piwik-script

Deutsch Intern

    Ausgabe 34 - 07. November 2006


    Ausgabe 34 vom 7. November 2006


    Uni bekommt Stellen vom Freistaat zurück

    Aus dem Innovationsfonds - leichtes Plus zu verzeichnen

    In einem Innovationsbündnis beschlossen der Freistaat Bayern und seine Universitäten im Jahr 2005, das Fächerangebot an den Hochschulen zu optimieren. Im Zuge dieses Verfahrens gaben alle Universitäten Stellen in einen so genannten Innovationsfonds ab. Daraus wurden ihnen in einem Wettbewerb jetzt insgesamt 240 Stellen wieder zugesprochen.

    Es zeichne sich inzwischen ab, so Unipräsident Axel Haase, dass alle Hochschulen in etwa die Anzahl an Stellen zurückbekommen werden, die sie in den Fonds einbringen mussten: „In Würzburg haben wir sogar ein leichtes Plus zu verzeichnen.“

    Die 26,5 Stellen, die Würzburg nun bewilligt bekam, fließen in die Medizin, die Naturwissenschaften und die Asienforschung, aber auch in die Archäologie, Informatik und Psychologie:

    • Die Einrichtung eines Instituts für Klinische Epidemiologie und Biometrie soll die Übertragung von Erkenntnissen aus der biomedizinischen Grundlagenforschung in die klinische Anwendung fördern. Patienten sollen schneller von neu gewonnenem Wissen profitieren.
    • Beim Zentrum für bildgebende Verfahren (Bio-Imaging-Center) werden zwei weitere Arbeitsgruppen eingerichtet. Insgesamt sollen langfristig fünf Gruppen gebildet werden, die in verschiedenen Fakultäten angesiedelt sein können.
    • Die Zusammenarbeit der Südasienkunde (Indologie) mit den wirtschaftswissenschaftlichen Fächern wird gestärkt. Dadurch können sich BWL- und VWL-Studierende eine Zusatzqualifikation erwerben, ähnlich wie das in Kooperation mit den Chinawissenschaften schon seit Jahren möglich ist.
    • Die Chinawissenschaften (Sinologie) werden gestärkt und weiter ausgebaut, und zwar durch eine Juniorprofessur "Contemporary Chinese Studies" zuzüglich einer halben Stelle für wissenschaftliche Mitarbeiter.
    • Ausgebaut wird auch die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie. Dies soll den Prozess der Zentrenbildung in den Geisteswissenschaften weiter fördern.
    • Die Bereitstellung einer Lehrprofessur für den internationalen Elitestudiengang „Space Science and Technology“ in der Informatik sowie einer Juniorprofessur auf dem Gebiet der Nanosysteme in der Physik unterstützt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
    • Zusammen mit der Uni Bamberg wird ein universitätsübergreifendes Promotionskollegs zum Thema „Biopsychologie“ entstehen.

    Insgesamt 600 Stellen mussten die bayerischen Universitäten in den Innovationsfonds einbringen. Bis 2008 fließen diese Stellen wieder an die Hochschulen zurück. 60 Prozent davon sind für Bereiche vorgesehen, welche die Universitäten in ihren Zielvereinbarungen mit dem Freistaat für den Ausbau vorgesehen haben. In Würzburg sind dies der Studiengang „Technologie der Funktionswerkstoffe“, das neu zu errichtende Zentrum für Musikforschung Nordbayern und ein Naturwissenschaftliches Didaktikzentrum. Um die restlichen 40 Prozent der Stellen konnten sich die Universitäten nun bewerben.

    To top


    Nobelpreisträger spricht im Biozentrum

    Wenn in einer Zelle neue Proteine hergestellt werden, dann kennen diese nicht nur ihren Bestimmungsort – sie sind auch mit den nötigen Reiseplänen ausgestattet. Für diese Entdeckung bekam Günter Blobel 1999 den Nobelpreis verliehen. Der ausgezeichnete Forscher kommt am Dienstag, 14. November, an die Uni Würzburg zur „Rudolf Virchow Vortragsreihe“. Mit der Einladung hierzu will die Medizinische Fakultät hochkarätige Wissenschaftler ehren.

