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    Ausgabe 27 - 19. September 2006


    Ausgabe vom 19. September 2006


    Sanfter Druck hilft Doktoranden

    Studie: Wissenschaftlicher Nachwuchs will bessere Betreuung

    Viele Doktoranden in Bayern sind unzufrieden. Sie wünschen sich an den Unis eine kontinuierliche Betreuung und spezielle „Research Trainings", um ihre wissenschaftliche Methodenkompetenz zu verbessern.

    Das ist das Ergebnis einer Studie des Bayerischen Staatsinstituts für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) in München. Die Analyse stärke die Position der Befürworter einer Reform des Promotionswesens durch die Einführung neuer verbindlicher Standards in Ausbildung und Betreuung, so das IHF in einer Pressemitteilung.

    Für ihre Studie mit dem Titel „Promovieren an den Universitäten in Bayern" befragte das IHF im Wintersemester 2003/04 alle Doktoranden und Professoren an bayerischen Universitäten und Forschungseinrichtungen. „Die Mehrheit der Doktoranden erhält nicht die fachliche Betreuung und wissenschaftliche Förderung, die sie sich wünscht", resümieren die Autoren. „Vor diesem Hintergrund plädiert ein Großteil der Befragten für eine Reform der Doktorandenausbildung."

    Der Trend geht demnach klar zu mehr „strukturierten Promotionsstudien" nach dem Vorbild der anglo-amerikanischen Doctoral Studies. In den USA müssen die Nachwuchswissenschaftler an den Graduate Schools nicht nur ihre Dissertation verfassen, sondern auch ein festes Ausbildungsprogramm durchlaufen.

    Solche Programme gibt es bereits an hiesigen Hochschulen, auch an der Uni Würzburg. Doktoranden erfahren dabei eine intensivere fachliche Betreuung und haben häufigere Leistungskontrollen als Kollegen, die ohne Einbindung in ein Programm als wissenschaftliche Mitarbeiter beschäftigt sind. Die Betreuung ist klar organisiert: An die Stelle des traditionellen Doktorvaters treten mehrere Betreuer, die sich regelmäßig mit den Doktoranden treffen und sie unterstützen.

    Mit der Untersuchung liegen nun empirische Daten vor, so das IHF, die Orientierung geben bei den Bemühungen von Hochschulen und Politik, die Qualität der Doktorandenausbildung in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Aus der Untersuchung gehe aber auch hervor, dass eine Mehrheit der befragten Professoren die strukturierten Promotionsstudien nicht als alleinigen Königsweg betrachtet. Nur 13 Prozent der Professoren stimmen der Forderung nach einem Einheitsmodell zu. Die Mehrheit sieht die strukturierten Promotionsstudien also als Ergänzung, nicht als Alternative zu den bisherigen Promotionsmodellen.

    Eine Reform des Promotionswesens kommt laut IHF vor allem den Bedürfnissen der Studierenden in den Natur- und Wirtschaftswissenschaften entgegen. Diese Klientel sei mit einem zunehmend internationalen Arbeits- und Wissenschaftsmarkt konfrontiert. Ausbildungswege und Forschungsbetrieb müssten sich deshalb in der weltweiten Konkurrenz immer stärker angleichen.

    Auch die lange Dauer einer deutschen Promotion werten die Autoren der Studie vor diesem Hintergrund als Schwäche. In den Natur- und Wirtschaftswissenschaften promoviere in Bayern deshalb bereits etwa die Hälfte der Doktoranden in einem strukturierten Promotionsstudium. Dazu zählen neben den Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auch Graduate Schools und spezielle Promotionsstudiengänge. Ausnahme seien die Rechtswissenschaften: Die IHF-Studie zeigt deutlich, dass sich hier die Reformmodelle nicht durchsetzen konnten.

