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    Ausgabe 35 - 14. November 2006


    Ausgabe 35 vom 14. November 2006


    BLICK mit mehr studentischen Themen

    Neue Ausgabe der Uni-Zeitschrift erschienen

    BLICK, die Zeitschrift der Uni Würzburg, soll künftig verstärkt auch die Studierenden ansprechen. Darum wird die soeben erschienene Herbst-Ausgabe in den kommenden Tagen erstmals an verschiedenen Stellen in der Universität kostenlos ausgelegt.

    Um mehr für die Studierenden zu bieten, wurde im neuen BLICK die Rubrik „Lehre“ erweitert. Sie beinhaltet unter anderem ein Interview mit dem neuen schwarz-gelb-grün-roten Sprecherrat und einen Bericht über Studierende, die einen Debattierclub gegründet haben. Kathrin Fischer, die zu den ersten Biomedizin-Master-Absolventen gehört, erzählt über das „Pionierleben“ in dem 2001 neu eingeführten Studiengang.

    Die meisten Artikel in der vergrößerten Rubrik stammen von Gunnar Bartsch, der den Studierenden durch seine Arbeit als JULIUS-Redakteur bekannt sein dürfte. Er wird die studentischen Belange künftig im BLICK-Redaktionsteam vertreten. Weitere Neuerung: Die Uni-Zeitschrift ist erstmals komplett im Internet abrufbar:

    www.uni-wuerzburg.de/fuer/presse/blick/

    Im neuen BLICK stellt außerdem der Würzburger Musikwissenschaftler Professor Ulrich Konrad das „Zentrum für Musikforschung Nordbayern“ vor, das an der Uni aufgebaut wird. Als weiterer geisteswissenschaftlicher Schwerpunkt stellt sich das Altertumswissenschaftliche Zentrum vor, das Ende 2002 gegründet wurde.

    Der Essay-Teil befasst sich diesmal mit der Frage „Theologie und Naturwissenschaften – was können sie einander geben?“ Ihre Meinung hierzu äußern der Moraltheologe Stephan Ernst sowie der Physiker (und Unipräsident) Axel Haase. Weiterhin enthält das Heft ein Interview mit Unikanzlerin Heidi Mikoteit-Olsen, die seit mittlerweile sechs Monaten im Amt ist.

    Die Herbst-Ausgabe von BLICK umfasst 120 Seiten. Sie informiert auch über Forschungsprojekte oder Preise, die Würzburger Wissenschaftlern verliehen wurden, und enthält Nachrichten aus dem Universitätsbund. Das Heft wird in diesen Tagen in den Kliniken und Instituten der Universität verteilt. Nachbestellungen sind für Universitätsangehörige in kleinem Umfang bei der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit möglich, T (0931) 31-2253, E-Mail:

    henneberger@zv.uni-wuerzburg.de

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    Uni Würzburg ist auch international spitze

    „Academic Ranking of World Universities“ bestätigt gute Leistung

    Erst vor kurzem hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft der Universität Würzburg in einem Ranking bestätigt, dass sie in Deutschland zu den Spitzenuniversitäten gehört. Dass die Uni auch im weltweiten Vergleich gut dasteht, zeigt eine Untersuchung der Universität Shanghai. In deren „Academic Ranking of World Universities“ landet Würzburg auf Platz 7 unter den deutschen Hochschulen.

    Seit 2003 führt die Shanghai Jiao Tong University jährlich ein Universitätsranking durch, um die besten 500 Universitäten weltweit zu ermitteln. Anhand einer Vielzahl von Kriterien, die sich auf die wissenschaftliche Leistung konzentrieren, stellt sie ihre Rangliste zusammen. Würzburg schneidet im Ranking 2006 erneut hervorragend ab.

