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    Occupational Health and Safety, Animal Welfare and Environmental Protection

    Augen-/Gesichtsschutz

    Arten von Augen- und Gesichtsschutz

    Abhängig von der Gefährdung müssen Tragkörper ausreichende mechanische Festigkeit und Beständigkeit gegen Temperatureinwirkung und Chemikalien haben. Alle Sichtscheibenarten können mit speziellen Oberflächen mit zusätzlichen Eigenschaften (z.B. entspiegelt, Beschlag hemmend) beschichtet werden. Einscheiben-Sicherheitsmineralglas wird thermisch, chemisch oder in einem Mischverfahren so behandelt, dass eine erhöhte Bruchfestigkeit erreicht wird. Verbund-Sicherheitsglas besteht aus miteinander verklebten Scheiben. Bei Zerstörung werden die Splitter von der zusammengehalten. Üblich sind Verbund-Sicherheitsgläser aus gleich dicken Glasscheiben oder aus einer dicken und einer dünnen Glasscheibe oder aus einer Glasscheibe und einer Kunststoffscheibe. Die Glas-/Kunststoffkombinationen verbinden die Vorteile beider Werkstoffe. Kunststoffscheiben zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht und die Eigenschaft aus, glühende Teilchen ohne Beschädigung der Oberfläche abzuweisen. Sie sind weitgehend bruchsicher, aber eingeschränkt kratzfest. Mineralglas ist zwar weitgehend kratzfest, aber empfindlich gegen auftreffende glühende Teilchen. Sofern bei Anwendung gleichzeitig ein Schutz gegen glühende Teilchen und gegen Festkörper erforderlich ist, kann die Sichtscheibe durch eine Vorsatzscheibe geschützt werden. Dies gilt z.B. für das Überkopfschweißen. Darüber hinaus kann Augen- und Gesichtsschutz aus Draht- oder Kunststoffgewebe zum Schutz gegen mechanische Gefährdungen, Drahtgewebe auch bei Hitzestrahlung eingesetzt werden.

    • Schutzbrillen
      sollen die Augen vor schädlichen Einflüssen wie starkem Licht, Chemikalien, Staub, Splittern oder Wettereinflüssen schützen. Sie finden daher vorwiegend im Arbeits- sowie im Sportumfeld Verwendung. Schutzbrillen aus beiden Bereichen sind prinzipiell wie optische Brillen aufgebaut und bestehen somit aus zwei Bügeln sowie den Gläsern vor den Augen.

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      Gestellbrillen
      sind Schutzbrillen, die mit Ohrbügeln oder mit Traghilfen für die Befestigung am Schutzhelm ausgerüstet sein können. Für den seitlichen Schutz sind sie mit Seitenschutzkörben oder Seitenschutzplatten versehen. Sie können außerdem durch geeigneten Aufbau den Augenraum gegen Gefahren von oben schützen. Korbbrillen sind Schutzbrillen, bei denen der Tragkörper korbartig ausgebildet ist und aus weichem, elastischem Material besteht, sodass der Brillenkorb den Augenraum umschließt und sich am Gesicht anschmiegt.
      Korrektionsschutzbrillen sind Schutzbrillen – in der Regel Gestellbrillen –, die mit Sicherheitssichtscheiben mit optisch korrigierender Wirkung ausgestattet sind.
    • Schutzschilde
      sind persönliche Schutzausrüstungen, die Gesicht und Teile des Halses schützen.
      Sie werden mit der Hand gehalten. (Bsp. Schweißerschutzschild)
    • Schutzschirme/Visiere
      bestehen aus Traghilfe und Sicherheitssichtscheibe, die Gesicht und je nach Länge
      und Erweiterungsteilen, z.B. Schürzen, auch Teile des Halses schützen. Sie werden
      am Schutzhelm oder mit Traghilfen direkt am Kopf getragen. Die Sichtscheiben können
      an den Traghilfen starr, leicht auswechselbar oder hochklappbar befestigt sein.
      Schutzschirme können aus
      – durchsichtigem Material, z.B. Kunststoff, Drahtgewebe,
      – undurchsichtigem Material z.B. Leder oder Textilien mit flammhemmender
      Ausrüstung oder einer Oberflächenbeschichtung gegen Strahlungswärme gefertigt sein.
    • Schutzhauben
      schützen Kopf und Hals sowie je nach Ausführung auch die oberen Schulterpartien.
      Sie werden direkt am Kopf oder über dem Schutzhelm getragen. Schutzhauben
      bestehen in der Regel aus undurchsichtigem Material, z.B. Textilien mit Imprägnierung
      oder Beschichtung, und sind mit einem Fenster für Sichtscheiben mit oder ohne Filter-
      wirkung ausgestattet.

