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Intern
    Büro der Universitätsfrauenbeauftragten

    Was ist Gendersensibilisierung?

    Um Nachhaltigkeit in der Gleichstellung zu gewährleisten, ist Gendersensibilisierung ein wesentliches Anliegen der Gender Equality Academy. Stereotype Wahrnehmungsmuster bestimmen nach wie vor den Alltag an Universitäten und in der Gesellschaft. Die Sichtbarmachung dieser Biases ist der erste Schritt, bestehende Vorurteile aufzubrechen und alternative Denkweisen zuzulassen.

    Um die größten Wirkungskreise zu erreichen, wurden zunächst drei Kooperationspartner angesprochen: der Bereich Hochschuldidaktik, vertreten durch die ProfiLehre, die extracurriculare Weiterbildung von Studierenden, vertreten durch das Career Centre, sowie die pädagogische Ausbildung von Lehramtsstudierenden an der Professional School of Education (PSE). Mit ProfiLehre und Career Center wurden bereits erfolgreiche Formate in Kooperation durchgeführt, die PSE wird im Sommersemester 2020 den ersten Workshop für Lehramtsstudierende auflegen.

    Langfristig ist eine verstärkte Sensibilisierung von Führungskräften geplant, um im Sinne des Gender Mainstreaming Wahrnehmungs- & Beurteilungsverzerrungen in allen Bereichen der Universität zu reduzieren.

    „Junge, Junge! Brauchen Jungen einen anderen Unterricht?“

    Mittwoch, 2. Dezember 2020
    13-16 Uhr, ZOOM

    Referent: Michael Drogand-Strud  (Diplom- Sozialwissenschaftler, Referent für Geschlechtersensible Pädagogik und Gender-Kompetenz, Vorstand LAG Jungenarbeit NRW)

    Das Onlineseminar thematisiert die Frage, was „Männlichkeit“ eigentlich ist, wie Geschlechterdifferenzen entstehen und bei Schülern sichtbar werden. – und wie Gendersensibilisierung für Jungen umzusetzen ist.

    Der Seminarleiter stellt die 10 häufigsten Irrtümer über Jungen*arbeit vor und lässt Jungen und junge Männer mit ihren Beiträgen zu Männlichkeit zu Wort kommen.

    Erwünscht sind Beiträge und Positionen der Teilnehmenden.

    Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der PSE Universität Würzburg durchgeführt.

    ProfiLehre bietet ein breitgefächertes Portfolio an hochschuldidaktischer Weiterbildung für Lehrende der JMU. Auftakt der Kooperation von Gender Equality Academy und ProfiLehre war die Veranstaltung Gender - Macht - Kommunikation im Rahmen der Reihe „Gute-Lehre-Vortrag“ mit anschließendem Kurzworkshop. Lehrende sind bewusst wie unbewusst MultiplikatorInnen für geschlechtliche Rollenbilder – sei es als Role Models, durch die Auswahl der Inhalte ihrer Lehrveranstaltungen, bei der Vermittlung geschlechtergerechter Sprache oder durch den Umgang mit stereotypen Rollenbildern und deren Auswirkungen in ihrem Fach.

    Der erste fachspezifische Workshop „Genderbewusste Lehre“ wurde vom Institut für Politikwissenschaft angefragt und als erstes Programmmodul im Sommersemester 2019 erfolgreich durchgeführt.

    Im allgemeinen Kursprogramm sind regelmäßige Veranstaltung zu den Themenbereichen unconscious bias und Gendersensibilisierung geplant, zuletzt fand im WS 2019/20 der Workshop "Genderspezifische Kommunikationsmuster: Erkennen – Verstehen-Gestalten“ statt.

    Die Angebote des Career Centres sollen Studierende auf den Berufseinstieg vorbereiten und Schlüsselqualifikationen vermitteln. Im Workshop „Typisch Frau? - Altes Schubladendenken und neue Kommunikationsstrategien“ bieten Andrea Bähr und Dr. Isabel den Teilnehmerinnen einen Überblick über typische Bias-Szenarien in Bewerbungsverfahren und im Berufsalltag und erarbeiten gemeinsam Strategien, diese zu überwinden. Das Angebot findet regelmäßig einmal im Semester statt.

    Die Professional School of Education kumuliert neben den Fachdisziplinen die Lehrerbildung an der JMU. Gerade in diesem Bereich ist die Auseinandersetzung mit Genderstereotypen wichtig und nachhaltig, da Lehrerinnen und Lehrer Multiplikatoren gesellschaftlichen Wandels sind. Für das Sommersemester 2020 plant die PSE in Kooperation mit der GEA die Auftaktveranstaltung für eine Reihe von genderreflektierenden Angeboten. Weitere Informationen folgen zeitnah.