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Career Centre

Ringvorlesung Perspektiven für Geisteswissenschaftler:innen

Geisteswissenschaftler:innen berichten über ihren eigenen Werdegang und spannende, berufliche Perspektiven.


Die Vorträge finden jeweils donnerstags von 12:15 bis 13:45 Uhr online via Zoom statt.

06.05.2021: Geisteswissenschaftler werden keine CEOs - oder doch?
Gabi Schnurr, Director Corporate Management Development I Talent Management, Bertelsmann SE & Co. KgaA

 

20.05.2021: E-Learning und pädagogisches Know-How: Gefragte Expertise bei der Arbeitsmarkttransformation 4.
Gabriella-Maria Lambrecht, Education Support Center, DHBW Heilbronn

Unbestreitbar steht der Arbeitsmarkt vor einem gewaltigen Umbruch: Mit dem flächendeckenden Roll-Out der Digitalisierung in allen Arbeitsbereichen und dem Einzug künstlicher Intelligenz verändern sich nicht nur die Berufsfelder, sondern auch die Anforderungen an Beschäftigte enorm: Der Arbeitsmarkt fordert mehr Flexibilität denn je und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen.
Pädagog*innen nehmen dabei eine vitale Rolle ein: Ihre Expertise ist in Unternehmen für die Weiterbildung ihrer Beschäftigten stark gefragt. Auch die E-Learning-Branche wächst derzeit enorm schnell: Zahlreiche Lehr- und Lernplattformen entstehen, bieten Unternehmen digitale Weiterbildungsmöglichkeiten an und Freelancern die Gelegenheit, ihr Wissen zu vermitteln. Hochschulen und Universitäten ergänzen ihr Lehr-Lernangebot ebenfalls immer häufiger digital, sei es etwa über virtuelle Hochschulen, ergänzende Online-Lernplattformen oder dem Angebot einzelner Zertifikatskurse. Wieso und wie Pädagog*innen hier ihre Expertise einbringen können, welche Aufgaben Pädagog*innen dabei übernehmen können, welche Kompetenzen sie selbst mitbringen sollten und warum der Arbeitsmarkt immer mehr nach Generalist*innen verlangt, die statt eines bestimmten Abschlusses vor allem vielfältige Kompetenzen und Flexibilität mitbringen, sind die Kernfragen, denen wir nachgehen werden.
 

Gabriella-M. Lambrecht studierte Romanistik, Anglistik und Geographie für das Lehramt an Gymnasien und schloss mit dem
1. Staatsexamen ab. Danach widmete sie sich, gefördert durch ein Promotionsstipendium des Cusanuswerks, der Forschung im Bereich der Kulturwissenschaft Lateinamerikas. Als Teilprojekt-Mitarbeiterin im vom BMBF geförderten Projekt "Qualitätspakt Lehre" am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Burrichter (Universität Würzburg), sammelte sie erste Erfahrungen im Projektmanagement und der Konzeption digitaler Lehr-Lernangebote. Anfang 2020 begann Sie als Projektmitarbeiterin im Bereich E-Learning an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heilbronn und unterstützte während der Corona-Pandemie Dozierende bei der Umsetzung ihrer digitalen Lehre. Seit Januar 2021 ist sie Projektleiterin des Kompetenzzentrums "Studieneingangsphase" an der DHBW Heilbronn.
Zuvor sammelte sie wertvolle Berufserfahrung als Leiterin einer öffentlichen Bibliothek und im Kulturmanagement im Großraum Stuttgart.

 

10.06.2021: Berufliche Chancen und Perspektiven in der Medien- und Kulturbranche - Karriere nach der Krise
Ingrid Schindler, Flaggschiff-Fabrik

Die Entscheidung für ein Studium mit dem späteren Berufsziel „Irgendwas mit Medien / Kunst / Kultur“ wurde wohl schon immer und recht häufig mit den Worten kommentiert: „Was willst du denn damit? Mach besser gleich den Taxi-Schein!“ Einen leichten Stand hatte man mit Fächern aus diesen Bereichen also noch nie.

Doch wie sieht es jetzt aufgrund der Corona-Krise aus? Wie stehen Ihre zukünftigen beruflichen Chancen in der Medien- und Kulturbranche für Sie als junge Akademiker*innen und Absolvent*innen? Ist plötzlich wirklich alles hoffnungs- und perspektivenlos? Ganz sicher nicht!

Die Krise hat in den vergangenen Monaten mehreres gezeigt:

Zum einen wird die Digitalisierung – auch in den Medien- und Kulturberufen – immer relevanter und erhält größeres Gewicht. Sie schafft neue Möglichkeiten und berufliche Perspektiven, und die Umsetzung neuer Formen und kreativer Lösungen kommt nun schneller als bisher in Gang. Zum anderen aber gewinnt der Wert an „echten Erlebnissen“ parallel dazu an Bedeutung: Nach Monaten der digitalen Events und virtuellen Begegnungen sind schon jetzt analoge, also im realen Raum stattfindende Angebote aus der Medien-, Kunst- und Kulturbranche stärker denn je nachgefragt! Wir erleben also zeitgleich den Aufbruch hin zu neuen (digitalen und virtuellen) Formen, ohne dass dabei „analoge“ Erlebnisse an Wert verlieren. Und last but not least: Erlebte der Berufsmarkt in den Bereichen Kommunikation, PR und Marketing schon vor der Corona-Krise einen Boom, so erfährt dieser nun sogar einen neuen Aufschwung.