    Blobel hält im Hörsaal A 101 des Biozentrums am Hubland einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Traffic Across the Nuclear Pore Complex“, Beginn: 17.15 Uhr. Blobel, der 1936 in Waltersdorf in Schlesien geboren wurde, studierte Medizin in Deutschland. 1962 ging er an die Universität von Wisconsin in die USA. Vier Jahre später wechselte er an die Rockefeller University (New York), wo er bis heute tätig ist. Derzeit arbeitet er über den Transport von Molekülen durch die Hülle des Zellkerns, über die Organisation des Chromatins an der Kernhülle und über den Proteintransport in der Zelle.

    To top


    Shakespeare-Studienausgabe hat große Ziele

    Wissenschaftspreis für Professor Rüdiger Ahrens

    Die Max-Geilinger-Stiftung in Zürich hat dem Würzburger Professor Rüdiger Ahrens ihren Stiftungspreis 2007 zuerkannt. Der Anglist erhält die Auszeichnung, die mit insgesamt 30.000 Schweizer Franken dotiert ist, zu gleichen Teilen mit den Professoren Andreas Fischer (Zürich) und Ulrich Suerbaum (Bochum).

    Ahrens bekommt den Preis für seine Tätigkeit als Mitherausgeber der Englisch-Deutschen Studienausgabe der Dramen Shakespeares. In dieser Ausgabe sind von den 36 Dramen des großen englischen Weltliteraten beim Stauffenburg-Verlag in Tübingen bisher 24 Bände erschienen, zuletzt die Tragödie „Hamlet“.

    Prof. Rüdiger Ahrens (Foto privat)

    In der aufwändigen Studienausgabe ist laut Ahrens neben einer neuen zeitgemäßen Übersetzung auch eine detaillierte Einleitung enthalten, die auf die wichtigsten Interpretationsansätze sowie auf die Bühnenrezeption des jeweiligen Dramas eingeht. Wie es im allgemeinen Vorwort der Herausgeber heißt, ist es das Ziel jeder Übersetzung, „dem Leser den Shakespeareschen Text und seine genaue Bedeutung so nahe zu bringen, wie dies zur Zeit möglich ist, und darüber hinaus die zu einem vertieften Verständnis notwendige Information zu geben.“

    Den hoch gesteckten Zielen der Studienausgabe dienen auch die umfangreichen Anmerkungen zur Klärung schwieriger Wörter und Sachverhalte. Hinzu kommen ein detaillierter Szenenkommentar mit bühnenpraktischen Hinweisen und ein aktuelles Literaturverzeichnis zu den einzelnen Dramen.

    Mit diesem großen Informationsangebot, das dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand Rechnung trägt, möchte die Studienausgabe im deutschsprachigen Raum alle Wissenschaftler und Studierenden sowie alle Englischlehrer mit ihren Schülern der Kollegstufe erreichen. Angesprochen sind außerdem alle Theaterleute, die sich als Dramaturgen, Regisseure, Bühnenbildner oder Schauspieler um eine theatergerechte Präsentation der Shakespeare-Texte bemühen. Schließlich will die Studienausgabe auch Übersetzer dazu inspirieren, in Shakespeares komplexen Textwelten nach neuen Möglichkeiten der Bedeutungskonstitution Ausschau zu halten.

    Die Arbeit an diesem literaturwissenschaftlichen Großprojekt wurde bisher von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Schweizer Nationalfonds, der Deutschen Shakespearegesellschaft, die auch die Schirmherrschaft übernommen hat, sowie weiteren Drittmittelgebern unterstützt.

    Rüdiger Ahrens, der an der Uni Würzburg von 1980 bis 2004 den Lehrstuhl für Englische Fachdidaktik und Kulturwissenschaft der englischsprachigen Länder innehatte, wurde für seine wissenschaftlichen Arbeiten mehrfach geehrt und ausgezeichnet – unter anderem mit dem Order of the British Empire, einer Ehrenpromotion durch die Partneruniversität Caen und einer Honorarprofessur der chinesischen Universität Nanchang.

    Ahrens ist Ehrenmitglied im Deutschen Anglistenverband und wurde in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste berufen. 2005 verlieh ihm das American Biographical Institute in Washington D.C. den International Peace Prize. Sein wissenschaftliches Engagement für Shakespeare dokumentiert sich auch in zahlreichen Buchpublikationen und Aufsätzen.