    Unter allen Universitäten weltweit nimmt Würzburg den Rang 113 ein und verbessert sich damit im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze. Diese Leistung ist umso bemerkenswerter, wenn man einen Größenvergleich mit heranzieht. So verfügt die Harvard University, die das internationale Ranking anführt, über die siebenfache Anzahl an Professoren. Um diese Größe zu erreichen, müssten sich sämtliche bayerischen Universitäten zu einer einzigen zusammenschließen. Und selbst dann würde der Vergleich noch hinken: Die bayerische „Riesen-Universität“ wäre im Vergleich zu Harvard drastisch unterfinanziert.

    Innerhalb Europas stehen die britischen Universitäten Cambridge und Oxford an der Spitze des „Academic Ranking of World Universities“. Würzburg erreicht hier Rang 38. In Deutschland zählt Würzburg mit Rang 7 zu den Top Ten. Unter den zehn Besten aus Deutschland finden sich drei Universitäten aus Bayern (LMU und TU München, Würzburg) und drei Universitäten aus Baden-Württemberg (Heidelberg, Tübingen und Freiburg).

    Das „Academic Ranking of World Universities“ (ARWU) ergänzt das DFG-Förderranking um die internationale Perspektive. Während das DFG-Ranking zentral auf Drittmittelbewilligungen basiert, die in nationaler Konkurrenz eingeworben werden, gelten im ARWU andere Kriterien: Wer in dieser Liste ganz oben stehen will, muss möglichst viele Nobelpreisträger beschäftigen, beschäftigt oder ausgebildet haben (zurück bis 1910). Professoren sollten möglichst viele Artikel in den Fachzeitschriften Nature und Science veröffentlichen. Autoren sollten besonders häufig von ihren Kollegen zitiert werden. Geht es nach Publikationen und Zitationen und den Preisen zählt Würzburg zu den besten Universitäten Deutschlands.

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    Würzburger Nobelpreisträger: Fischer und Buchner

    Die öffentliche Vortragsreihe „Uni für Alle“ befasst sich in diesem Semester mit den 13 Nobelpreisträgern der Universität Würzburg. Am Dienstag, 14. November, spricht um 18.15 Uhr Professor Siegfried Hünig über die Chemie-Nobelpreisträger Emil Fischer und Eduard Buchner. Er wird zeigen, wie diese Chemiker ihrer Wissenschaft neue Perspektiven für das Verständnis der Bildung und Umwandlung von Biomaterie eröffneten. Aus diesen Ansätzen entwickelten sich einerseits Biochemie und Molekularbiologie, andererseits Anwendungen in der Wirkstoffsynthese, in der Medizin und im Alltag. Der Vortrag findet im Hörsaal 166 der Uni am Sanderring statt. Fortgesetzt wird die Reihe am Dienstag, 28. November. Dann spricht Professor Ingo Fischer über die Nobelpreisträger Svante Arrhenius und Walther Nernst. Das Programm steht im Internet.

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    Nicht ohne meine Bakterien

    Schwämme reichen ihre Untermieter weiter

    Viele Krankheitserreger werden immer unempfindlicher gegen die verfügbaren Medikamente. Weltweit suchen darum Forscher nach neuen Arzneistoffen, um beispielsweise Bakterien oder Pilze wieder besser bekämpfen zu können. Dabei könnten sich Meeresschwämme als Fundgrube entpuppen.

    Schwämme sind sehr einfache Organismen, die festgewachsen zum Beispiel in tropischen Riffen oder in der Tiefsee leben. Viele von ihnen enthalten permanent jede Menge Bakterien, vermutlich weit über 100 verschiedene Arten – und genau das macht sie so interessant. Denn Bakterien können Antibiotika und andere Naturstoffe produzieren, die möglicherweise für die Behandlung von Infektionskrankheiten geeignet sind.

    Doch bevor es neue Medikamente aus dem Meer gibt, ist Grundlagenforschung nötig. „Man muss ja zuerst einmal wissen, welche Bakterien in den Schwämmen überhaupt vorkommen“, sagt Susanne Schmitt. Auf genau diesem Gebiet arbeitet die Doktorandin am Zentrum für Infektionsforschung der Uni Würzburg in der Arbeitsgruppe von Ute Hentschel.

