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    Ausgabe 28 - 26. September 2006


    Ausgabe vom 26. September 2006


    Über die Geschichte der Festung Marienberg

    Öffentliche Tagung des Zentrums für Geschichte

    Man sollte meinen, die Festung Marienberg in Würzburg sei wegen ihrer historischen Bedeutung wissenschaftlich hinlänglich erforscht. Genau das trifft aber nicht zu, sagt Professor Helmut Flachenecker vom Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte der Uni. Über den Stand der Forschung und deren weitere Ziele wird nun bei einer Tagung informiert, die allen Bürgern offen steht.

    Wo sonst sollte der Vortrags- und Diskussionsreigen stattfinden als im Tagungszentrum der Festung selbst? Veranstalter dort sind das Zentrum für Geschichtswissenschaft der Uni Würzburg, die Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte sowie die Stadt Würzburg.

    Die Referate laufen am Freitag, 29. September, ab 15.00 Uhr. Den Hauptvortrag hält um 20.00 Uhr der Kunsthistoriker Professor Stefan Kummer. Sein Thema: „Die Umformung der mittelalterlichen Burg Marienberg in der Renaissance und im Barock“. Im Anschluss steht ein Spaziergang zum Maschikuli-Turm auf dem Programm. Am Samstag, 30. September, dauert die Tagung von 9.00 bis circa 13.00 Uhr.

    Wie kein anderes Bauwerk prägt die Festung das Bild der Stadt Würzburg. Diese verdankt dem Marienberg aber weitaus mehr als nur ihr weltweit bekanntes Erscheinungsbild – nämlich ihren Ursprung als Siedlungsstandort und ihre Entwicklung zum Bischofssitz, zur Stadt und zu einem bedeutenden Herrschaftszentrum Frankens.

    „Die Festung ist auch das Stein gewordene Resultat der Bemühungen vergangener Generationen, den stets neuen Herausforderungen und Ansprüchen gewachsen zu sein, den der politische, kulturelle und technische Wandel zu jeder Zeit mit sich brachte“, so die Organisatoren vom Zentrum für Geschichtswissenschaft. Und sie sei eine Manifestation herrschaftlichen Durchsetzungswillens und fürstlicher Macht. Außerdem lege sie Zeugnis ab über die erstaunliche Leistungsfähigkeit der vorindustriellen Baukunst und den hohen Organisationsgrad einer noch weithin landwirtschaftlich geprägten Gesellschaft.

    Schließlich lasse sich am Wandel des Marienbergs auch der Umgang einer Gesellschaft mit ihrem kulturellen Erbe nachvollziehen: vom Herrschaftszentrum und einer Landesfestung über das Zwischenstadium einer verwahrlosten Militärliegenschaft zum geschützten und aufwendig restaurierten Baudenkmal.

    Ein Forschungsprojekt, das am Zentrum für Geschichtswissenschaft angesiedelt ist, verfolgt vornehmlich folgende Ziele: Zum Ersten ist der aktuelle Forschungsstand zum Komplex „Marienberg“ zu umreißen. Die Geschichte des Bergs soll von den mittelalterlichen Anfängen bis zur Gegenwart möglichst umfassend erforscht werden. Es ist zudem geplant, die gewonnenen Ergebnisse der Öffentlichkeit in einer Ausstellung mit einem wissenschaftlichen Begleitband zu präsentieren.

    Zum Zweiten sind künftige Forschungsfelder zu beschreiben: Welche Fragestellungen wirft der Marienberg auf? Über welche Möglichkeiten verfügt die Forschung, sich mit diesen auseinanderzusetzen und wie lassen sich diese Forschungen sinnvoll abgrenzen und koordinieren?

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Helmut Flachenecker, T (0931) 888-5530, E-Mail:

    helmut.flachenecker@mail.uni-wuerzburg.de

    Programm der Tagung „Vnser Frawenberg: Herrschaftssitz – Burg – festes Schloss – Festung“:

    Freitag, 29. September:

    15.00 Uhr: Begrüßung

    15.30 Uhr: Die mittelalterliche Burg als Landesfestung und Archivsitz, Helmut Flachenecker (Würzburg)

    16.45 Uhr: Nürnberger Humanisten auf der Marienfeste, Franz Fuchs (Würzburg)

    17.30 Uhr: Aspekte des Festungsbaus im späten 17. Jahrhundert, Ursula Huber (Neubrandenburg/Bamberg)

    18.15 Uhr: Die Festung als panegyrischer Ort, Stefan Römmelt (Würzburg)

    20.00 Uhr: Die Umformung der mittelalterlichen Burg Marienberg in der Renaissance und im Barock, Stefan Kummer (Würzburg)