    Den Preis der Max-Geilinger-Stiftung bekommt er Anfang 2007 in Zürich verliehen. Die Stiftung wurde von dem Schweizer Juristen und Schriftsteller Max Geilinger (1884-1948) zur Pflege der deutsch-britischen Kulturbeziehungen ins Leben gerufen.


     

    To top

     


    Neu: Bayerisch-Chinesisches Hochschulzentrum

    Würzburger Professor Dieter Kuhn im Direktorium

    Die Universität Bayreuth hat gemäß ihren Zielvereinbarungen mit dem bayerischen Wissenschaftsministerium das Bayerisch-Chinesische Hochschulzentrum errichtet.

    Professor Dieter Kuhn, der an der Uni Würzburg den Lehrstuhl für Philologie des Fernen Ostens innehat, wurde nun als eines von drei Mitgliedern des Direktoriums benannt, dem die Leitung des Zentrums obliegt. Dessen Aufgabe besteht darin, in allen Fachrichtungen die Zusammenarbeit zwischen chinesischen und bayerischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu fördern und zu intensivieren.

    Das beinhaltet Kooperationen in Forschung und Lehre, den Austausch von Studierenden und Lehrenden, den Aufbau einer Informations- und Kontaktstelle sowie den Erfahrungsaustausch, insbesondere auch zwischen den bayerischen Hochschulen und der Wirtschaft. Um diese Ziele zu erreichen, ist unter anderem eine Reihe von Förderprogrammen vorgesehen.

    To top


    Studienpreis für zwei Würzburger Informatiker

    VDE zeichnet Entwicklung mobiler Outdoor-Roboter aus

    Patrick Dietz und Stephan Busch können zufrieden sein. Nicht nur, weil die beiden Informatiker für ihre Diplomarbeiten jeweils die Note 1,0 erhalten haben. Jetzt hat ihnen auch noch der Verband der Elektrotechnik Nordbayern den VDE-Studienpreis 2006 verliehen. Ausgezeichnet werden damit ihre Soft- und Hardware-Entwicklungen für Roboterfahrzeuge im unwegsamen Gelände, welche die beiden im Rahmen ihrer Diplomarbeiten entwickelt haben. Der Preis ist mit insgesamt 500 Euro dotiert.

    „Ein robuster Einsatz mobiler Roboter im Außenbereich war bislang nur in Spezialfällen realisierbar. Der von den beiden Ingenieuren entwickelte Roboter schnitt bereits beim ‚First European Land Robotics Trial 2006’ in europaweiter Konkurrenz hervorragend ab“, begründet der VDE seine Entscheidung.

    Preis für Roboterforschung (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Karl-Werner Jäger (VDE-Vorsitzender Nordbayern), Patrick Dietz und Klaus Schilling. Stefan Busch konnte an der Feier nicht teilnehmen, weil er als SpaceMaster-Student zurzeit an seiner Master-Thesis im finnischen Helsinki arbeitet. (Foto privat)

    Patrick Dietz hat in seiner Diplomarbeit ausgehend von bewährten Roboterfahrzeugen unterstützende autonome Fahrfunktionen für ein ferngesteuertes Roboterfahrzeug konzipiert, entwickelt und realisiert. Insbesondere ging es ihm darum, Sensoren, mit denen der Roboter die Umwelt erkennen soll, mit einer geeigneten Software zu verknüpfen, damit das Fahrzeug die empfangenen Signale richtig interpretieren kann.

    Stephan Buschs Arbeit setzt an einem anderen Punkt an: Wenn ferngesteuerte mobile Roboter ein Gelände erkunden sollen, stellt dies hohe Anforderungen an den menschlichen Bediener. Einerseits soll das Fahrzeug möglichst schnell vorankommen, andererseits hat der Lenker nur wenig Einblick in das Gelände. Damit der Roboter nicht am ersten Hindernis hängen bleibt, hat Busch untersucht, welche Fahrassistenzsysteme bei der Wegplanung helfen können, damit der Fahrauftrag anschließend zum gewünschten Erfolg führt. Dabei untersuchte er vor allem so kritische Situationen wie das Anfahren oder Bremsen und schnelle Kurvenfahrten.