    Weiteres Ergebnis der Untersuchung: Das Anfertigen einer Doktorarbeit unter der Anleitung eines erfahrenen Betreuers reicht für die berufliche Zukunft vieler Doktoranden nicht mehr aus. Wer auch nach einer erfolgreichen Promotion weiterhin wissenschaftlich arbeiten will, erwartet ein Research Training. Dies gilt auch für viele, die eine Karriere außerhalb der Hochschule anstreben. In der Promotionsphase wollen sie alle gezielter an das wissenschaftliche Arbeiten, an Methoden und Theorien herangeführt werden. Ein solches Research Training umfasst neben den fachspezifischen auch außerfachliche Lehrangebote, etwa Kurse zum wissenschaftlichen Schreiben.

    Weitere Informationen: Dr. Susanne Falk, T (089) 21234-405


    Verhaltensstörungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern

    Fachtagung des Zentrums für Lehrerbildung

    Verhaltensauffälligkeiten und Verhaltungsstörungen von Schülern sind immer häufiger zu beobachten. Sie stellen daher mittlerweile für Lehrer aller Schularten ebenso wie für viele Eltern ein kaum zu bewältigendes Problem dar. Aus gegebenem Anlass veranstaltet das Zentrum für Lehrerbildung der Uni Würzburg in Kooperation mit dem Bereich Schule der Regierung von Unterfranken und der Staatlichen Schulberatungsstelle eine Fachtagung, auf der man sich über die neuesten Erkenntnisse zum Thema informieren kann.

    Zielgruppe sind Lehrer aller Schularten, Schulpsychologen, praktisch tätige Pädagogen, Kinder- und Jugendpsychiater sowie alle, die an dem Thema interessiert sind. Die Tagung findet statt am Freitag und Samstag, 13. und 14. Oktober, im Unigebäude am Wittelsbacherplatz.

    Für die Hauptvorträge wurden mit den Professoren Manfred Döpfner von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters Köln, Gerhard Lauth, der den Lehrstuhl für Psychologie und Psychotherapie an der Heilpädagogischen Fakultät der Uni Köln innehat, und Roland Stein, Inhaber des Lehrstuhls für Sonderpädagogik in Würzburg, renommierte Experten gewonnen.

    Neben den Vorträgen bieten zahlreiche Symposien und Workshops zwei Tage lang Einblick in den neuesten Stand der Forschung und in mögliche Strategien zur Bewältigung des Problems in der Praxis. Die Themenpalette reicht von Gewaltprävention über ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom) bis hin zu Angst- und Entwicklungsstörungen.

    Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro, Mitglieder des Zentrums für Lehrerbildung zahlen zehn Euro. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Interessierte Studierende der Uni Würzburg sind ebenfalls eingeladen. Für sie ist die Teilnahme kostenlos; auch sie müssen sich jedoch anmelden, da nur maximal 50 zugelassen werden können.

    Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Zentrums für Lehrerbildung. Anmeldung bei: Ingrid Göbel, T (0931) 888-4862.


    Sensationsnote für Freischützen

    Spitzenleistungen der Jura-Absolventen

    Im voll besetzten Audimax der Sanderring-Uni nahmen die 108 erfolgreichen Kandidaten des Ersten Juristischen Staatsexamens Ende Juli ihre Abschlusszeugnisse entgegen.

    Zum zweiten Mal in Folge gelang es einem Jurastudenten, die Schallmauer zur Note „sehr gut" zu durchbrechen: Domenic Zahn schaffte als „Freischütze" nach neun Semestern mit 14,95 Punkten eine Sensationsnote, so Studiendekanin Inge Scherer. Dafür bekam er den mit 3.000 Euro dotierten Wolfgang-Kuhlen-Preis, den die Dr.-Otto-Schäfer-Stiftung (Schweinfurt) verleiht.
    Zahn lobte in seiner Dankesansprache die deutlich verbesserte und mittlerweile sehr umfangreiche universitäre Examensvorbereitung.

    Landgerichtspräsident Peter Schauff berichtete, dass es an der Würzburger Juristenfakultät 2,5 Prozentpunkte mehr Prädikatsexamen gebe als im bayerischen Durchschnitt. Zudem werde diese überdurchschnittliche Quote bereits zum wiederholten Male festgestellt.