    Sie geht dort unter anderem der Frage nach, wie die Bakterien überhaupt in die Schwämme hineingelangen. Das geschieht zumindest bei dem tropischen Schwamm Ircinia felix so: Die frei schwimmenden Larven, die ein erwachsener Schwamm im Zuge seiner Fortpflanzung ins Meerwasser entlässt, bekommen die Untermieter von ihrem Elternschwamm mit auf den Weg. Die Larven setzen sich dann an anderen Orten fest, wachsen heran – und müssen dabei von Anfang an nicht auf ihre „Hausbakterien“ verzichten.

    Welche Funktion die Bakterien für die Schwämme haben, ist bislang nicht eindeutig bekannt, wie Susanne Schmitt erklärt. Wohl aber gibt es Vermutungen. So könnten die Bakterien giftige Stoffe produzieren, die hungrigen Fischen oder anderen Räubern den Appetit auf den Schwamm vergällen. Möglicherweise spielen sie auch eine Rolle im Stoffwechsel des Schwammes, indem sie zum Beispiel dessen Abfallprodukte weiter abbauen.

    Ein erwachsenes Exemplar des karibischen Schwammes Ircinia felix.
    Das kleine Foto rechts unten zeigt eine frei schwimmende Larve dieses Meereslebewesens.

    Foto: Susanne Schmitt              

                                                                                                                                                            Das Forschungsprojekt der Doktorandin wurde aus der Jubiläumsstiftung zum 400-jährigen Bestehen der Uni Würzburg gefördert. Die finanzielle Unterstützung ermöglichte es ihr, im Sommer beim „5th International Symbiosis Symposium“ in Wien in einem Kurzvortrag die Ergebnisse ihrer Doktorarbeit zu präsentieren.

    Für ihre Arbeit hat Susanne Schmitt an karibischen Riffen vor der Küste Floridas Larven des Schwammes Ircinia felix gesammelt. Ein Teil davon wuchs in kleinen Containern am Riff zu Jungschwämmen heran. Im Labor verglich die Würzburger Forscherin anschließend die Bakterien der erwachsenen Schwämme mit denjenigen der Larven und Jungschwämme. Dafür setzte sie eine Kombination aus mikroskopischen und molekularen Techniken ein.

    Weitere Informationen: Susanne Schmitt, T (0931) 31-2468, E-Mail: susanne.schmitt@mail.uni-wuerzburg.de

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    Gelbe Küche und kühle Fassaden

    Ausstellung mit Fotografien von Katrin Heyer

    Ganz schön gelb, diese Küche. Interessant auch das ältere Ehepaar, das sich in seinem liebevoll gestalteten Wohnzimmer hat ablichten lassen. Solche und andere Einblicke in deutsche Interieurs gewährt eine neue Sonderausstellung im Martin-von-Wagner-Museum der Uni Würzburg.

    Ab Sonntag, 19. November, zeigt die Graphische Sammlung des Museums Fotografien von Katrin Heyer. Die Bilder von den Wohnungen entstanden in Viereck, der Heimatstadt der Künstlerin. Dieser einstige Militärstandort nahe der polnischen Grenze wurde mittlerweile von den meisten Einwohnern verlassen. Die Fotos spiegeln das Befinden der Verbliebenen.               

    Doch nicht nur Blicke auf Interieurs gibt es in der Ausstellung zu sehen. Katrin Heyer hat 2004 als offizielle Stadtfotografin von Darmstadt auch Architekturbilder gemacht und sie dort in einer großen Einzelausstellung gezeigt. Eine weitere Fotoserie von ihr befasst sich mit künstlichen Landschaften. Die Hugo-und-Elly-Goetz-Stiftung (Würzburg) hat Heyer 2003 als beste Würzburger Nachwuchs-Fotografin mit einem Preis ausgezeichnet.                                                               

    Katrin Heyer, 1977 in Pasewalk geboren, studierte Fotografie in Würzburg und Essen. Seit 1999 arbeitet sie als frei schaffende Fotodesignerin und Fotokünstlerin. Außerdem lehrt sie seit vergangenem Jahr Fotografie am Fachbereich Architektur der Technischen Uni Darmstadt. 2006 bekam sie für das Buch „Ernst-Thälmann-Schule – eine deutsche Erinnerung“ ein Förderstipendium der Stiftung Kunstfonds.