    Patrick Dietz und Stephan Busch haben ihre Diplomarbeiten am Lehrstuhl für Technische Informatik der Universität Würzburg erstellt.

    Ansprechpartner: Prof. Dr. Klaus Schilling, T (0931) 888-6647; E-Mail: schi@informatik.uni-wuerzburg.de

    To top


    Uni plant zentrale eLearning-Plattform

    Der Bereich Multimedia-Dienste am Rechenzentrum wird seit Mitte Oktober von Christian Wilk geleitet. Neu im Team ist auch Bernhard Ludewig. Die personelle Erneuerung ist einer großzügigen Unterstützung durch die Dr.-Herbert-Brause-Stiftung (Würzburg) zu verdanken. Zusammen mit Robert Schüler werden Wilk und Ludewig sich nun vorrangig der Aufgabe widmen, eine zentrale eLearning-Plattform auszuwählen und zu implementieren. Grundlage hierfür ist der Medienentwicklungsplan, den die Ständige Kommission für Angelegenheiten der Universitätsbibliothek und des Zentrums für Sprachen und Mediendidaktik im Sommer 2005 beschlossen hat. Weitere Informationen über die Aufgaben und Aktivitäten des Bereichs Multimedia-Dienste finden sich im Internet unter www.rz.uni-wuerzburg.de/dienste/multimedia/

    To top


    Naturschutz in der Praxis

    Vortragsreihe im Biozentrum startet am 14. November                                                           

    Auch in diesem Semester bietet der Lehrstuhl für Tropenbiologie und Tierökologie der Universität Würzburg eine Vortragsreihe zum Thema „Angewandter Naturschutz“ an. Die Vorträge finden, mit Ausnahme des ersten, jeweils donnerstags um 17.15 Uhr im Hörsaal A 102 im Biozentrum am Hubland statt. Die Themen:

    14. November 2006:       „Das BayernNetzNatur Projekt SINNAllianz - Die Praxis des Auenschutzes“ mit Dr. Stephan Kneitz, Koordinationsbüro SINNAllianz (Bad Kissingen)

     

    23. November 2006:       „Das Artenhilfsprogramm Wiesenweihe in Mainfranken - Erfolgreiches Schutzprojekt von europäischer Bedeutung“ mit Dipl. Biol. Claudia Pürckhauer und Ralf Krüger, Landesbund für Vogelschutz (Würzburg)

     

    18. Januar 2007:              „Zurück in die Zukunft - Halboffene Weidelandschaften und Wildnisgebiete“ mit Dr. Uwe Riecken, Bundesamt für Naturschutz (Bonn)

     

    25. Januar 2007:              „Nachhaltigkeit und Biodiversität - Wie gestalten wir unsere Zukunft?“ mit Prof. Dr. Manfred Niekisch (Universität Greifswald und IUCN)

     

    1. Februar 2007:             „Der Lachs im Rhein - Die Rückkehr eines Charismatikers“ mit Dr. Jörg Schneider (BFS Frankfurt)

    To top


    Kolloquium über althistorische Forschung

    Zum 75. Geburtstag von Professor Dieter Timpe

    Zu Ehren von Professor Dieter Timpe findet am Freitag und Samstag, 10. und 11. November, im Toscanasaal der Residenz das Kolloquium „Teilhabe für das Ganze. Althistorische Forschung als Geschichtswissenschaft“ statt. Der Althistoriker feierte am 3. November seinen 75. Geburtstag.

    Dieter Timpe, geboren 1931 in Halle an der Saale, hatte von 1964 bis 1997 an der Universität den Lehrstuhl für alte Geschichte inne. Durch seine Forschungen und Veröffentlichungen, die sich mit zentralen Fragen der Alten Geschichte vom archaischen Griechenland bis in die römische Spätantike beschäftigen, wurde er international bekannt. Sein besonderes Augenmerk gilt der antiken Geschichtsschreibung, der frühen römischen Kaiserzeit und den römisch-germanischen Beziehungen.

    Dieter Timpe studierte ab 1950 Geschichte, Philosophie und Klassische Philologie an den Universitäten Berlin (FU), Basel und Freiburg. In der Stadt im Breisgau wurde er 1956 auch promoviert. Nach der Habilitation 1963 wurde er 1964 Professor in Kiel. Zum Wintersemester 1964 kam er dann nach Würzburg.

