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Büro der Universitätsfrauenbeauftragten
Artikel 3 Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Ergänzung 1994:Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Elisabeth Selbert (1896-1986), Mitglied im Parlamentarischen Rat und eine der ersten Frauen, die zum Jurastudium zugelassen wurden: "In Göttingen …. kamen auf 300 Studenten im Audimax ganze 4 bis 6 Frauen. In Marburg … ließ mich der alte Professor Hildebrandt gelegentlich … bitten, zur nächsten Vorlesung nicht zu kommen, weil er über Sexualdelikte sprechen wollte. Er hatte da wohl Schwierigkeiten vor seiner einzigen Studentin."

Karrierewege entdecken
  • Die zehn häufigsten Irrtümer über das WissZeitVG: https://www.forschung-und-lehre.de/recht/die-zehn-haeufigsten-irrtuemer-ueber-das-wisszeitvg-677/
  • Das kisswin-Portal für NachwuchswissenschaftlerInnen informiert über Karrierewege, Stellen, Fördermöglichkeiten und aktuelle Entwicklungen in der deutschen Hochschullandschaft.
  • Informationen rund um die Juniorprofessur finden Sie auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft Juniorprofessur.
  • Scientifica, Portal für Frauen in Wissenschaft und Technik in Baden-Württember, Übersicht zu Berufsverbänden und Netzwerken für Frauen in den MINT- Wissenschaften
  • rein-in-die-hörsäle ... eine Initiative der Frauenbeauftragten der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern
  • FemConsult ist eine Online-Datenbank promovierter und habilitierter Wissenschaftlerinnen des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS. FemConsult ermöglicht es, jederzeit schnell und unkompliziert Wissenschaftlerinnen für aktuelle Anfragen oder Ausschreibungen zu finden und Kontakt zu diesen aufzunehmen.
  • AcademiaNet rückt exzellente Forscherinnen ins Blickfeld derer, die wissenschaftliche Gremien oder Führungspositionen besetzen, die über Wissenschaft berichten, Konferenzprogramme gestalten oder Experten zur Entscheidungsfindung hinzuziehen wollen.
  • speakerinnen.org Hier können Sie sich als Expertin für Ihr Forschungsthema registrieren. Lassen Sie sich zu Konferenzen einladen!
  • Frauen in der EU-Forschung. Angebot für Wissenschaftlerinnen:
    - Seminare, Workshops und Vorträge zur EU-Forschungsförderung und Beteiligungschancen
    - Erstinformation zu Fördermöglichkeiten
    - Beratung bei Antragstellung
    - Informationen zur Tätigkeit als Gutachterin für die EU
  • Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahme: Förderung von EU Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Marie Skłodowska Curie (1867-1934), Physikerin und Chemikerin, erhielt 1903 anteilig den Nobelpreis für Physik und 1911 den Nobelpreis für Chemie.

◊ Pionierin an der JMU: Marcella Boveri (1863-1950), geborene O'Grady, wurde 1896 als erste Wissenschaftlerin offiziell an der Universität Würzburg zugelassen. Seit 2014 vergibt die Fakultät für Biologie den Marcella-Boveri-Forschungspreis für Postdoktorandinnen und Habilitandinnen. Ihr Ehemann war Theodor Heinrich Boveri, Zoologe, Vergleichender Anatom und Mitbegründer der modernen Zytologie, ihre Tochter Margret Boveri zählt zu den bekanntesten deutschen Nachkriegsjournalistinnen.

Weitere Pionierinnen in der Forschung:
◊ Caroline Herschel (1750-1848), Astronomin
Sofia Kovalevskaja (1850-1891), erste Mathematikprofessorin an der Universität Stockholm
Lise Meitner (1878-1968), Pionierin der neuen Physik und Forschungspartnerin von Otto Hahn
◊ Magdalene Schoch (1897-1987), Juristin aus Würzburg, die erste Frau in Deutschland, die in den Rechtswissenschaften habilitierte (1932)
◊ Gerda Laufer (1910-1999), Würzburger Politikerin
FemBio

 
Förderberatung an der JMU
Interviews
Literaturempfehlungen

academics (2016). Auf dem Weg zur Professur. Die Postdoc-Fibel 2016. Hamburg: academics GmbH. pdf

Bolles, R. N. (2015). What Color is Your Parachute? 2016: A Practical Manual for Job-Hunters and Career-Changers. Berkeley: Ten Speed Press

Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017

Deutscher Hochschulverband (2015). Handbuch für den wissenschaftlichen Nachwuchs. 12. Auflage  bestellen

Deutscher Hochschulverband, Forschung & Lehre. Alles was die Wissenschaft bewegt

Färber, C. & Riedler, U. (2017). Black Box Berufung. Strategien auf dem Weg zur  Professur. 2. aktualisierte Auflage,Frankfurt/New York: Campus Verlag.