Was heißt das nun für Sie selbst? Eigeninitiative und proaktives Handeln sind heute mehr denn je Voraussetzung, um sich auf dem sich neu definierenden Markt zu etablieren. Im Vortrag werden dazu konkrete Tipps gegeben, wie Sie hier am besten vorgehen können. Neuerungen ergeben sich in jedem Fall rund um das Thema „Bewerbung und Vorstellungsgespräche“ – Videokonferenzen und Online-Recruiting ist mittlerweile Usus und wird voraussichtlich bleiben. Und auch der Arbeitsalltag hat sich verändert, Homeoffice und dezentrale Teams sind auch in der Medien- und Kulturbranche keine Ausnahme mehr, sondern die Regel. Zu all dem und noch viel mehr werden im Vortrag Tipps und Strategien an die Hand gegeben.

Hurra, wir leben noch! Ganz sicher anders. Aber ganz sicher genauso stark, vielleicht sogar stärker.

Ingrid Schindler studierte Geisteswissenschaften an den Universität Köln, Bonn und Wien und ist seit über 25 Jahren in der Medien- sowie Kulturbranche tätig. Sie arbeitete über viele Jahre bei verschiedenen, teils international tätigen Verlagen und leitet mittlerweile ihr eigenes  Verlagsunternehmen. Als Projektmanagerin verantwortete sie zahlreiche Projekte, sowohl aus dem Kulturbereich wie auch im politischen Kontext. Seit mehr als 15 Jahren ist sie als Referentin und Dozentin tätig und berät Unternehmen aus der Kultur- und Medienbranche.

 

24.6.2021: Wissenschaftliche*r Bibliothekar*in in der digitalen Welt - Chance und Herausforderung (besonders) für Geisteswissenschaftler*innen
Dr. Katharina Boll-Becht

Kaum ein anderer Beruf hat sich in den letzten Jahrzehnten so gewandelt wie der des / der wissenschaftlichen Bibliothekars / -in. Aus den einstigen "Hüter*innen des Wissens" sind Informationsmanager*innen und Rechercheprofis geworden. Zunehmend gefragt sind neben vertieften fachlichen Kenntnissen in den Studienfächern soziale und digitale Kompetenzen sowie Kenntnisse in der Informationstechnologie. Neben der Auswahl und Erschließung der wissenschaftlichen Fachliteratur, der fachspezifischen Beratung und der Vermittlung von Informationskompetenz zählt das Leiten von Organisationseinheiten zu den Aufgaben der wissenschaftlichen Bibliothekar:innen.

Der Vortrag informiert über das Berufsbild, zeigt die Anforderungen speziell für Absolventen aus den Geisteswissenschaften auf und gibt einen Überblick über mögliche Ausbildungswege.

Dr. Katharina Boll-Becht, Studium der Germanistik, Katholischen Theologie und Erziehungswissenschaften, Promotion in Älterer deutscher Philologie, Referendariat an der Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. und an der Staatsbibliothek München, arbeitet seit 2007 an der Universitätsbibliothek Würzburg. Sie leitet die Abteilung Fränkische Landeskunde, ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Universitätsbibliothek und betreut die Fachreferate Germanistik und Europäische Ethnologie/Volkskunde.

 

01.07.2021: Lehrer sein - will ich das wirklich? Erfahrungen mit Schule und anderen Bildungsinstitutionen
Dr. Ursula Weier, Regierungsschulrätin, Regierung von Oberbayern

Lehrer sein - will ich das wirklich? Auch Frau Dr. Weier hat sich diese Frage oft gestellt und wird von ihrem Weg zur Grundschullehrerin (mit Umwegen) sowie von ihren Tätigkeiten am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung und an der Regierung von Oberbayern berichten. Sie wird von Aufgaben, Herausforderungen und positiven Seiten des Lehrerberufs sprechen, für alle Fragen offen sein und Ihnen gerne ein paar Tipps dazu geben, wie Sie vielleicht für Sie die richtige Berufsentscheidung finden können.

 


Erwerb von 2 ECTS-Punkten im ASQ-Pool möglich. Anmeldung über wuestudy: go.uniwue.de/cc004

Wir führen die Veranstaltung mit ZOOM durch. Sie erhalten ca. 5 Tage vor Veranstaltungsbeginn die Zugangsdaten.

Wenn Sie keine Punkte benötigen, aber an einzelnen Vorträgen teilnehmen möchten, ist keine Anmeldung über WueStudy, aber dennoch eine kurze Benachrichtigung wegen der Zugangangsdaten per Mail notwendig (career@uni-wuerzburg.de)
Wünsche für weitere Vortragsthemen und Kooperationsanfragen für die kommenden Semester können jederzeit an Dr. Annette Retsch gerichtet werden: annette.retsch@uni-wuerzburg.de, 0931/31-82420
 

 

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