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Dante-Gesellschaft

Bildervortrag von Ulrich Forster

04.12.2023

Von geistreichen Gesprächen in luftigen Hallen. Raffaels klassisches Meisterwerk "Die Schule von Athen"

Die Schule von Athen, Raffael, 1510 bis 1511 Fresko, Stanza della Segnatura des Vatikans, Rom. Bild: Wikipedia
Die Schule von Athen, Raffael, 1510 bis 1511 Fresko, Stanza della Segnatura des Vatikans, Rom. Bild: Wikipedia

Zwei mühsame Jahre lang plagt sich der große Michelangelo schon wenige Meter weiter an der Decke der Sixtina ab, als der junge Aufsteiger Raffael aus Urbino in den Privatgemächern von Papst Julius II. 1510 ebenfalls ein anspruchsvolles Fresko beginnt. Als er dieses im Jahr drauf fertiggestellt hat, ist der Kunstwelt in Rom klar: Dem Titanen ist tatsächlich ein würdiger Konkurrent erwachsen! 
Michelangelo hat mehrfach eifersüchtig geargwöhnt, dass sich der Jüngere heimlich nachts in die Sixtina einschleichen würde, um ihn zu plagiieren. Dabei ist dessen meisterhafte Komposition von den Bildern an der Decke der vatikanischen Palastkapelle denkbar weit entfernt. Konzentriert sich Michelangelo zunehmend auf die reine Ausdruckskraft der einzelnen Figuren, muss man Raffaels berühmtestes Gemälde als großartigen Höhepunkt eines gut 200-jährigen Ringens der italienischen Maler seit Giotto verstehen. Nie zuvor wurde eine solch große Schar Menschen mit solcher Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit in einem geradezu fantastischen Architekturraum wiedergegeben – alles ist Bewegung und Ruhe zugleich… Die „Schule von Athen“ ist nicht nur wegen des antiken Themas zum Inbegriff der Malerei der Hochrenaissance geworden. 
Was daran so „klassisch“ ist, wie diese meisterhafte Komposition „funktioniert“ und wieviel dieses Bild Leonardos „Abendmahl“ aus Mailand zu verdanken hat – all das möchte ich in meinem Bildervortrag untersuchen. Dass wir dabei immerhin auch die wichtigsten Figuren des Bildes und ihre inhaltliche Bedeutung zu identifizieren versuchen, versteht sich von selbst.   

Sieboldmuseum Würzburg

Bürgerbräu Gelände

Eintritt frei, Spenden erbeten

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