    Die Professoren Oliver Remien, Olaf Sosnitza, Eckhard Pache und Christoph Weber händigten dann den Absolventen des Europäischen Begleitstudiums die Abschlusszeugnisse aus, aufgrund derer die Absolventen den Titel „Europajurist" führen dürfen. Remien betonte, dass die Würzburger Juristenfakultät mit diesem europarechtlichen Studiengang bundesweit eine Alleinstellung habe.

    „Die Studienzahlen im Europäischen Begleitstudium steigen kontinuierlich an", sagte er. „Viele Studierende entscheiden sich für Würzburg als Studienort wegen unseres Europäischen Begleitstudiums." Auch auf diesem Sektor habe die Würzburger Juristenfakultät frühzeitig die Weichen in die Zukunft gestellt.

     


    Keine Langeweile in den Herbstferien

    Kinderbetreuung des Uni-Familienservice


    “Natur erleben im Herbst”: der Uni-Familienservice hat sich auch für die kommenden Herbstferien wieder ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Auf einem rieigen naturbelassenen Freigelände mit angrenzendem Wald können die Kinder nach Herzenslust spielen und herumtoben.

    Gemietet wurde hierfür das Anwesen “Spielhaus & Spielgarten Heuchelhof”. “Wir werden erleben, dass man auch im Spätherbst den ganzen Tag draußen verbringen kann, und spüren wie gemütlich es ist, dazwischen bei warmen Tee in der Hütte zu sein”, sagt Diplom-Pädagogin Karena Lapot, die den Freizeitplan zusammengestellt hat und die Kinderbetreuung organisiert. Teilnehmen können Kinder (fünf bis zwölf Jahre) aller Angehörigen der Hochschule und des Klinikums sowie von Mitgliedern des Fördervereins “Unizwerge e.V.”.

    Für alle, die den Familienservice zunächst einmal kennenlernen und sich über vergangene und zukünftige Ferienbetreuungsangebote informieren möchten, findet außerdem am Mittwoch, 4. Oktober, 16.30 bis 18.30 Uhr, im Mehrzwecksaal des Mensagebäudes am Hubland ein “Unizwergeferien-Nachtreffen” statt.

    Nähere Informationen zur Ferienbetreuung und zur Infoveranstaltung sind hier zu finden.
    Fragen beantwortet: Karena Lapot, T (0931)888-4342

     


    Dynamic Microscopy am Virchow-Zentrum

    Teilnahme am Symposium jetzt kostenlos

    Beim Workshop mit Symposium "Dynamic Microscopy" am Rudolf-Virchow-Zentrum/ DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin der Uni Würzburg sind noch einige Plätze frei. Von Montag bis Mittwoch, 9. bis 11. Oktober, bekommen Einsteiger Einblicke in die Dynamische Mikroskopie. Fortgeschrittene können eigene Proben mit neuen Methoden und Geräten untersuchen. Wer nur zum Symposium kommt, für den ist die Teilnahme dank der Sponsoren kostenlos möglich.

    Der Kurs richtet sich an alle Mikroskopie-Enthusiasten aus dem Bereich der Naturwissenschaften und der Medizin. Interessierte bekommen gleich zwei Kurse in einem, denn "Dynamic Microscopy" ist Workshop und Symposium. In diesem Jahr wird das Symposium mit der Professorin Zena Werb (University of California, San Francisco, USA) beginnen. Weitere hochrangige Mikroskopie-Fachleute sind: Ernst Stelzer (Heidelberg), Robert Hoffman (San Diego), Maxime Dahan (Paris) und Ann Kennworthy (Nashville).

    „Mit unserem Programm haben wir den einzigen Kurs, der Einzel-Molekül-Mikroskopie, dynamische konfokale Mikroskopie, FRAP und Multiphotonmikroskopie gezielt sowohl für Naturwissenschaftler als auch für Mediziner anbietet“, so einer der Organisatoren, Gregory Harms. Am "Demonstrations-Tag" werden Kenntnisse zu speziellen Themengebieten wie TIRF, FRET, FLIM und FCS auf neuen "state-of-the-art-Mikroskopen" vermittelt. Doch es bleibt nicht bei der Demonstration – die Teilnehmer können die Mikroskope mit ihren eigenen Proben testen. Daher ist das Mitbringen eigener Proben ausdrücklich gewünscht.