    Ihre Ausstellung in Würzburg beginnt am Sonntag, 19. November, um 11.00 Uhr im Toscanasaal der Residenz mit einer offiziellen Feier. Grußworte spricht Professor Stefan Kummer, Leiter der Neueren Abteilung des Museums. Der Kunsthistoriker Professor Josef Kern gibt dann eine Einführung in die Ausstellung.

    Öffnungszeiten: 19. November bis 28. Januar, Dienstag bis Samstag sowie an folgenden Sonntagen, jeweils von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr: 3. und 17. Dezember, 14. und 28. Januar sowie nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung endet mit einer Finissage am Sonntag, 28. Januar, um 11.00 Uhr.

    Weitere Informationen: Martin-von-Wagner-Museum der Universität, Neuere Abteilung, T (0931) 31-2283, Fax (0931) 888-7073, E-Mail:

    museum.na@mail.uni-wuerzburg.de

    http://wwwalt.uni-wuerzburg.de/museum/2006_ausst_Heyer.html

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    Frauen in der Wissenschaft – Frauen für die Wissenschaft

    Erfolgreiche Vortragsreihe geht in die zweite Runde

    Die stärkere Etablierung frauenspezifischer Themen an der Universität Würzburg: dieses Ziel hat sich die Frauenkommission der Philosophischen Fakultät III gesetzt. Mit drei weiteren Gastvorträgen führt sie deshalb eine im Winter 2005/06 erfolgreich angebotene Vortragsreihe weiter.

    Die Veranstaltungen sind öffentlich und finden im Hörsaal I (011) des Universitätsgebäudes Wittelsbacherplatz statt:

    16. November, 16.00 Uhr: „Behinderung und Geschlecht – Ansätze und Perspektiven der Forschung“, Prof. Dr. Ulrike Schildmann, Universität Dortmund

    14. Dezember, 18.00 Uhr: „’Ich bin zu dick’. Warum infizieren sich Frauen viel häufiger mit dem Virus Idealfigur?“, PD Dr. Petra Platte, Universität Würzburg

    18. Januar, 18.00 Uhr: „’Echte Kerle lesen nicht!?’ Warum (viele) Jungen nicht mehr lesen und wie wir das ändern können“. Prof. Dr. Christine Garbe, Universität Lüneburg

                                                                                                                                                             Die Organisation erfolgte wieder in Zusammenarbeit mit der Fachschaftsvertretung der Philosophischen Fakultät III. Gefördert wird die Reihe durch den Arbeitskreis Gleichstellung der Universität.

    Weiterführende Informationen: Prof. Dr. Margarete Götz, E-Mail: grsd004@mail.uni-wuerzburg.de

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    Eine Geschichte über die Eingleisigkeit

    Neues Stück des Unitheaters studi(o)bühne

    Die Würzburger Straßenbahn. Jeder kennt sie und hat sie wahrscheinlich auch schon mehr als einmal genutzt. „Aber fahren wir bewusst mit diesem Verkehrsmittel und nehmen unsere Umgebung genau wahr?“

    Diese Frage stellten sich Theresia Furth und Friederike Becker. Sie haben sich dann das Verhalten der Würzburger in der Straßenbahn ganz genau angesehen und daraus ihr Theaterstück „Umsteigemöglichkeit – eine Geschichte über die ‚Eingleisigkeit’“ entwickelt.