Funken, C., Hörlin, S. & Rogge, J.-C. (2013). Generation 35plus. Ausstieg oder Aufstieg? Hochqualifizierte und Führungskräfte in Wirtschaft und Wissenschaft pdf

Lorenz, J. (2010). Monographie. "Leistungsorientierte Professorenbesoldung - Rechtliche Anforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten für die Gewährung von Leistungsbezügen der W-Besoldung", zugleich Dissertation, veröffentlicht in der Reihe "Schriften zum Deutschen und Europäischen Wissenschaftsrecht", Band 1, Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main 2010    

Mentoring for a change. A focus on mentors and their role in advancing gender equality. Ed.: eument-net, Fribourg 2011, ISBN 978-2-9700611-2-0. pdf

Müller, M. (2017). Karriere nach der Wissenschaft. Alternative Berufswege für Promovierte. Frankfurt/New York: Campus Verlag

Müller, M. (2014). Promotion - Postdoc - Professur. Karriereplanung in der Wissenschaft. Frankfurt/New York: Campus Verlag

Riedenauer, M. & Tschirf, A. (2012). Zeitmanagement und Selbstorganisation in der Wissenschaft: Ein selbstbestimmtes Leben in Balance. Stuttgart: UTB

  • Zum Verschenken: 

Good Night Stories for Rebel Girls: 100 außergewöhnliche Frauen. Von Elena Favilli (Autorin),‎ Francesca Cavallo (Autorin),‎ Birgitt Kollmann (Übersetzerin): ISBN: 9783446256903. Gebundene Ausgabe: 224 Seiten; Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (25.09.2017). -  Sie sind ins All und über den Atlantik geflogen, haben den Erdball schon mit 16 umsegelt und die höchsten Gipfel in Röcken bestiegen. In allen Ländern und zu allen Zeiten gab es Frauen, die mutige Vorreiter waren, neugierige Entdeckerinnen, kluge Forscherinnen und kreative Genies. Herrscherinnen, die unter widrigsten Umständen ihre Länder regierten, Aktivistinnen, die gegen Ungerechtigkeit protestierten, Wissenschaftlerinnen, die unbekannte Pflanzen und gefährliche Tiere erforschten. Dieses Buch versammelt 100 inspirierende Geschichten über beeindruckende Frauen, die jedem Mädchen Mut machen, an seine Träume zu glauben. Eine spannende Lektüre, illustriert von über 60 Künstlerinnen aus aller Welt.

Baum, Vicky (1928): Stud. chem. Helene Willfüer. Der Roman eines jungen Mädchens unserer Zeit. Ullstein Verlag.- Baums Roman stud. chem Helene Willfüer (1928) erzählt im Stil der damals weit verbreiteten Neuen Sachlichkeit die Geschichte einer jungen Studentin, die ungewollt schwanger wird und vergeblich versucht, eine Abtreibung zu bekommen; trotz „lediger Mutterschaft“ wird sie später eine anerkannte Chemikerin und entwickelt ein Verjüngungs-Wundermittel. Baums Darstellung einer starken, unabhängigen “Neuen Frau” wird relativiert durch melodramatische Elemente und eine traditionelle Liebesgeschichte. Es war aber vielleicht gerade diese Mischung, die das Buch so ungeheuer erfolgreich werden ließ. Aus: fembio.org

Quote

Die Teilhabe am öffentlichen Leben von Frauen und Männern ist auch in der westlichen Welt noch unverhältnismäßig. Die Sichtbarkeit von Frauen spiegelt sich in Film und Fernsehen.

