Zentrum für moderne Kommunikationstechnologien (IGZ BioMed/ZmK) hat im Herbst 2005 eine Initiative zur Stärkung des Life Science- und Medizintechnik-Standorts Würzburg ins Leben gerufen. In Kooperation mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium, der Universität Würzburg und der Wirtschaftsförderung der Stadt Würzburg sollen Neugründungen, Firmenansiedlungen und bereits existierende Firmen noch besser als bisher gefördert werden.

    Das Innovations- und Gründerzentrum am Friedrich-Bergius-Ring bietet insgesamt rund 5.500 Quadratmeter Fläche für Labore und Büros. Foto: IGZ

    Zentrales Element hierbei ist eine intensivere ökonomische Nutzung des Know-how-Potenzials an der Universität. Um den Übergang von universitärer Forschung zu kommerzieller Nutzung zu verbessern, hat die Initiative jetzt einen Expertenbeirat etabliert. Er soll als Ideengeber für das IGZ BioMed/ZmK und als Mentor für die Jungunternehmen dienen.

    Zu dem Beraterteam gehört auch Unipräsident Professor Axel Haase, der selbst eine Medizintechnik-Firma gegründet hat. Ihm zur Seite steht Professor Horst Domdey, Geschäftsführer der Martinsrieder BioM Biotech Cluster Development GmbH, Sprecher des bayerischen Biotechnologie-Clusters und ebenfalls Firmengründer. Weiterhin bringen Bernd Stowasser, Geschäftsführer des Zentrums für Arzneimittelforschung, Entwicklung und Sicherheit an der Universität Frankfurt, sowie Peter Wiesner, Unternehmer, Gründungsberater und Initiator des Unternehmer-Netzwerks „Heidelberger Gründer-Team“ ihre Fachkenntnisse ein. Aus dem wirtschaftspolitischen Umfeld wurde Ministerialdirigent a.D. Klaus Jasper gewonnen. Er hält Beratungs- und Kontrollmandate in mehreren Gremien und leitete zuletzt die Abteilung Innovation, Forschung und Technologie des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. In dieser Funktion war er an führender Stelle mitverantwortlich für die Umsetzung der bayerischen HighTech-Offensive.

    „Mit diesen Experten aus Forschung, Politik und Wirtschaft können wir hier in Würzburg auf einen Sachverstand zurückgreifen, der bundesweit seines Gleichen sucht“, freut sich Klaus Walther, IGZ-Geschäftsführer und Leiter der Würzburger Wirtschaftsförderung. Peter Vorstheim, ebenfalls Geschäftsführer des IGZ, ergänzt: „Wir wollen zukünftig die in Bayern ‚natürliche’ Orientierung unseres Standortes in Richtung München um eine stärkere Verzahnung mit den Technologieregionen Frankfurt und Heidelberg erweitern. Dies spiegelt sich auch in der Besetzung des Beirats wider.“

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    Beatrice-Edgell-Preis

    Förderung und Motivation für junge Wissenschaftlerinnen

    Beatrice EdgellDie Philosophische Fakultät III vergibt in diesem Jahr zum zweiten Mal den Beatrice-Edgell-Preis für die beste Promotion, die von einer ihrer Doktorandinnen vorgelegt wird. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

    Laut einer Mitteilung von Prof. Dr. Margareta Götz, Frauenbeauftragte der Fakultät, werden mit der Ausschreibung des Preises mehrere Ziele verfolgt. Zum einen solle damit dokumentiert werden, dass der Fachbereich mit einem hohen Anteil an Studentinnen den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs in besonderer Weise fördert. Damit leiste die Fakultät einen aktiven Beitrag zu der im Bayerischen Hochschulgesetz festgelegten Frauenförderung im wissenschaftlichen Bereich.

    Zum anderen werde mit der Preisverleihung die Motivation von Doktorandinnen gestärkt, sich für eine wissenschaftliche Laufbahn zu entscheiden. Die Auszeichnung sei außerdem auch dazu gedacht, die Bewerbungschancen der Preisträgerinnen im Wissenschaftsbetrieb – etwa bei Stipendien, Juniorprofessoren oder Forschungsanträgen – zu erhöhen.

    Beatrice Edgell, ungefähr 1927
    (Foto: Archives, Royal Holloway, University of London)

    Die Namensgebung des Preises erinnert an Beatrice Edgell, die als erste Frau überhaupt im Jahre 1901 den Doktortitel an der Universität Würzburg erworben hat. Sie startete anschließend eine beachtliche wissenschaftliche Karriere an der Royal Holloway College der University of London. Die Promotion von Beatrice Edgell wurde vor mehr als hundert Jahren durch die Philosophische Fakultät im Fach Philosophie/Psychologie von Oswald Külpe betreut, dem berühmten Begründer der „Würzburger Schule der Denkpsychologie“.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Margareta Götz, T (0931) 888-4872, E-Mail: grsd004@mail.uni-wuerzburg.de

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    Personalia

    Dr. Marc EBNER, Wissenschaftlicher Assistent, Lehrstuhl für Informatik II, wurde mit Wirkung vom 08.11.2006 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Informatik“ erteilt.