    Die Regisseurinnen experimentieren dabei in spielerischer Weise mit Musik, besonders mit der Verbindung von Straßenbahngeräuschen jeglicher Art und elektronischen Klängen, Licht, Choreographien, Kurzfilmen sowie alltäglichen und dennoch absurden Situationen.

    Umsteigemöglichkeit ist ein Stück über die Anonymität und Distanz zwischen den Menschen in der Straßenbahn. Es erzählt von der Ignoranz und traurigen Gleichgültigkeit, die die Menschen und ihre so genannten Mitmenschen gegeneinander hegen. „Denn die Straßenbahn als solche schluckt in der Realität das Persönliche“, meinen die Regisseurinnen.

    Die Aufführungen sind im Autonomen Kulturzentrum (akw!) in Würzburg zu sehen, Frankfurter Straße 87. Sie beginnen jeweils um 20.30 Uhr, und zwar täglich von Sonntag bis Mittwoch, 19. bis 22. November. Mehr Infos über die studi(o)bühne finden sich hier:

    www.theater.uni-wuerzburg.de

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    Mit Edelmetallen die Chemie beschleunigt

    Professor Helmut Werner jetzt Ehrendoktor der Uni Jena

    Bei einer akademischen Feier hat die Universität Jena am 7. November Professor Helmut Werner mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Damit wurden die vielfältigen wissenschaftlichen Leistungen des Chemikers anerkannt sowie sein Einsatz bei der Neuordnung der Struktur der Uni Jena. Helmut Werner hatte an der Uni Würzburg von 1975 bis 2002 den Lehrstuhl Anorganische Chemie II inne.

    Geboren wurde Werner 1934 in Mühlhausen in Thüringen. Er studierte Chemie an der Uni Jena. Als er 1958 seine Diplomarbeit abgeschlossen hatte, eröffneten ihm die Behörden der DDR, er müsse sich erst einmal in einem volkseigenen Betrieb bewähren und so seine Solidarität zum sozialistischen Staat beweisen – erst dann dürfe er promovieren. Statt diesen Rat zu befolgen verließ er, nur mit seinem Wissen im Kopf und einer Aktentasche in der Hand, die DDR und gelangte auf einigen Umwegen nach München, wo er schließlich unter der Anleitung des späteren Nobelpreisträgers E. O. Fischer 1961 den Doktortitel erwarb.

    Danach ging er in die USA, um am California Institute of Technology in Pasadena ein Forschungsprojekt zu bearbeiten. 1963 kehrte er nach München zurück, habilitierte sich 1966 für das Fach Anorganische Chemie und bekam zwei Jahre später eine Stelle als Professor für Anorganische Chemie an der Uni Zürich. 1975 erhielt er dann den Ruf nach Würzburg.

    Auf seine Initiative geht die Gründung des Sonderforschungsbereichs 347 zurück, dessen Sprecher er während der gesamten Laufzeit (1990 bis 2001) war und der der hiesigen Universität viele Millionen an Forschungsgeldern eingebracht hat.

    Professor Werners Forschungsgebiet ist die Organometallchemie. Dabei geht es darum, wie man mit Hilfe von Edelmetallen wie Ruthenium, Osmium, Rhodium oder Iridium neue chemische Reaktionen bewerkstelligen und bekannte Reaktionen vereinfachen und beschleunigen kann. Auf diesem Gebiet gilt Werner als einer der führenden Wissenschaftler, den man bis heute weltweit immer wieder zu Tagungen, Vortragsreisen und Gastprofessuren einlädt.

    Drei berühmte wissenschaftliche Gesellschaften, die Royal Society of Chemistry, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und die New York Academy of Sciences wählten ihn zum Mitglied. Seine Arbeit hat ihm darüber hinaus weltweit eine große Zahl von Preisen und Auszeichnungen eingetragen, unter anderem 2001 die Ehrendoktorwürde der Universität Zaragoza.

