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Ricarda

2008 bis 2011 habe ich "Political and Social Studies" studiert. 2008 wurde der Bachelorstudiengang erstmalig angeboten.

Aktuell arbeite ich als Comedy-Autorin und Podcasterin. Außerdem produziere ich selber Podcasts im Rahmen meiner eigenen Podcast-Agentur und erstelle Podcast-Konzepte für Unternehmenspodcasts. Mit meinem Podcast „Busenfreundin“ habe ich Mitte 2018 begonnen und seitdem 114 Episoden rausgebracht. Ich begrüße jede Woche einen Gast/eine Gästin aus der Queer-Szene oder Menschen, die die LGBTIQ-Bewegung supporten. Bisher hatte ich beispielsweise Moderator Jochen Schropp, Schlagersängerin Kerstin Ott, Autorin Sarah Kuttner oder Moderatorin Ruth Moschner im Podcast. Ich unterhalte mich allerdings nicht nur mit Promis, sondern auch mit meinen Hörer*innen, die ihre persönlichen Geschichten erzählen. Mir ist das Gespräch im Podcast sehr wichtig, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen und meine Hörer*innen auf diese sehr intime Reise mitzunehmen.

Nach meinem Studium an der Uni Würzburg habe ich rund sechs Jahre als Referentin in der Unternehmenskommunikation eines Handelskonzerns in Köln gearbeitet. Nebenbei schrieb ich in meiner Freizeit als Gag-Autorin bereits für Comedians und TV-Shows. Anfang 2020 habe ich mich selbstständig gemacht und arbeite jetzt hauptberuflich als Comedy-Autorin und Podcasterin.

Als Autorin schreibe ich Sketche, Bühnenprogramme und Comedy-Sets. Außerdem schreibe ich zum aktuellen Zeitpunkt für zwei Dramedy-Serien im Fiktion-Bereich. 2018 gründete ich einen Podcast, der sich mit meiner Homosexualität auseinandersetzte. „Busenfreundin“ zählt aktuell mit rund 100.000 monatlichen Abrufen zum erfolgreichsten Queer Infotainment im deutschsprachen Raum. Durch die Erfahrung, die ich als Podcasterin gesammelt habe und meiner Zeit in einem Konzern, berate ich Unternehmen bei der Konzeption ihres Branded Podcasts.

Die Weit- und Rundumsicht, die mir das Studium mitgegeben hat, hilft mir in meinem Job enorm. Politik- und Sozialwissenschaften sind breit aufgestellt und extrem wichtig, um gesellschaftsrelevante Zusammenhänge besser identifizieren zu können. In der Comedy bzw. im Satire-Bereich hat mir mein Politikstudium schon sehr oft geholfen. Aus meinem Studium nehme ich darüber hinaus auch die Wortgewandtheit mit, die man erlernt. Die wiederum hilft mit beim Podcasten.

Ich habe während des Studiums eine Theater-AG besucht und war in Würzburg Stammgast der „Comedylounge“. Ich habe mir viele Stand Upper*innen dort angeschaut und ließ mich inspirieren.

Es war das beste Studium, was ich mir hätte aussuchen können. Ich kann nur allen Studierenden raten zu gucken, wo die eigenen Interesse liegen und diese auszubauen. Vernetzung mit anderen Menschen in dieser Szene/Branche ist wichtig und alles an Wissen aufsaugen, was man bekommen kann. Comedy war immer meine Leidenschaft, aber ich habe mich nie an diese „brotlose Kunst“ getraut. Aber wenn man wirklich eine Liebe für einen Bereich hat, dann wird man automatisch darin aufblühen.

Es gibt sehr wenige Comedyautorinnen. Vernetzt euch, macht Praktika beim Radio oder in Redaktionen, twittert, startet einen Podcast und besucht die Grimme Masterclass. Autorinnen werden in dieser Branche händeringend gesucht, weil wir hier von Diversität noch lange entfernt sind! Viel Erfolg dabei! Vielleicht sieht man sich ja mal.

Ich denke, dass man seine Berufsorientierung nicht von einer Pandemie abhängig machen sollte. Denn Krisensituationen wird es immer geben.