    Die Teilnahme an allen drei Tagen kostet 100 Euro (Studenten: 75 Euro). Darin enthalten sind das Mittagessen an allen Tagen und der Eintritt zur Abendveranstaltung. Wer nur zum Symposium (9.10.) und Demo-Tag (11.10.) kommen will, für den ist bei vorheriger Anmeldung die Teilnahme jetzt kostenlos - denn die im vorab ausgeschriebene Teilnahmegebühr von 20 Euro pro Person kann nun mit zusätzlichen Sponsoreneinnahmen getilgt werden. „Wir freuen uns, dass uns so viele Sponsoren unterstützen. Wir wollen diesen Benefit an die Teilnehmer weitergeben“, so Gregory Harms.

    Hier weitere Informationen und Anmeldung.


    Gesunde Kinder und Jugendliche für Studie gesucht

    Für eine Studie zur Informationsverarbeitung sucht die Uni Würzburg gesunde Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren. Untersucht werden Koordinationsfähigkeit, Hirnstromaktivität (EEG) und Muskelreaktionen (EMG). Die Untersuchungen sind schmerzfrei und haben keine Nebenwirkungen; der Zeitaufwand beträgt rund vier Stunden. Es werden auch Gendaten erhoben und Fragebögen vorgelegt. Als Dankeschön für die Teilnahme gibt es zwei Kinogutscheine. Alle Daten werden streng vertraulich behandelt und anonym wissenschaftlich ausgewertet. Weitere Informationen gibt es bei Claudia Bähne unter der Telefonnummer (0931) 201-77440 oder bei Annette Conzelmann, (0931) 31-2847. Die Studie wird vom Lehrstuhl für Psychologie I und der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie durchgeführt.


    Saxophonkonzert in der Neurologie

    Das „clair-obscur Saxophonquartett" gastiert am Donnerstag, 28. September, im Rahmen der Konzertreihe „Musik in der Neurologie" an der Uni Würzburg. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Feldman, Nyman, Pierné und Martinu. Das 1998 in Berlin gegründete Quartett besteht aus Jan Schulte-Bunert, Maike Krullmann, Christoph Enzel und Kathi Wagner. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Hörsaal der Neurologischen Klinik, Josef-Schneider-Straße 11.



    Vom Schweigen des Papstes und vom Gymnasium in Bayern

    Neue Wintervortragsreihe des Unibundes

    Die Entwicklung von Arzneimitteln, das bayerische Gymnasium, die Geschichte des Colosseums in Rom … das sind nur einige der Themen, die der Universitätsbund Würzburg bei seiner Wintervortragsreihe 2006/07 in Städten und Gemeinden rund um Würzburg anbietet. Erstmals umfasst das Programm über 80 Vorträge.

    Mit dieser Initiative trägt der Unibund die Vielfalt der Forschung an der Hochschule in mittlerweile 21 Orte in Main- und Tauberfranken. Für viele Zuhörer ist es oft die erste Gelegenheit, das Arbeitsgebiet eines Wissenschaftlers kennenzulernen und ihn nach Herzenslust befragen zu können.

    Einmal mehr hat der Unibund ein umfangreiches, thematisch weit gespanntes Vortragsprogramm zusammengestellt, an dem alle Fakultäten der Universität mitwirken. 30 Wissenschaftler bieten unentgeltlich insgesamt 82 naturwissenschaftliche, medizinische, juristische, wirtschafts- und geisteswissenschaftliche Themenabende an.

    Den Auftakt macht am Dienstag, 19. September, der Volkskundler Christoph Daxelmüller in Arnstein. Er spricht zum Thema „Betteljuden, Händler, Wirtschaftspioniere. Juden und die Geschichte Frankens vom 18. bis zum 20. Jahrhundert". Bis in den April hinein befassen sich die Vorträge dann unter anderem mit dem Schweigen von Papst Pius XII und der nationalsozialistischen Weltanschauung, mit dem Einkaufen und Versteigern im Internet, mit Drogengefährdung und Prävention bei Kindern, Deutschland als Einwanderungsland.

