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    35/A 2.22

    Das Wissen der Welt

    Abraham Ortelius: Theatrum Orbis Terrarum

    Antwerpen: Vrintius, 1603; Ganzledereinband, Pappdeckel, 21 Blatt, 118 doppelseitige Karten

    Vorbesitzer: Dr. Philipp Franz Horn, Oberpflegamtsdirektor des Würzburger Juliusspitals

    Signatur: 35/A 2.22

    Inhalt: Der im April des Jahres 1527 in Antwerpen geborene Abraham Ortelius studierte klassische Sprachen und Mathematik in Antwerpen. Bereits im Alter von zwanzig Jahren übte er das Handwerk eines Kartenherstellers und –händlers aus und war in dieser Eigenschaft auch Mitglied der St. Lukas Gilde, der Antwerpener Zunft der Drucker, Bildschnitzer und Maler. Sein größter Erfolg und sein Hauptwerk war das 1570 erstmals erschienene «Theatrum Orbis Terrarum», die erste umfassende Kartensammlung der gesamten Welt in Buchform. Obwohl Ortelius Werk die Bezeichnung Atlas nicht im Titel führt, ist das «Theatrum» der Prototyp eines modernen Atlas. Ortelius sammelte dafür europaweit die besten Karten zeitgenössischer Autoren und ließ die Tafeln auf ein einheitliches und handliches Format umstechen. Von unschätzbarem Wert für die kartographiegeschichtliche Forschung ist der «Catalogus auctorum», ein Verzeichnis von Kartographen samt ihren wichtigsten Karten. Der Kartenteil besteht aus über 100 Karten und beginnt mit einer Weltkarte, der die Tafeln Amerikas, Asiens, Afrika und Europa folgen; an diese schließen sich die Regionalkarten an.

    Schadensbild:

    Einband:

    Im Bezugsleder des Vorder- und Rückdeckels und im Pappdeckelkern sind zahlreiche Risse und Fehlstellen zu erkennen. Darüber hinaus hat ein massiver Wasserschaden Bezugsleder und Pappdeckelkern schwer in Mitleidenschaft gezogen. Zudem finden sich am Einband zahlreiche Lederüberklebungen. Zum Teil sind die Bünde im Gelenk angebrochen.

    Buchblock:

    Die Papiersubstanz des Buchblocks ist teilweise stark abgebaut, an einigen Stellen finden sich Papierüberklebungen. Das Titelblatt sowie die Blätter der vorderen Lagen zeigen viele Risse, Knicke, Fehlstellen, Wasserränder und Stockflecken.

    Kosten (Restaurierung inkl. Digitalisierung): 1800,-