    In seiner aktiven Zeit in Würzburg hat der Professor 136 Diplomarbeiten betreut. 110 Chemiker erwarben unter seiner Anleitung den Doktorgrad. Seit Herbst 2002 ist er formal im Ruhestand. Nun findet er willkommene Zeit für die Arbeit an Veröffentlichungen, für die Pflege wissenschaftlicher Kontakte, insbesondere mit Kollegen in Spanien, und nicht zuletzt für erholsame Wanderungen durch das Engadin.

     

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    Zwischen Leichenschau und DNA-Analysen

    Rechtsmediziner Dieter Patzelt wird 65

    Seit 1993 leitet Professor Dieter Patzelt an der Uni Würzburg das Institut für Rechtsmedizin. Hier hat er auch den Lehrstuhl für Gerichtliche und Soziale Medizin inne. Am Mittwoch, 15. November, feiert er nun 65. Geburtstag.

    Patzelt wurde 1941 in Gablonz geboren. Er studierte Medizin an der Humboldt-Universität in Berlin, promovierte 1971 und erwarb die Bezeichnung Facharzt für Rechtsmedizin im Jahr 1975. Mit einer Arbeit über die Unterscheidbarkeit von Menschen durch Blutuntersuchungen habilitierte er sich 1984.

    1987 folgte Patzelt einem Ruf an die Universität Greifswald, wo er zwei Jahre später den Lehrstuhl für Gerichtliche Medizin und die Leitung des Instituts für Gerichtliche Medizin und Kriminalistik übernahm. Von Greifswald wechselte er 1993 nach Würzburg.

    Den Studierenden der Medizin bringt er bei, wie sie Körperverletzungen erkennen können und die ärztliche Leichenschau durchführen müssen. Er bespricht in seinen Vorlesungen auch Fragen zum rechtsgemäßen ärztlichen Handeln. Das alles macht Patzelt offenbar sehr gut, denn 2004 wurde er für seine herausragende Lehre mit dem Albert-Kölliker-Lehrpreis der Würzburger Medizinischen Fakultät ausgezeichnet.

    Seine Schwerpunkte in der Forschung liegen auf der Weiterentwicklung von DNA-Analysemethoden, mit denen sich an Tatorten gefundene Spuren – wie Haare oder Speichelreste an Zigarettenkippen – eindeutig bestimmten Personen zuordnen lassen. Außerdem befasst er sich mit rechtlichen und ethischen Aspekten aus dem Grenzbereich zwischen Leben und Tod.

    „Die Mitarbeiter des Instituts haben einen gewichtigen Anteil an der Aufklärung von Kriminalfällen in der Region“, sagt der Professor. So klären sie zum Beispiel die Ursachen bei nicht natürlichen Todesfällen, erledigen in Verkehrsrechts- und Betäubungsmittelsachen chemisch-toxikologische Arbeiten oder führen molekulargenetische Untersuchungen für die kriminalistische Spurenkunde und Identifizierung durch. Außerdem sind sie in der Abstammungsbegutachtung tätig, führen also auch Vaterschaftstests durch.

    Dieter Patzelt gehört der nationalen Spurenkommission an, ist Mitherausgeber der Zeitschrift „Rechtsmedizin“ und Mitglied in der Ethikkommission der Würzburger Medizinischen Fakultät. Über die Zukunft seines Lehrstuhls und des Instituts hatte es vor einigen Jahren Irritationen gegeben; eine mögliche Auflösung stand im Raum. Doch inzwischen hat die Universität im Einvernehmen mit der Fakultät den Erhalt der eigenen Rechtsmedizin beschlossen und die Stelle des Lehrstuhlinhabers zum 1.4.2007 ausgeschrieben.

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    Computerspiele als didaktische Chance?

    Interdisziplinäres Forum für Geschichtsthemen startet

    Das Geschichtsdidaktische Kolloquium an der Uni Würzburg versteht sich als interdisziplinäres Forum für Dozenten, Studierende und Lehrer sowie für Personen, die allgemein an geschichtlichen Themen interessiert sind. Es beginnt in diesem Wintersemester am Donnerstag, 16. November.