    Weitere Themen sind die Zukunft der Arbeit, was wir dafür lernen können und ob die Lehrerausbildung und das bayerische Gymnasium hierfür fit sind. Der Biologe Martin Heisenberg informiert über das Gehirn von Fliegen und Menschen, der Mathematiker Christian Klingenberg erklärt, warum die Mathematik den Weg vom Urknall bis zum Menschen verstehen hilft. Und ob der Zustand „wunschlos glücklich zu sein" wirklich die Garantie für ein gelingendes Leben bietet, thematisiert der Philosoph Karl Mertens.

    Der Unibund dankt den beteiligten Wissenschaftlern für ihr großes Engagement. Viele von ihnen treten gleich mehrfach zu Vorträgen an. Allein der Betriebswirt und Wirtschaftsinformatiker Rainer Thome wird in elf Städten zu hören sein. An sieben Orten kann man den Archäologen Ulrich Sinn erleben, an jeweils fünf den Theologen Dominik Burkard, den Juristen Olaf Sosnitza, den Pädagogen Matthias Erhardt und den Pharmazeuten Ingfried Zimmermann.
    Abgerundet wird das Programm durch ein Konzert des Akademischen Orchesters unter der Leitung von Hermann Freibott am 1. Februar 2007 in Bad Neustadt. Hier gibt es eine Übersicht über alle Vorträge.


    Erinnerung an Würzburgs letzte Ruine

    Ruchti-Stiftung nimmt Neubau in Angriff

    Die Wilhelm-H.-Ruchti-Stiftung zur Förderung der Wissenschaften an der Universität Würzburg hat mit dem Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses in der Virchowstraße 10 begonnen. Das neue Haus wird fünf Geschosse beinhalten und voraussichtlich im Herbst 2007 bezugsfertig sein.

    Im Erdgeschoss wird die Stiftung selbst Räume beziehen und künftig ihren Sitz haben. Geplant ist auch ein 30 Quadratmeter großer, technisch auf dem neuesten Stand eingerichteter Tagungs- und Seminarraum, der künftig für universitäre Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden soll.

    An der Außenfassade wird ein vier Meter breites und zehn Meter hohes Teil der alten Seitenfassade integriert. Abends angestrahlt, soll dies an das alte Haus des Stifters Wilhelm H. Ruchti erinnern. Dieser hatte 57 Jahre in Würzburgs letzter Ruine gelebt und sein gesamtes Vermögen der nach ihm benannten Stiftung zur Förderung der Uni Würzburg hinterlassen.



    Walter Sebald feiert Geburtstag

    Asthma-Mittel entwickelt, Firma gegründet

    Der Inhaber des Lehrstuhls für Physiologische Chemie II im Biozentrum der Uni Würzburg hat Geburtstag: Professor Walter Sebald wird am Donnerstag, 21. September, 65 Jahre alt. Den Lehrstuhl hat er seit inzwischen über 20 Jahren inne.

    Walter SebaldIn der Wissenschaft kann Walter Sebald etliche Erfolge vorweisen, beispielsweise in der Allergie-Forschung. Unter anderem hat er mit seinem Team Varianten des körpereigenen Botenstoffs Interleukin-4 hergestellt. Diese Stoffe wurden dann mit der Bayer AG bis hin zur klinischen Erprobung als Anti-Asthma-Mittel weiterentwickelt.

    Gemeinsam mit den Würzburger Kieferchirurgen Jürgen Reuther und Norbert Kübler hat Sebald außerdem körpereigene Substanzen so verändert, dass sie die Heilung von Knochendefekten deutlich verbessern. Auf diesem Feld ist auch die Osteogenetics GmbH mit Sitz in Würzburg tätig, die 1998 von den drei Forschern gegründet wurde: Die Firma stellt die neuartigen Knochen-Wachstumsfaktoren auf biotechnologischem Wege her. Seit 2001 ist Sebald Geschäftsführer des Unternehmens.