    Samstag, 30. September:

    9.00 Uhr: Die Festung Marienberg beim Übergang an Bayern, Dirk Götschmann (Würzburg)

    9.45 Uhr: Ausbauprojekte und Ausbaumaßnahmen der Festung Marienberg in der Zeit des Königreichs, Thomas Tippach (Münster)

    11.00 Uhr: Die Festung Marienberg als Gefangenlager für französische Offiziere, Achim Fuchs (München)

    11.45 Uhr: Die Entfestigung Würzburgs, Harm-Hinrich Brandt (Würzburg)

    12.30 Uhr: Schlussdiskussion



    Ein Pieks gegen Hirnhautentzündung

    3. Meningokokken-Workshop

    Meningokokken sind Bakterien, die bei Kleinkindern und Jugendlichen Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen verursachen. Für rund neun Prozent der Betroffenen in Deutschland verlaufen diese Infektionen tödlich. Insgesamt etwa 800 Fälle pro Jahr sind in der Bundesrepublik zu verzeichnen.

    Da die Erreger übertragbar sind und immer wieder regelrechte Ausbrüche der Erkrankung beobachtet werden, ist für präventive Maßnahmen eine gute Zusammenarbeit zwischen Mikrobiologen, dem öffentlichen Gesundheitsdienst und Klinikern von großer Bedeutung.

    2006 hat die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (Berlin) einen Impfstoff gegen eine Untergruppe (Serogruppe C) der Meningokokken empfohlen. Diese Empfehlung sowie die Entwicklung der Epidemiologie, die Forschung über die Entstehung der Krankheit und das klinische Management kommen beim 3. Meningokokken-Workshop zur Sprache.

    Zu dieser Tagung werden rund 70 Gäste aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst sowie Mikrobiologen und Kliniker erwartet. Sie findet am Donnerstag, 5. Oktober, von 9.15 bis 16.30 Uhr in den Residenzgaststätten in Würzburg statt. Veranstaltet wird sie vom Nationalen Referenzzentrum für Meningokokken, das am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Uni Würzburg angesiedelt ist. Organisatoren des Workshops sind die Professoren Matthias Frosch und Ulrich Vogel, die das Referenzzentrum leiten.

    In Deutschland befassen sich 16 Nationale Referenzzentren im Auftrag des Robert-Koch-Instituts mit Infektionserregern, die den Menschen befallen. Das Meningokokken-Zentrum ist seit 2002 am Würzburger Hygiene-Institut angesiedelt. Hier laufen alle Informationen über aktuelle Meningitis-Fälle in Deutschland zusammen, hier werden die Erreger isoliert und typisiert und daraus Empfehlungen für die Gesundheitsämter bei deren Vorgehen zum Schutz der Bevölkerung abgeleitet.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Ulrich Vogel, T (0931) 201-46802, uvogel@hygiene.uni-wuerzburg.de

    http://www.meningococcus.de/


    Von Spins und tödlichen Strahlen

    Vortragsreihe „Physik am Samstag“ startet

    Für Schüler, Lehrer und andere Interessierte bietet die Fakultät für Physik und Astronomie der Uni Würzburg die Vortragsreihe „Phsik am Samstag“ an. Präsentiert werden aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Technologie.

    Los geht’s am 7. Oktober mit dem Vortrag „Biophysik: Ein Herz für Spins“ von Professor Peter Jakob. Dieser sowie alle weiteren Referate der Reihe beginnen um 10.30 Uhr im Max-Scheer-Hörsaal im Hörsaalbau der Naturwissenschaften am Hubland: „Tödliche Strahlen aus dem Weltall: Vom Ursprung der kosmischen Strahlung“ (Professor Karl Mannheim, 4. November), „Reise in die Nanowelt: Strukturen auf atomarer Skala“ (Jörg Schäfer, 2. Dezember), „Besser Ski fahren mit Physik“ (Tobias Brixner, 3. Februar). Im Durchschnitt kommen jeweils über 200 Zuhörer zu den Vorträgen. Schüler können sich Anregungen für Facharbeiten holen oder Kontakte zu Studierenden und Professoren knüpfen. Mehr Informationen über die Vorträge finden sich auf der Homepage von „Physik am Samstag“:

    https://www.physik.uni-wuerzburg.de/aktuelles/oeffentlichkeit/physik_am_samstag/

     


    Ein Wein für die Wissenschaftsmeile

    Bürgerspital spendet der Universität

    Eine Scheck über rund 1300 Euro hat das Weingut Bürgerspital der Universität Würzburg überreicht. Das Geld stammt aus dem Verkaufserlös des „Uni-Weins“.