    Bei dem Kolloquium sollen Möglichkeiten und Probleme diskutiert werden, die sich bei der Vermittlung und der Rezeption von Geschichte ergeben. Lehrkräfte können sich die Teilnahme als Fortbildungsmaßnahme im Rahmen der regionalen Lehrerfortbildung bescheinigen lassen. Finanziell unterstützt wird das Kolloquium von den Freunden Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V.

    Die Vorträge beginnen immer donnerstags um 19.15 Uhr im Übungsraum 9 des Instituts für Geschichte im Philosophiegebäude am Hubland. Die Termine im Einzelnen:

    • 16. November: Forschendes Lernen im Geschichtsunterricht, Jörg Nellen, Würzburg
    • 23. November: Zum Ausklang eines Jubiläumsjahres. Die Erhebung Bayerns zum Königreich im Jahre 1806 als Gegenstand der bayerischen Erinnerungskultur, Prof. Dr. Hans-Michael Körner, München
    • 14. Dezember: Landesparlamentarismus im Geschichtsbewusstsein, Prof. Dr. Dirk Götschmann, Würzburg
    • 18. Januar: Geschichtsvermittlung in Computerspielen – Fiktion oder didaktische Chance?, Christoph Lades, Würzburg

    Weitere Informationen: Dr. Alexander Tittmann, Institut für Geschichte, T (0931) 888-5532, E-Mail: alexander.tittmann@mail.uni-wuerzburg.de

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    Architektur-Fotos in der Klinik

    Mit seinen Arbeiten will er Anstöße zur Diskussion über die zeitgenössische Architekturfotografie geben. Diese sieht er im Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Dokumentation und Interpretation angesiedelt. So beschreibt Harald Müller-Wünsche seine Arbeit. Der Würzburger Fotograf stellt jetzt einige seiner Werke bis 31. März auf der Station Heilmeyer der Medizinischen Klinik I (Josef-Schneider-Straße 2) aus. Titel der täglich geöffneten Schau: „MODERN TIMES fotografische abstraktionstendenzen input architektur“.

     

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    Preise für Mitarbeiter der Chirurgie

    Erfolg auf der Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft

    Die Jahrestagungen der Deutschen Transplantationsgesellschaft sind im Wissenschaftskalender der Würzburger Chirurgischen Klinik I immer ein wichtiger Termin. Zwei Wissenschaftler der Klinik wurden diesmal mit Preisen ausgezeichnet.

    Der Oberarzt Dr. Martin Gasser erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis der Firma Genzyme. Das Geld ist für sein Forschungsvorhaben „Spender-Hirntod-assoziierte Schädigung des Nierentransplantates: Verbesserung der Organqualität bei der postmortalen Spende“ bestimmt.

    Die Biotechnologin Anja Matuschek bekam den mit 1.000 Euro dotierten Posterpreis der Gesellschaft für ihre Arbeiten über die Bedeutung des CD45-Moleküls bei der Aktivierung von Makrophagen. Die Doktorandin in der Experimentellen Transplantations-Immunologie ist seit Mai dieses Jahres auch Stipendiatin im Würzburger Graduiertenkolleg „Immunmodulation“

    Außerdem wurde Dr. Christoph Otto in den wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft gewählt. Die 15. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft fand vom 19. bis 21. Oktober in München statt.

    Weitere Informationen: PD Dr. Christoph Otto, T (0931) 201-31712, E-Mail: Otto_C@chirurgie.uni-wuerzburg.de

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    Fort- und Weiterbildung

    Angebot im Dezember

    Im Rahmen des universitären Fort- und Weiterbildungsprogramms (Internet: www.uni-wuerzburg.de/fuer/beschaeftigte/fortbildung/) wird im Dezember nachstehende Veranstaltung angeboten.