    Die Studenten kennen den Professor vor allem aus seiner Biochemie-Hauptvorlesung für Mediziner und Zahnmediziner. Der Betreuung von Doktoranden widmet er sich unter anderem im Graduiertenkolleg „Regulation des Zellwachstums" oder im MD/PhD-Programm. Letzteres ermöglicht es fertig ausgebildeten Medizinern, auch noch einen Doktortitel in Naturwissenschaften zu erwerben.

    Geboren wurde Walter Sebald 1941 in Memmingen. Er studierte Chemie in München und wurde dort 1970 promoviert. Vier Jahre später habilitierte er sich an der Medizinischen Fakultät der Uni München für das Fach Physiologische Chemie. 1978 wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Gesellschaft für Biotechnologische Forschung nach Braunschweig. Dort war er zuletzt Kommissarischer Leiter der Abteilung Cytogenetik; 1986 folgte er dem Ruf an die Uni Würzburg. Seit 2002 ist Sebald Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.


    Dieter H. Scheuing wird 65

    Wesentlichen Beitrag zur europäischen Ausrichtung der Jura-Fakultät geleistet

    Am Sonntag, 24. September, begeht Professor Dieter H. Scheuing seinen 65. Geburtstag. Seit 1983 gehört er dem Lehrkörper der Universität Würzburg an. Sein besonderes Interesse und Engagement gilt der europäischen Integration.

    Dieter ScheuingDieter H. Scheuing (Foto privat) wurde 1941 in Stuttgart geboren. Er studierte Rechtswissenschaft in Hamburg, München, Tübingen und Freiburg im Breisgau sowie – als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes – in Paris. 1973 promovierte er an der Universität Paris II zum „Docteur en droit" mit einer preisgekrönten Arbeit über französisches und europäisches Subventionsrecht. Während seines Referendardienstes war er als Praktikant bei der EG-Kommission in Brüssel tätig.

    An der Universität Tübingen habilitierte er sich 1978 für öffentliches Recht. Von 1978 bis 1983 war er dann Professor für öffentliches Recht an der Universität Köln. Seit 1983 ist er Ordinarius für deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht an der Universität Würzburg. Hier leitet er auch das Europäische Dokumentationszentrum.

    In den Jahren 1993 und 1994 war er Dekan der Juristischen Fakultät. 1995 wurde sein Lehrstuhl mit Förderung durch die Europäische Kommission ein Jean-Monnet-Lehrstuhl für Europarecht. Außerdem ist er seit 1999 Sprecher des von ihm mitbegründeten, interdisziplinären Europäischen Jean-Monnet-Zentrums der Universität.

    Professor Scheuing hat wesentlich zur europäischen Ausrichtung der Lehre und Forschung an der Juristischen Fakultät beigetragen. An deren europarechtlichen Studiengängen (Begleitstudium im Europäischen Recht, Aufbaustudiengang Europäisches Recht) hat er maßgeblich mitgewirkt.

    Dem Europarecht ist auch die Mehrzahl seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen gewidmet. Hierbei stehen Fragen des europäischen Verfassungs-, Verwaltungs- und Umweltrechts im Zentrum seiner Untersuchungen. Er ist Mitherausgeber der europarechtlichen Schriftenreihe „IUS EUROPAEUM" sowie eines Großkommentars zum Bundes-Immissionsschutzgesetz.

    Zur Verabschiedung des Jura-Professors in seinen am 1. Oktober beginnenden Ruhestand fand Ende Juli ein Symposium über „Europäisches öffentliches Recht" in der Würzburger Residenz statt. Bei dieser Gelegenheit haben ihm Freunde und Mitarbeiter einen von ihnen herausgegebenen Sammelband mit ausgewählten Beiträgen von Prof. Scheuing zum Europäischen öffentlichen Recht überreicht.


    Feier für Otto Meyer

    Der Historiker war ein geschätzter akademischer Lehrer

    Am 21. September wäre der Historiker Professor Otto Meyer 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass lädt das Zentrum für Geschichtswissenschaft der Uni zu einer akademischen Feier ein.