Es sei deshalb auf eine Studie aus Deutschland und auf eine Studie aus den USA hingewiesen (Studie der Universität Rostock, Juli 2017, und Study Annenberg Inclusion Initiative, © Dr. Stacy L.Smith, September 2016). Beide Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Frauen deutlich unterrepräsentiert sind (außer bei Telenovelas und Daily Soaps, sie seien für die tatsächliche Geschlechterverteilung repräsentativ). Die Ermittlungen von weiblichen und männlichen Geschlechterdarstellungen ergaben unter anderem:

  • Ein Drittel der Darsteller sind Frauen mit einer sprechenden Rolle oder mit einem Namen.
  • Attraktivität und sexuelle Anziehungskraft wird bei Frauen überwiegend von unter 30-Jährigen dargestellt, bei Männern bis ins Alter.
  • Ein Fünftel der Drehbuchautoren, Produzenten oder Direktoren ist weiblich.
  • Ein Drittel der Führungspositionen wurden 2015 mit Frauen ab 45 Jahren besetzt - in 2014 waren es noch ein Fünftel.

Die Quote wirkt!

Professorinnenprogramm III: Bund und Länder beschließen Anfang 2018 erneut dessen Fortsetzung zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen: "Die Beteiligung von Frauen im Wissenschaftssystem sowie in Führungspositionen entspricht nicht dem Anteil gut qualifizierter Frauen. Daher ist es erforderlich, Talente und Potenziale von Frauen nachhaltig in das Wissenschaftssystem einzubinden und gerade junge Frauen zur Verfolgung einer Wissenschaftskarriere zu motivieren." Es sollen zusätzliche Mittel vorrangig für die vorgezogene Berufung von Professorinnen zur Verfügung gestellt und Anschubfinanzierungen zu Erstberufungen von Frauen auf unbefristete W 2- und W 3-Professuren bereitgestellt werden. Die Berufung kann im Vorgriff auf eine künftig frei werdende oder zu schaffende Stelle (vorgezogene Berufung) oder auf eine vorhandene freie Stelle (Regelberufung) erfolgen.

Panorama: Die Autorinnen Pia Lenz und Anna Orth haben 18 Frauen befragt, was sie in ihrem Berufsleben erleben. ... Weniger Einkommen, kaum Führungspositionen und im Alter weniger Rente. Sie sind Krankenschwester, Köchin, Professorin, Polizistin, Aufsichtsrätin oder Hausfrau. Sie sind zur Schule gegangen, haben ihre Abschlüsse gemacht und haben eins gemeinsam: Sie glaubten, dass sie gleiche Chancen hätten wie Männer.

Einblicke

Hildegard von Bingen (1098-1179), Benediktinerin, Dichterin und Universalgelehrte: "Von jedem Gedanken, der gedacht werden kann, ist auch das Gegenteil wahr."

Christine de Pizan (1364-nach 1429), Autorin von Das Buch von der Stadt der Frauen: "Als ich eines Tages meiner Gewohnheit gemäß, umgeben von zahlreichen Büchern aus verschiedenen Sachgebieten, in meiner Klause saß und mich dem Studium der Schriften widmete ..."

Olympe de Gouges (1748-1793), Schriftstellerin und Autorin von Theaterstücken: "Die Frau wird frei geboren und bleibt dem Mann an Rechten gleich." Die „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte" von 1789 ermöglichte das Wahlrecht für alle männlichen Bürger. "Fraterníté, Brüderlichkeit" schloss Frauenrechte aus, was Frauen schon damals nicht als „egalité, Gleichheit" begriffen. Wegen ihrer „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" (1791) und weil sie eine Regierung, die Frauenrechte ignorierte, ablehnte, kam Olympe de Gouges unter die Guillotine.

Bettina von Arnim, geb. Brentano(1785-1859), Schriftstellerin: "Selbst denken ist der höchste Mut. Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selbst handeln."

Louise Dittmar (1807-1884), Publizistin und Philosophin: die "Frauenfrage" sei eine Frage von Freiheit und Menschenrechten.

Clara Schumann, geb. Wieck (1819-1896), Pianistin und Komponistin: "Meine Kunst lasse ich nicht liegen, ich müsste mir ewige Vorwürfe machen!"