    Timpe ist ordentliches Mitglied der Bayerischen und korrespondierendes Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften sowie ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. Die Universität Halle hat ihm die Ehrendoktorwürde verliehen. Dem Wissenschaftskolleg in Berlin gehörte er 1988/89 als Fellow an, der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik in München von 1978 bis 1998. Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft wirkte er von 1991 bis 2000 als Fachgutachter.

    Veranstalter des Kolloquiums sind das Würzburger Altertumswissenschaftliche Zentrum in Zusammenarbeit mit den Instituten für Geschichte der Universitäten Bremen und Würzburg sowie dem Institut für Klassische Altertumskunde der Uni Kiel. Die Vorträge laufen am Freitag von 14.00 bis 19.00 Uhr, am Samstag von 9.30 bis 17.30 Uhr. Die Gerda-Henkel-Stiftung fördert die Veranstaltung.

    Vortragsprogramm (pdf)

    To top


    Festakt im Martin-von-Wagner-Museum

    Zum 75. Geburtstag von Professor Rolf Sprandel

    Am Donnerstag, 9. November, begeht der Würzburger Historiker Professor Rolf Sprandel seinen 75. Geburtstag. Kollegen, Schüler und Weggefährten überreichen ihm am Freitag, 10. November, in der Gemäldegalerie des Martin-von-Wagner-Museums bei einem Festakt eine umfangreiche Festschrift.

    Rolf Sprandel wurde 1931 in Hamburg geboren. Ab 1951 studierte er Geschichte in Freiburg, Göttingen und Bonn. 1955 wurde er in Freiburg promoviert. Aus dem gemeinsamen „Freiburger Arbeitskreis“, der eine ganze Generation von Lehrstuhlinhabern hervorbrachte, kommen auch etliche der in der Festschrift vertretenen Autoren.

    1957 ging Sprandel nach Paris, wo er zu den wissenschaftlichen Mitarbeitern der ersten Stunde des 1958 gegründeten „Centre Allemand de Recherches Historiques“ (seit 1984 „Deutsches Historisches Institut Paris“) zählte. 1961 folgte in Freiburg die Habilitation über Ivo von Chartres und seine Stellung in der Kirchengeschichte. Die frankophile Neigung ließ Sprandel während der Freiburger Dozentenjahre nicht los. Auch später kehrte er immer wieder einmal nach Paris zurück, so etwa zu einem längeren Studienaufenthalt 1977/1978.

    Von 1973 bis 2000 war er an der Universität Würzburg Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der mittelalterlichen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. In mehr als 25 Jahren Forschung und Lehre in Würzburg entstanden unter anderem zahlreiche Arbeiten, die für die Stadt- und Landesgeschichte zentral sind.

    Die Leitwörter im Titel der Festschrift zu Sprandels Geburtstag greifen jene drei großen Bereiche der Geschichte auf, die im Zentrum seiner wissenschaftlichen Arbeit stehen: Wirtschaft – Gesellschaft – Mentalitäten im Mittelalter. Herausgeber der Schrift sind Hans-Peter Baum, Rainer Leng und Joachim Schneider (Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte 107), Franz-Steier-Verlag, Stuttgart 2006, 792 Seiten.

    To top


    Pflegeschüler streben Doppelqualifizierung an

    Erstmals Schulversuch mit 24 Teilnehmern                                                                                

    Seit dem 1. Oktober bietet die Staatliche Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum der Uni Würzburg als Schulversuch erstmals die Doppelqualifizierung „Berufsausbildung und Fachhochschulreife“ an. Die Absolventen schaffen sich so die Möglichkeit, später an einer Fachhochschule beispielsweise Pflegemanagement oder Pflegepädagogik studieren zu können.

    An dem Schulversuch nehmen 24 Schülerinnen und Schüler teil. Sie absolvieren ihre drei Jahre dauernde Berufsausbildung in der Kranken- oder Kinderkrankenpflege sowie der Logopädie. Parallel dazu versuchen sie, die Fachhochschulreife zu erwerben. Der hierfür nötige Zusatzunterricht findet samstags statt.