    Otto Meyer, der am 11. Januar 2000 im Alter von 93 Jahren in Hösbach bei Aschaffenburg gestorben ist, hatte von 1962 bis zu seiner Emeritierung 1974 einen Lehrstuhl an der Uni Würzburg inne. Auch in den Jahren danach, bis ins hohe Alter, wirkte er weiter als geschätzter akademischer Lehrer, der einen großen Schülerkreis um sich versammelte.

    Die Feier zu seinen Ehren findet am Samstag, 23. September, ab 14.00 Uhr im Hörsaal 5 des Philosophiegebäudes am Hubland statt. Dort gibt es Kurzvorträge über diese Themen zu hören: „Franconia. Zum lateinischen Namen Frankens" (Prof. Dr. Jürgen Petersohn), „Lupold von Bebenburg und sein Liber privilegiorum ecclesiae Herbipolensis" (Prof. Dr. Alfred Wendehorst), „Humanismus in Franken. Albrecht von Eyb und seine Eheschriften" (Prof. Dr. Matthias Thumser).



    Personalia

    Eine Freistellung für Forschung im Wintersemester 2006/07 wurde bewilligt:

    Prof. Dr. Alfred Forchel, Physikalisches Institut
    Prof. Dr. Joachim Hoffmann, Institut für Psychologie

    Eine Freistellung für Forschung im Sommersemester 2007 wurde bewilligt:

    Prof. Dr. Reinhold Rückl, Institut für Theoretische Physik und Astrophysik

    In einigen Fakultäten wurden die Frauenbeauftragten und ihre Stellvertreterinnen gewählt. Die Amtszeit läuft jeweils von 01.10.2006 bis 30.09.2007:

    Katholisch-Theologische Fakultät: Prof. Dr. Stephan Ernst. Stellvertreterin: Barbara Berndt. Medizin: Prof. Dr. Karin Ulrichs. Stellvertreterinnen: Prof. Dr. Esther Asan, PD Dr. Ute Felbor, Dr. Dr. Annette Kolb-Mäurer, PD Dr. Eleni Koutsilieri, Dr. Johana-Elena Sold-Darseff, Prof. Dr. Angelika Stellzig-Eisenhauer und Prof. Dr. Kathleen Wermke. Philosophische Fakultät I: Dr. Helga Stahl. Stellvertreterin: Dr. Ursula Kolat. Chemie und Pharmazie: Dr. Doris Feineis. Stellvertreterin: Prof. Dr. Tanja Schirmeister. Geowissenschaften: Stellvertreterin: Prof. Dr. Helga de Wall. Die Frauenbeauftragte soll in der ersten Sitzung des Fachbereichs im Wintersemester gewählt werden. Wirtschaftswissenschaften: Ulrike Müller.

    Jürgen Albrecht, Regierungsamtmann bei der Verwaltung des Klinikums, wurde mit Wirkung vom 16. September 2006 zum Regierungsamtsrat ernannt.

    PD Dr. Marion Bönnighausen, Universität Duisburg-Essen, wird vom 01.09.2006 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.03.2007, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der Besoldungsgruppe W3 für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur beschäftigt.

    PD Dr. Joseph Classen, Neurologische Klinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 07.08.2006 die Lehrbefugnis für das Fach "Neurologie und Klinische Neurophysiologie" erteilt. Gleichzeitig wurde er zum außerplanmäßigen Professor bestellt.

    Dr. Tobias Egger, Apotheke des Klinikums, wurde unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe mit Wirkung vom 01.08.2006 zum Pharmazierat z. A. ernannt.

    Dr. Matthias Eyrich, Akademischer Rat z. A., Kinderklinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 31. August 2006 unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zum Akademischen Rat ernannt.

    Dr. Stefan Frantz, Medizinische Klinik und Poliklinik I, wurde mit Wirkung vom 10.08.2006 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Innere Medizin" erteilt.