Louise Otto-Peters (1819-1895), Herausgeberin der 1849 wöchentlich erscheinenden Frauen=Zeitung: "Wo sie das Volk meinen, zählen die Frauen nicht mit." Im Jahr darauf wird das sächsische Pressegesetz geändert und Frauen wird die Herausgabe von Zeitungen untersagt (Lex Otto). - Otto-Peters: "Die Teilnahme der Frau an den Interessen des Staates ist nicht ein Recht, sondern eine Pflicht." - "Wir wollen lieber fliegen als kriechen."

Clara Barton (1821-1912), US-amerikanische Lehrerin und Gründerin des Amerikanischen Roten Kreuzes: "Manchmal bin ich bereit, auch ohne Bezahlung zu unterrichten. Aber wenn ich bezahlt werde, bin ich niemals bereit, die Aufgabe eines Mannes zu übernehmen und dafür eine geringere Entlohung zu akzeptieren, nur weil ich eine Frau bin."

Marie Goegg-Pouchoulin (1826-1899), Schweizer Aktivistin: "Wer eine Ungerechtigkeit allzu lang erträgt, hat sie verdient."

Hedwig Dohm, geb. Schlesinger (1831-1919), Schriftstellerin: "Die Menschenrechte haben kein Geschlecht!"

August Bebel (1840-1913), Begründer der deutschen Sozialdemokratie: Forderung des Wahlrechts für alle Staatsangehörige beim Gründungskongress der SPD (Gleiche Rechte = Gleiche Pflichten).

Wilhelmine „Minna“ Theodore Marie Cauer, geb. Schelle (1841-1922): Gründerin von "Frauenwohl" (1888), ein als Wohltätigkeitsverein auftretender politischer Verbund, da Frauen öffentliches Auftreten verboten war.

Berthe Morisot (1841-1895), Französische Malerin: "Malen ist für mich so notwendig wie Atmen."

Helene Lange (1848-1930), Publizistin: "Wenn das Endziel der Frauenbewegung einmal erreicht ist, so wird es kein führendes Geschlecht mehr geben, sondern nur noch führende Persönlichkeiten."

Clara Zetkin, geb. Eißner (1857-1933), Publizistin und Politikerin: "In der Theorie sind die Genossinnen schon gleichberechtigt, in der Praxis aber hängt der Philisterzopf den männlichen Genossen noch ebenso im Nacken wie dem ersten besten Spießbürger."

Anita Augspurg (1857-1943), die erste promovierte Juristin des Deutschen Kaiserreiches: „Die Frauenfrage ist zwar zum großen Teil Nahrungsfrage, aber vielleicht in noch höherem Maße Kulturfrage, in allererster Linie aber ist sie Rechtsfrage, weil nur von der Grundlage verbürgter Rechte an ihre sichere Lösung überhaupt gedacht werden kann."

„Die bürgerliche Frauenbewegung ist nicht Vorkämpferin, Interessenvertreterin aller befreiungssehnsüchtigen Frauen. Sie ist und bleibt bürgerliche Klassenbewegung."

„Die bürgerliche Frauenbewegung ist nicht Vorkämpferin, Interessenvertreterin aller befreiungssehnsüchtigen Frauen. Sie ist und bleibt bürgerliche Klassenbewegung."

„Die bürgerliche Frauenbewegung ist nicht Vorkämpferin, Interessenvertreterin aller befreiungssehnsüchtigen Frauen. Sie ist und bleibt bürgerliche Klassenbewegung."

„Die bürgerliche Frauenbewegung ist nicht Vorkämpferin, Interessenvertreterin aller befreiungssehnsüchtigen Frauen. Sie ist und bleibt bürgerliche Klassenbewegung."

Marianne Weber geb. Schnitger (1870-1954), Rechtshistorikerin, verheiratet mit dem Soziologen Max Weber, bei der konstituierenden Sitzung am 15. Januar 1919 im Karlsruher Ständehaus: "Wir Frauen können nur unserer hohen Freude und Befriedigung darüber Ausdruck geben, dass wir zu dieser Aufgabe mitberufen sind, und ich glaube, sagen zu dürfen, dass wir besser für sie vorbereitet sind, als vielleicht die meisten von Ihnen glauben.

Rosa Luxemburg, (1871-1919), polnisch-deutsche Journalistin, Revolutionärin, Vertreterin der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung und Marxistin: "Menschsein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter zu sein, ja heiter trotz alledem, denn das Heulen ist das Geschäft der Schwäche."