    Mögliche Gefährdungen

    • Mechanische Gefährdungen
      Mechanische Gefährdungen des Auges können sich durch Fremdkörper wie Stäube und Festkörper (z.B. Späne, Splitter, Körner usw.) ergeben, die das Auge treffen und verletzen.
    • Optische Gefährdungen
      Optische Strahlung wird nach ihrer Wellenlänge in ultraviolette, sichtbare und infrarote Strahlung unterschieden.
      Ultraviolette Strahlung
      UV-Strahlung tritt z.B. beim Schweißen, bei intensiver Sonnenstrahlung, bei der Lacktrocknung, der Kunststoffhärtung oder bei medizinischen Anwendungen auf. Sie ist gefährlichfür die Haut und die Augen. Bei der Einwirkung dieser Strahlung auf die Augen kann es langfristig zum Augenkatarakt (Star) oder kurzfristig zu Horn- oder Bindehautentzündungen („Verblitzen“) kommen.
      Licht
      Licht ist sichtbare Strahlung, die ungehindert die Netzhaut des Auges trifft und das Sehen ermöglicht. Intensive sichtbare Strahlung kann – ähnlich wie bei der Laserstrahlung – die Netzhaut bleibend schädigen. Bei hohen Leuchtdichten oder Leuchtdichteunterschieden kann durch Blendung die visuelle Wahrnehmung behindert werden.
      Infrarote Strahlung
      IR-Strahlung geht z.B. von feuerflüssigen Massen in der Metall- oder Glasindustrie aus; sie tritt aber auch bei Schweißvorgängen auf. Sie kann Schädigungen der Netzhaut und Linse verursachen. Langwellige IR-Strahlung kann zum grauen Star (Feuerstar) führen.
      Laserstrahlung
      Beim Laser (Light amplification by stimulated emission of radiation) handelt es sich
      um Strahlungsverstärkung durch stimulierte Strahlungsemission im Wellenlängenbereich
      zwischen 100 nm und 1 mm. Die hohe Intensität des Laserstrahles verbunden
      mit großer Reichweite kann das Auge bleibend schädigen. Im Wellenlängenbereich
      zwischen 400 nm und 1 400 nm können schon niedrige Leistungen die Netzhaut durch
      die Fokussierungswirkung der Augenlinse schädigen.
    • Chemische Gefährdungen
      Chemische Gefährdungen können von festen, flüssigen oder gasförmigen Substanzen
      (z.B. Dämpfe, Nebel, Rauche) ausgehen. Chemikalien können sich im Augenwasser
      lösen. Säuren und Laugen können das Auge schwer schädigen.
    • Thermische Gefährdungen
      Hitze wird durch feste oder flüssige Körper (Berührungswärme), über Gase
      (Konvektionswärme) oder durch Infrarotstrahlung übertragen, wobei es durch
      Austrocknung zu Hornhautreizungen kommen kann. Kälteeinwirkung, z.B. bei längerem
      Aufenthalt in kalter Witterung oder in Kühlhäusern, kann zum Tränen der Augen und
      zu Erfrierungserscheinungen führen.
    • Biologische Gefährdungen
      Biologische Agenzien (Bakterien, Viren, Sporen) können über das Auge in den Körper
      gelangen und Infektionen verursachen.
    • Elektrische Gefährdungen
      Bei Schaltarbeiten oder Kurzschlüssen in elektrischen Energieverteilungsanlagen
      können Störlichtbögen entstehen. Durch die entstehenden hohen Temperaturen
      und wegspritzende Teilchen besteht die Gefahr, dass Auge und Gesicht erheblich
      geschädigt werden.

     

    Arbeitsumfeld

     

    Schutzbrille für das metallverarbeitende Gewerbe
    Verwendung finden Schutzbrillen z. B. im Arbeitsumfeld von holz- und metallverarbeitenden Betrieben, Chemielabors – dort auch Chemikerbrille genannt –, sowie Arztpraxen, in denen Laserbehandlungen durchgeführt werden. Schutzbrillen für letztgenanntes Arbeitsumfeld bestehen zumeist komplett aus Kunststoff und verfügen nur dort wo es auf den Schutz vor übermäßigem Licht oder Strahlung ankommt über teils stark getönte Gläser. Für Träger von optischen Brillen existieren größere Schutzbrillen, die über einer solchen Brille getragen werden können, ansonsten entsprechen Schutzbrillen in der Größe herkömmlichen Brillen. Beim elektrischen und autogenen Schweißen müssen die Augen der ausführenden Person durch Schutzbrillen geschützt werden, da es sonst zu schwersten Verbrennungen der Bindehaut (der sogenannten "Verblitzung") des Auges kommen kann.

    Sportumfeld

    Schutzbrillen die vor Wettereinflüssen schützen, finden bei vielen Freiluft-Sportarten Verwendung. Sie sind individuell auf die jeweilige Sportart zugeschnitten.

    • Skibrillen liegen auf dem Gesicht auf und schützen so vor umherfliegendem Schnee sowie schädlicher UV-Strahlung.
    • Radsportbrillen befinden sich kurz vor dem Gesicht und schützen die Hornhaut vor übermäßigem Fahrtwind und der damit einhergehenden Austrocknung.
    • Die Gläser von Schwimmbrillen umschließen die Augen meist einzeln und verhindern den Kontakt mit dem Wasser. Somit kann kein Chlor oder im Wasser schwimmende Fremdkörper an die Augen dringen. Zudem verbessern sie das Sehen unter Wasser.

    Sportbrillen unterliegen stark modischen Einflüssen und haben selbst Modetrends gesetzt. Um auch Brillenträgern das Tragen solcher Brillen zu ermöglichen, bieten viele Hersteller spezielle Korrekturgläser an, die meist hinter dem eigentlichen Brillenglas z. B. durch Kleben angebracht werden.

    Normen, Vorschriften etc.

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