    Prof. Dr. Franz Theodor Fürsich, Institut für Palöontologie, wurde am 12.07.2006 vom Fachbereichsrat zum Prodekan der Fakultät für Geowissenschaften gewählt. Seine Amtszeit: 01.10.2006 bis 30.09.2007.

    Prof. Dr. Dag Nikolaus Hasse, übergangsweise beschäftigt als Universitätsprofessor der BesGr. W2 für Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte der griechisch-arabisch-lateinischen Tradition, wurde mit Wirkung vom 10.07.2006 endgültig zum Universitätsprofessor auf dieser Stelle ernannt.

    PD Dr. Leonhard Knoll wird vom 01.11.2006 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.12.2006, auf der halben Planstelle eines Universitätsprofessors der Besoldungsgruppe W3 für Betriebswirtschaftslehre, Personalwesen und Organisation beschäftigt.

    Dr. Boris Kramer, Oberarzt in der Abteilung Neonatologie des Universitätsklinikums Maastricht, wurde mit Wirkung vom 07.08.2006 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Pädiatrie" erteilt.

    Dr. Markus Luster,, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, wurde mit Wirkung vom 07.08.2006 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Nuklearmedizin" erteilt.

    Dr. Sanjay Mathur, Leibnitz-Institut für Neue Materialien, wurde mit Wirkung vom 07.08.2006 unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zum Universitätsprofessor der BesGr. W2 für Anorganische Chemie ernannt.

    Ulrike Mellin, Regierungsrätin z. A. beim Vorstand des Klinikums, wird mit Wirkung vom 01.10.2006 zur Regierungsrätin ernannt.

    Dr. Ilka Mindt, Lehrstuhl für englische Sprachwissenschaft, wurde mit Wirkung vom 13.09.2006 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet"Englische Philologie" erteilt.

    Dr. Konrad Neukam, Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie, wurde mit Wirkung vom 1. September 2006 zum Akademischen Direktor ernannt.

    PD Dr. Bruno Pfuhlmann, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, wurde mit Wirkung vom 1. September 2006 zum Akademischen Oberrat ernannt.

    Dr. Stefan Rutkowski, Kinderklinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 22. August 2006 unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zum Akademischen Rat ernannt.

    Dr. Wolfgang Schrader, Augenklinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 1. September 2006 zum Akademischen Direktor ernannt.

    Dr. Frank Schröder wird vom 01.11.2006 bis zur endgültigen
    Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 28.02.2007, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der Besoldungsgruppe W3 für Geographie II - Kulturgeographie beschäftigt.

    Dr. Christoph Schubert, Lehrstuhl für englische Sprachwissenschaft, wurde mit Wirkung vom 13.09.2006 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Englische Philologie" erteilt.

    Prof. Dr. Phuoc Tran-Gia, Lehrstuhl für Informatik III, wurde zum Adjunct Professor im Department of Computer Science and Software Engineering der University of Canterbury/New Zealand ernannt.

    PD Dr. Wolfgang Walter, wird weiterhin vom 01.08.2006 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.03.2007, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der BesGr. W3 für Allgemeine Soziologie und politische Theorien beschäftigt.

    Dienstjubiläen 25 Jahre:

    Anna Borsos, Institut für Röntgendiagnostik, am 18. August
    Margit Scheiner, Institut für Hygiene und Mikrobiologie, am 24. August
    Gertrud Dingfelder, Zentralverwaltung, am 1. September
    Barbara Erk, Augenklinik und Poliklinik, am 1. September
    Wolfgang Heid, Klinik und Poliklinik für Kinder- u. Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, am 1. September
    Marianne Jörg, Pathologisches Institut, am 1. September
    Annliese Köstler, Augenklinik und Poliklinik, am 1. April
    Peter Lenz, Lehrstuhl für Psychologie I, am 2. August
    Irmgard Nierla, Großküche des Klinikums, am 1. September
    Ingrid Rauch, Augenklinik und Poliklinik, am 4. August
    Renate Scheurer, Chirurgische Klinik und Poliklinik, am 1. September
    Katharina Weigand, Großküche des Klinikums, am 1. September
    Sieglinde Wiesen, Psychiatrische Klinik und Poliklinik, am 1. September


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