Beatrice Edgell, (1871-1948), britische Psychologin, Forscherin und Hochschullehrerin, die erste britische Frau, die einen Doktortitel in Psychologie erhielt - die Promotion machte sie in Würzburg. Sie wurde als erste britische Frau zum Professor für Psychologie ernannt. "Mental Life - interpretation of human behaviour and conduct" (1926). Seit dem Jahr 2006 verleiht die Fakultät für Humanwissenschaften den Beatrice-Edgell-Preis.

Elisabeth Selbert, geb. Rohde(1896-1986), Mitglied im Parlamentarischen Rat und eine der vier "Mütter" des Grundgesetzes, war eine der ersten Frauen, die zum Jurastudium zugelassen wurden: "In Göttingen … kamen auf 300 Studenten im Audimax ganze 4 bis 6 Frauen. In Marburg [wo sie der einzige weibliche Student gewesen war] … ließ mich der alte Professor Hildebrandt gelegentlich … bitten, zur nächsten Vorlesung nicht zu kommen, weil er über Sexualdelikte sprechen wollte. Er hatte da wohl Schwierigkeiten vor seiner einzigen Studentin."

Magdalene Schoch (1897-1987), habilitierte als erste deutsche Juristin in den Rechtswissenschaften. Gebürtige Würzburgerin, Gründungspräsidentin des ersten deutschen Zonta-Clubs Hamburg (1921), Emigration aus politischen Gründen in die USA (1937). "Being a daughter of a mother who was way ahead of her time I became a suffragette at the age of twelve, when I began help her organize an association for women´s franchise in our small very conservative home town".

Golda Meir, ursprünglich Meirson, geb. Mabowitsch (1898-1978), Israelische Politikerin und Ministerpräsidentin: "Wir hassen den Krieg. Wir freuen uns nicht über Siege. Wir freuen uns, wenn wir eine neue Sorte Baumwolle zum Wachsen bringen und in Israel Erdbeeren blühen."

Grace Hopper, geb. Murray (1906-1992), US-amerikanische Informatikerin und Computerpionierin, erhielt über 90 Auszeichnungen, u.a. mehr als 40 Ehrendoktorwürden, 1969 den Man of the Year Award der Data Processing Management Association: "The most damaging phrase in the language is: `It's always been done that way.' "

Gerda Laufer (1910-1999), SPD-Politikerin, Gewerkschafterin, Ehrenbürgerin der Stadt Würzburg, engagierte sich mutig und konsequent für das "Wohl der kleinen Leute".

Luise Rinser (1911-2002), Schriftstellerin: "Krisen sind Angebote des Lebens, sich zu wandeln. Man braucht noch gar nicht zu wissen, was neu werden soll. Man muss nur bereit und zuversichtlich sein."

Billie Holiday (1915-1959), US-amerikanische Jazz-Sängerin: "Ich hasse es, ein Lied so zu singen, wie es auf dem Papier steht. Ich muss eine Melodie so ändern, dass sie zu mir passt."

Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft.

Marie Juchacz, geb. Gohlke (1879-1956), SPD-Politikerin und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, spricht als erste Frau in der Weimarer Nationalversammlung (19. Februar 1919): "Meine Herren und Damen! (Heiterkeit). Es ist das erstemal, daß in Deutschland die Frau als Freie und Gleiche im Parlament zum Volke sprechen darf, ... Die Frauen besitzen heute das ihnen zustehende Recht der Staatsbürgerinnen. ... Ich möchte hier feststellen und glaube damit im Einverständnis vieler zu sprechen, daß wir deutschen Frauen dieser Regierung nicht etwa in dem althergebrachten Sinne Dank schuldig sind. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist."

Alice Schwarzer (1942), Journalistin: "Ein Frauenblatt zu machen bedeutet, in allen Berichten zu fragen: Was bedeutet das für mich als Frau?"

Im Juli 1976 fand die erste Sommeruniversität für Frauen in Berlin statt, die von einer interdisziplinären Dozentinnengruppe initiiert worden war. Sie brachten das Thema Frauen und Wissenschaft in die Öffentlichkeit und forderten, den Anteil der Hochschullehrerinnen wesentlich zu erhöhen sowie frauenspezifische Forschungsinhalte in der Wissenschaft zu verankern.

