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Zwei griechische Auloi

Aufbewahrungsort des Originals

Louvre

Beschreibung

Der Aulos (griech. αὐλός = Röhre) zählt zu den berühmtesten Blasinstrumenten der griechischen Antike. Seine bildliche Überlieferung beginnt im 8. Jahrhundert v. Chr., und die antiken Philosophen Theophrastos und Aristoteles widmeten ihm ganze Kapitel in ihren Werken, in welchen sie seine Herstellungs- und Spielweisen behandelten.

Gerade Blasinstrumente eignen sich besonders, um an ihnen neue Reproduktionstechniken auszuführen, da das Material der verwendeten Rohre keinen Effekt auf die Klangfarbe zeigt. Auf Basis bereits vorhandener 3D-Scans sollen zwei Auloi aus hochqualitativem und stabilem Kunstoff reproduziert werden. In der Ausstellung dienen sie als Hands-On-Objekte, in begleitenden Workshops können sie mit selbst angefertigten Mundstücken von den Besuchern sogar gespielt werden.

Der so genannte "Louvre-Aulos" aus hellenistisch-römischer Zeit nimmt unter den archäologisch überlieferten Originalen eine besondere Stellung ein. Er gehört zu den wenigen fast komplett erhaltenen Exemplaren seiner Art. Das Instrument, gefunden im bereits kulturell griechisch geprägten Raum Ägyptens, gewährt so einen Einblick in die typische Konstruktionsweise: Ein langes Rohr, welches durch zwei trapezförmige Aufsätze am oberen Ende abgeschlossen wird. Aufgrund dieser Form wird der Aulos oft als antike Flöte bezeichnet, obwohl er durch seine Spielweise vielmehr der modernen Orchester-Oboe ähnelt, ebenfalls ein Rohrblattinstrument.

Hersteller: Stefan Hagel, Wien

Kosten: Je 100 Euro, die beiden Auloi haben einen Musikpaten gefunden