    Richtiges Heben, Sitzen und Tragen
    Zielgruppe: Beschäftigte der Universität, die überwiegend eine sitzende Tätigkeit ausüben oder häufig schwer heben und tragen müssen. Nähere Informationen im Internet. Termin: Dienstag, 5. Dezember, 15.00 bis 17.00 Uhr. Ort: Neue Universität, Sanderring 2, Hörsaal 318. Anmeldung ab sofort, T 31-2471, Fax: 50122, E-Mail: betriebsarzt@mail.uni-wuerzburg.de

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    Sinfoniekonzert fällt aus

    Das für Sonntag, 19. November, um 20.00 Uhr in der Neubaukirche angekündigte Sinfoniekonzert der Hochschule für Musik muss ausfallen. Das teilte die Hochschule heute (15. November) mit. Das Konzertprogramm der Hochschule für Musik findet sich als pdf-Datei hier.

     

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    Kultur im Klinikum

    Das Universitätsklinikum zeigt im Rahmen seiner Reihe „Kultur im Klinikum“ eine Ausstellung mit Aquarellen und Ölgemälden von Andrea Großmann und Carlo Catoni. Die Werke sind bis Ende Januar täglich in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) in der Oberdürrbacher Straße 6 zu sehen. Andrea Großmann (44) präsentiert eine Auswahl von Aquarellen unterschiedlichster Art, Carlo Catoni, der 1950 in Italien geboren wurde, gibt auf seinen Ölgemälden vorwiegend Landschaften wieder.

     

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    Personalia

    Prof. Dr. Brigitte BURRICHTER, Lehrstuhl für romanische Philologie II, wurde vom Fachbereichsrat der Philosophischen Fakultät II zur Frauenbeauftragten gewählt. Ihre Amtszeit beginnt am 1.12.2006 und endet am 30.09.2007.

    Prof. Dr. Detlev DRENCKHAHN, Lehrstuhl für Anatomie II, wurde zum Studiendekan der Medizinischen Fakultät gewählt. Seine Amtszeit begann am 13.11.2006 und endet am 30.09.2007.

    Prof. Dr. Matthias FROSCH, Institut für Hygiene und Mikrobiologie, wurde zum Dekan der Medizinischen Fakultät gewählt. Seine Amtszeit begann am 13.11.2006 und endet am 30.09.2007.

    Dr. Thomas GOLL, Institut für Politische Wissenschaft und Sozialforschung, wird vom 01.11.2006 bis 31.03.2007 Sonderurlaub unter Fortfall der Leistungen des Dienstherrn gewährt zur Vertretung einer W 2-Professur für Fachdidaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Dortmund.

     


    Jubiläen

    25 Jahre

    Sylvia RENKER, Medizinische Klinik und Poliklinik I, am 14. November
    Antonius RIEMER, Neurologische Klinik und Poliklinik, am 11. November

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    Anzeige

    Ab dem Studienjahr 2007/2008 sucht die Evangelische Fachakademie für Sozialpädagogik Schweinfurt eine Dozentin/einen Dozenten zur

    Unterrichtserteilung im Fach Mathematik.

    In Frage kommen Lehrkräfte, die die Voraussetzung für die Erteilung von Mathematik-Unterricht an Gymnasien erfüllen oder Lehrkräfte mit dem Abschluss für das Lehramt an beruflichen Schulen (Zweitfach Mathematik). Der Lehrauftrag hat einen Umfang von 3 – 6 Wochenstunden. Dies könnte bei Interesse auch um weitere 4 – 6 Stunden erweitert werden. In Frage käme dabei ein weiterer Lehrauftrag im Fach „Mathematisch-naturwissenschaftliche Erziehung“ bzw. im Wahlfach-Bereich.

    Bewerbungen bitte an: Fachakademie für Sozialpädagogik der Evangelisch-Lutherischen Gesamtkirchengemeinde, z. Hd. Herrn Roßteuscher, T (09721) 730 680, E-Mail: verwaltung@fachakademie-schweinfurt.de

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