1993 Weltmenschenrechtskonferenz in Wien: "Frauenrechte sind Menschenrechte."

2001: Erster Girls´ Day in Industrie und Handwerk

Im Wintersemester 2007/2008 schrieben sich im Bereich der Ingenieurwissenschaften 27 Prozent weibliche Studienanfänger ein. Das war in etwa so hoch wie damals in der DDR. In Westdeutschland hatte der Anteil an Studentinnen in naturwissenschaftlichen Fächern bei unter 5 Prozent gelegen. Nach der Wiedervereinigung sank im Osten ihr Anteil auf etwa 5 Prozent. In Umfragen antworteten ostdeutsche Studentinnen, als Frau wäre im wiedervereinten Deutschland mit einem technisch-naturwissenschaftlichen Abschluss kein Job zu bekommen. (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

Einhundert Jahre Wahlrecht für Frauen in Deutschland

Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft.

Am 19. Januar 1919 durften Frauen in Deutschland zum ersten Mal reichsweit wählen und gewählt werden. Es kandidierten 300 Frauen bei der allgemeinen, gleichen, geheimen und direkte Wahlen zur verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung. 37 Frauen und 386 Männer werden schließlich als Abgeordnete gewählt. Die Reichstagsabgeordneten Marie Juchacz (geb. Gohlke; *15. März 1879 in Landsberg an der Warthe; ­­† 28. Januar 1956 in Düsseldorf) spricht als erste Frau in der Weimarer Nationalversammlung:

"Meine Herren und Damen! (Heiterkeit). Es ist das erstemal, daß in Deutschland die Frau als Freie und Gleiche im Parlament zum Volke sprechen darf, und ich möchte hier feststellen, und zwar ganz objektiv, daß es die Revolution gewesen ist, die auch in Deutschland die alten Vorurteile überwunden hat. (Sehr richtig! bei den Soz.) Die Frauen besitzen heute das ihnen zustehende Recht der Staatsbürgerinnen. ... Ich möchte hier feststellen und glaube damit im Einverständnis vieler zu sprechen, daß wir deutschen Frauen dieser Regierung nicht etwa in dem althergebrachten Sinne Dank schuldig sind. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist. (Sehr richtig! bei den Soz.) ... 

Wir Frauen sind uns sehr bewußt, daß in zivilrechtlicher wie auch in wirtschaftlicher Beziehung die Frauen noch lange nicht die Gleichberechtigten sind. Wir wissen, daß hier noch mit sehr vielen Dingen der Vergangenheit aufzuräumen ist, die nicht von heute auf morgen aus der Welt zu schaffen sind. Es wird hier angestrengtester und zielbewußtester Arbeit bedürfen, um den Frauen im staatsrechtlichen und wirtschaftlichen Leben zu der Stellung zu verhelfen, die ihnen zukommt.

Zu all diesen Dingen, die wir uns vorstellen, hat die Umgestaltung unserer Staatsform zur Demokratie uns die Wege geöffnet. Jetzt heißt es, diese Wege zu beschreiten und das zu schaffen, was zum Glück unseres Volkes in der Zukunft notwendig ist. Zum Glück dieses Volkes, zur vollen Befreiung des Volkes ist aber notwendig, daß alle Parteien wissen, worauf es in jeder Stunde ankommt, und da möchte ich ganz besonders sagen, daß wir den Zug der Zeit nicht aufhalten dürfen, daß wir nicht bremsen dürfen, sondern immer mit vorwärtsschreiten müssen, daß wir den Strömungen der Zeit ein psychologisches Verständnis entgegenbringen müssen.
Diese Strömungen, die aus der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung geboren werden, sind lange genug mit Gewalt, mit starrer Gewalt, die in unserem alten System wurzelte, zurückgehalten worden und konnten nicht zur Entfaltung kommen, bis es explodierte. Es ist hier in der politischen Debatte so manches gesagt worden, was mich zum Widerspruch reizte und zum Nachdenken gebracht hat. ... "

Hier die Rede im Wortlaut.

Schon gewusst? Der erste Staat mit einem Wahlrecht für Frauen war der US-Bundesstaat Wyoming (1869). Er schmückt sich seither mit dem Beinamen "Equality State".

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