    Gegen Ende des dritten Schuljahres müssen die Schüler neben der staatlichen Abschlussprüfung in ihrem jeweiligen Gesundheitsberuf eine zusätzliche Prüfung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik ablegen, um die Fachhochschulreife zu erwerben. Die Note in Sozialkunde wird vom Jahreszeugnis des ersten Ausbildungsjahres übernommen.

    Die Gesamtorganisation obliegt der Staatlichen Berufsfachschule für Krankenpflege am Uniklinikum. Auch die Schülerinnen der Staatlichen Berufsfachschule (BFS) für Kinderkrankenpflege nutzen die Möglichkeit der Zusatzqualifikation.

    Außerdem wurden mit folgenden unterfränkischen Schulen Kooperationsverträge geschlossen: BFS für Krankenpflege der Rot-Kreuz-Klinik in Würzburg; BFS für Kinderkrankenpflege am Mönchbergklinikum in Würzburg; BFS für Krankenpflege am Krankenhaus St. Josef in Schweinfurt; BFS für Krankenpflege der Haßberg-Kliniken in Haßfurt; BFS für Logopädie, Würzburg.

    Weitere Informationen: Gesine Hilse, T (0931) 201-50476, Fax (0931) 201-50569, E-Mail: hilse.g.krpfl.bfs@klinik.uni-wuerzburg.de

    Diese Pflegeschüler möchten parallel zu ihrer Berufsausbildung auch die Fachhochschulreife erwerben. (Foto BFS für Krankenpflege)

    To top


     Workshop für Lehrkräfte an Sprachenzentren

    Thema: Erstellung von UNIcert®-Prüfungsmaterialien                                                             

    Am Samstag, 11. November, findet im Informatik-Institut der Uni Würzburg am Hubland von 8.00 bis 18.00 Uhr ein Fortbildungsworkshop für Lehrkräfte an Hochschul-Sprachenzentren statt. Erwartet werden über 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland.

    Der Workshop dient dem Austausch von Erfahrungen über die Erstellung von UNIcert®-Prüfungsunterlagen im hochschulspezifischen Sprachunterricht. Zudem werden Probleme und Lösungen diskutiert, die sich im Zusammenhang mit dem Erstellen der Prüfungsunterlagen ergeben.

    UNIcert® ist ein Fremdsprachen-Zertifikationssystem, das akkreditierte akademische Institutionen in die Lage versetzt, auf vier Stufen hochschulspezifische Fremdsprachenabschlüsse zu verleihen, die über unterschiedliche Sprachen und Institutionen hinweg vergleichbare Kompetenzniveaus attestieren.

    Den Workshop-Teilnehmern bietet sich die Möglichkeit, Praxisbeispiele zu diskutieren und gemeinsam eine UNIcert®-Sprachprüfung oder -Teilprüfung zu erstellen, um theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden. Es wird jeweils eine Arbeitsgruppe für Deutsch als Fremdsprache, Italienisch, Spanisch sowie für Russisch und andere slawische Sprachen geben. Für Englisch sind insgesamt drei, für Französisch zwei Arbeitsgruppen geplant.

    Den Auftakt bilden zwei Plenarvorträge. Annie-Ursula Petermann von der Université Marc Bloch in Straßburg stellt das französische Pendant zur Sprachprüfung UNIcert® vor, den CLES. Micheál Ó Dúill von der FH Rosenheim spricht dann über Erfahrungen und Empfehlungen im Zusammenhang mit UNIcert®-Stufenabschlussprüfungen. Weitere Informationen unter

    www.uni-wuerzburg.de/zsm/unicertworkshop2006/

    To top


    Feier für 53 promovierte Juristen

    Die Professoren der Juristischen Fakultät sind in ihre traditionelle Amtstracht gekleidet, die schwarz-rote Robe. Würdevoll und gemessenen Schrittes ziehen sie in die Neubaukirche ein – dieser Augenblick markiert stets den Beginn der Promotionsfeier der Fakultät. Am Freitag, 10. November, um 14.15 Uhr ist es wieder soweit. Nach dem Einzug begrüßt Dekan Professor Klaus Laubenthal die Gäste. Den Festvortrag hält Professor Dieter H. Scheuing über das Thema „Zur Verfassung der Europäischen Union“. Im Namen der frisch promovierten Juristen spricht dann Christoph Ritzer ein Grußwort. Es folgen die Präsentation der Promotionsthemen und die Übergabe der Urkunden. Auf insgesamt 53 Promotionen kann die Fakultät zurückblicken. Für Musik sorgt bei der Feier Professor Louis H. Debes, der die Schuke-Orgel spielt.