    Zum 600-jährigen Jubiläum der Universität Würzburg gab es 2002 den ersten „Uni-Wein“ – eine Sonderfüllung des Weingut Bürgerspitals auf dem traditionellen Bocksbeutel.

    Scheckübergabe im Bürgerspital. Foto: Gunnar Bartsch

    Im Sommer 2005 kam der Nachfolger auf den Markt: ein Pinot-Cuvée aus Weiß- und Grauburgunder, abgefüllt in eine Bordeauxflasche. 5086 Flaschen hat das Bürgerspital innerhalb eines Jahres davon verkauft. Weil die Universität vom Erlös 25 Cent pro Flasche erhält, konnte nun Dr. Michael Rückert, Leitender Stiftungsdirektor des Bürgerspitals, einen Scheck über 1271,50 Euro an Unipräsident Axel Haase und Kanzlerin Heidi Mikoteit-Olsen überreichen. Auf diesem Weg wolle das Weingut seine Verbundenheit mit der Universität demonstrieren, sagte Rückert bei der Scheckübergabe. Schließlich seien beides „Institutionen, die Spuren in der Stadt hinterlassen haben“.

    Dankbar zeigte sich Haase für diese „freundliche Unterstützung“. In einer Zeit, in der die staatliche Finanzierung „nicht mehr üppig sprudelt“, sei es für die Universität besonders wichtig, private Geldgeber zu finden. Mit dem Scheck wird die Uni die „Wissenschaftsmeile Röntgenring“ unterstützen. Dort soll es demnächst eine Ausstellung über die ehemals in Würzburg tätigen Nobelpreisträger geben, zu der auch ein Buch erscheinen wird.

    Inzwischen hat das Weingut Bürgerspital einen dritten Sonderbocksbeutel kreiert, der den „Nobelpreisträgern in Würzburg“ gewidmet ist. Zur Verwendung kam dafür ein 2005er Riesling von der Würzburger Abtsleite. Der Bocksbeutel ist für 7,50 Euro beim Bürgerspital erhältlich.


    Gekonnt Tagungen organisieren

    Kostenloser Workshop im Maritim-Hotel

    Für Veranstaltungsplaner der Universität sowie für Alle, die mit der Organisation von Symposien, Kongressen und anderen Veranstaltungen betraut sind, findet am Donnerstag, 19. Oktober, ein kostenloser Workshop im Maritim-Hotel statt.

    Einen geeigneten Veranstaltungsort finden, die Gäste verköstigen, Raum und Tische dekorieren, sich um die technische Ausstattung für Vorträge kümmern und ein Rahmenprogramm organisieren. Wissenswertes unter anderem zu diesen Themen soll bei dem Workshop vermittelt werden, der von 14.00 bis 18.00 Uhr dauert.

    Andreas Havlik, Bankettleiter des Maritim-Hotels, referiert über die Veranstaltungsorganisation. Mit der Tisch- und Tafeldekoration befassen sich dann die stellvertretende Maritim-Restaurantleiterin Gabriele Beuchert und Silvia Reim von der Firma „greenlife“ aus Veitshöchheim. David Schmitt von der Agentur Acanto macht Vorschläge für das Rahmenprogramm, Claus Lauter von der „meeting manager gmbh“ (Hamburg) spricht schließlich über das webbasierte Veranstaltungsmanagement.

    Interessenten müssen sich bei Petra Wolf anmelden, Fax (0931) 3053-900, T (0931) 3053-839, pwolf.wur@maritim.de


    Personalia

    PD Dr. Leonhard KNOLL, Universitätsprofessor im privatrechtlichen Dienstverhältnis, wird vom 01.11.2006 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.12.2006, übergangsweise auf der halben Planstelle eines Universitätsprofessors der Besoldungsgruppe W 3 für Betriebswirtschaftslehre, Personalwesen und Organisation beschäftigt.

    Dr. Christoph SCHUBERT, Wissenschaftlicher Assistent, Lehrstuhl für englische Sprachwissenschaft, wurde mit Wirkung vom 13.09.2006 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Englische Philologie" erteilt.

    Dr. Ilka MINDT, Wissenschaftliche Assistentin, Lehrstuhl für englische Sprachwissenschaft, wurde mit Wirkung vom 13.09.2006 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Englische Philologie" erteilt.

     

    Dienstjubiläen 40 Jahre

    Elisabeth KRAUS, Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie, am 5. September

    Dienstjubiläen 25 Jahre

    Angela LINDENAU, Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie, am 16. Oktober