    Roland MOLNAR, Verwaltungsangestellter, wurde am 15. November erneut zur Vertrauensperson schwerbehinderter Menschen gewählt. Seine Stellvertreterinnen sind: Rosemarie RIEDMANN, Zentralverwaltung, Brigitte MEHLER, Lehrstuhl für Pastoraltheologie, und Petra LECKERT, Institut für Organische Chemie. Die Amtszeit beginnt am 01.12.2006 und endet am 30.11.2010.

    Dr. Ursula. RDEST, Lehrstuhl für Mikrobiologie, wurde vom Fachbereichsrat der Fakultät für Biologie erneut zur Frauenbeauftragten gewählt. Ihre Stellvertreterinnen sind: Dr. Brigitte FIALA, Lehrstuhl für Zoologie III, und Dr. Susanne BERGER, Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie. Die Amtszeit endet am 30.09.2007.

    Prof. Dr. Roger THULL, Abteilung für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde, trat mit Ablauf des Monats September 2006 in den Ruhestand.

    Folgende Vertreter der Studierenden wurden vom Senat für die Amtszeit bis 30.09.2007 bestellt:

    Ständige Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs sowie für Wissens- und Technologietransfer: Vertreter: Alexander BRUNNER, Ersatzvertreterin: Lore KOERBER-BECKER

    Ständige Kommission für Haushalts-, Raum- und Bauangelegenheiten: Vertreterin: Doris ASCHENBRENNER, Ersatzvertreter: Christopher CZESKO

    Ständige Kommission für Lehre und Studierende: Vertreter: Sebastian CZICHON, Vertreter: Markus ARLT

    Ständige Kommission für Angelegenheiten der Universitätsbibliothek und des Zentrums für Sprachen und Mediendidaktik: Vertreter: Felix BÄHRENS, Ersatzvertreter: Johannes BECK

    Ständige Kommission für Angelegenheiten des Rechenzentrums: Vertreter: Dogan CINBIR, Ersatzvertreter: Florian JÄCKEL

    Kommission für Lehrerbildung: Vertreter: Andreas BAUER, Ersatzvertreter: Georg KAIMANN

    Gemeinsame Kommission für Fragen der Didaktik: Vertreterinnen: Eva-Maria WUNDERLICH und Sophie BELLEFONTAINE, Vertreter: Felix SEIDLER. Sebastian KINES, Florian BÄHRENS und Kolja MÜHLEN

    Rechnungsprüfungsausschuss für den Körperschaftshaushalt: Vertreter: Florian JÄCKEL, Ersatzvertreter: André RESCH


    Dienstjubiläen

    25 Jahre

    Klaus BERBERICH, Zentralverwaltung, am 16. November
    Gabriele KALINOWSKI, Medizinische Klinik und Poliklinik I, am 16. November
    Claudia NEES, Medizinische Klinik und Poliklinik II, am 16. November

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    Anzeigen

    Nachmieter für 2 ½-Zimmerwohnung gesucht – Lage am Ringpark, Nähe Uni

    Sehr schöne, ruhige 2 ½-Zimmerwohnung (53 qm) mit Parkett, Terrasse und kl. Garten ab Mitte oder Ende Januar zu vermieten. Eine hochwertige Einbauküche (Electrolux) ist zur Ablöse vorhanden. Miete derzeit 320 Euro + NK + Garagenplatz + Kaution (2 MM). Mehr Informationen: Dr. Birgit Däwes, T (0931) 8047663 oder mobil (0179) 7928983, birgit.daewes@uni-wuerzburg.de

         

    Nachmieter für 2-Zimmerwohnung gesucht

    Suche Nachmieter für 2-Zimmerwohnung in Versbach, DG, 65 qm, Fliesen/Parkett, Balkon, Küche (Ablöse), Dusche/Bad/WC, Keller-, Wasch und Trockenraum (WM Ablöse), Fahrradkeller, 2 KFZ-Stellplätze, 395 Euro (kalt), ab 01.01.2007. Rückfragen an: Martina Fischer, Pathologisches Institut, Biopsiesekretariat, T (0160) 96756154.

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    Geräte abzugeben

    Phospho-Imager von 1992

    Das Institut für Virologie und Immunbiologie hat einen funktionsfähigen Phospho-Imager der Firma Molecular Dynamics abzugeben, der 1992 angeschafft wurde. Kontakt: Sibylle Schneider-Schaulies, T (0931) 201-49895, s-s-s@vim.uni-wuerzburg.de

         

    Schreibmaschine und Mikrofiche-Lesegerät

    Bei der Universitätsbibliothek sind folgende Geräte entbehrlich geworden und können ohne Werterstattung an andere bayerische staatliche Stellen abgegeben werden:

    • 1 Schreibmaschine Triumph electric 131f (Bj: 1981)
    • 1 Mikrofiche-Lesegerät AGFA Copex LF303 (Bj: 1980)

    Interessenten wenden sich bis 29. Dezember an Brigitte Baumann, T 888-5967.

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