    To top


    Muslime in Deutschland - deutsche Muslime

    Das Bundesinnenministerium hat seinen achten Studierenden-Wettbewerb über aktuelle innenpolitische Fragen ausgeschrieben. Das Thema heißt diesmal „Muslime in Deutschland – deutsche Muslime“. Der Wettbewerb soll Studierende aus möglichst vielen Fachrichtungen dazu anregen, sich über dieses Thema Gedanken zu machen. Er wird in den Kategorien Wissenschaftliche Ausarbeitung, Essay/Reportage sowie Fotografie ausgeschrieben. Insgesamt werden Preise in Höhe von 15.000 Euro vergeben. Die pro Kategorie jeweils ersten, zweiten und dritten Preise sind mit 2.500, 1.500 und 1.000 Euro dotiert. Weitere Informationen über den Wettbewerb stehen im Internet.

    To top


    Personalia

    Kurt BAIER, Akademischer Oberrat, Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie, wurde mit Wirkung vom 01.11.2006 zum Akademischen Direktor ernannt.

     Dr. Birgitta FUCHS wird vom 02.11.2006 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.03.2007, übergangsweise auf der Planstelle eines Universitätsprofessors für Empirische Bildungsforschung beschäftigt.

     Prof. Dr. Manfred GESSLER, Theodor-Boveri-Institut für Biowissenschaften, hat einen Ruf auf die W3-Professur für Biochemie/Molekularbiologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena erhalten.

     Hermann GÖTZ, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, wird mit Ablauf des Monats Oktober in den Ruhestand versetzt.

     Prof. Dr. Margareta GÖTZ, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik, wurde zur Frauenbeauftragten der Philosophischen Fakultät III gewählt. Stellvertreterin ist Prof. Dr. Gisela MÜLLER-BRANDECK-BOCQUET. Die Amtszeit dauert bis 30.09.2007.

     Prof. Dr. Barbara HAHN, Lehrstuhl für Geographie III – Allgemeine und angewandte Wirtschaftsgeographie, wurde vom Fachbereichsrat der Fakultät für Geowissenschaften zur Frauenbeauftragten für die Amtszeit vom 1.10.2006 bis 30.07.2007 gewählt.

     PD Dr. Sven HAMMERSCHMIDT, Zentrum für Infektionsforschung, wurde eine W2-Professur für Mikrobiologie an der Universität München (LMU) angeboten.

     Uwe REICHEL, stellvertretender Leiter der Universitätsbibliothek, tritt mit Ablauf des Monats Oktober 2006 in den Ruhestand.

     Prof. Dr. Horst F. RUPP, Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik, wurde im Oktober zum Vorsitzenden der „Konferenz der an der Lehrerbildung beteiligten Evangelischen Theolog(inn)en in Bayern“ (KLT) gewählt.

     PD Dr. Michael STEINERT, Institut für Molekulare Infektionsbiologie, wurde eine W2-Professur an der der Universität Braunschweig angeboten.


    Jubiläen

    40 Jahre

    Daniele HERBST, Kinderklinik und Poliklinik, am 19. Oktober

     
    25 Jahre

    Anita BETZ, Lehrstuhl für Pharmazeutische Chemie, am 3. November

    Rainer BRAUNER, Physikalisches Insitut, am 1. November

    Donatus KIECHLE, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, am 1. November

    Johanna MANGER, Personalrätin, am 1. November

    Norbert MORITZ, Technischer Betrieb, am 1. November

    Rita PRELL, Universitätsbibliothek, am 1. November

    Ria STADTEL, Zentralverwaltung, am 1. November

    Sybille THOMSEN, Staatliche Berufsfachschule für Technische Assistenten in der Medizin, am 1. November

    Johanna VOGT, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, am 3. November

    Gabriela WEIS, Klinischer Wirtschafts- und Reinigungsdienst, am 1. November

    To top