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Experteninterview mit Alexander Aescht

26.02.2018

Der Inhouse-Consultant für Marketing und Vertrieb bei Siemens ist mit seinem Archäologiestudium ein Quereinsteiger par excellence. Er sieht eine Kombination von persönlichen Interessen mit Schlüsselkompetenzen als essentiell für Geisteswissenschaftler. Eine sorgfältige Planung der Studienfinanzierung und die Suche nach einer berufsperspektivisch geeigneten Nische sollten aus seiner Sicht eher früh als spät erfolgen.

Foto von Alexander Aescht

Foto: Alexander Aescht

Was haben Sie studiert?
Magister Artium (M. A.): Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, Neueste Geschichte, Kulturgeographie (Anschließend berufsbegleitendes BWL-Zusatzzertifikat via Fernstudium)

Welche Erkenntnisse in Ihrem Studium waren prägend für Ihre heutige Tätigkeit?
Internationale Ausgrabungsteams: Interkulturelle Kompetenz, Projekt- & Zeitmanagement.
Geschichts- und Geographiestudium: Räumliche Zusammenhänge und zeitliche Entwicklungen müssen auch in der Wirtschaft permanent analysiert werden, um wettbewerbsfähig bleiben zu können.
Führungen & Vorträge: Zielgruppenspezifische Aufbereitung und Präsentation von Informationen.

Was war Ihr „schrägster“ Nebenjob?
Archäologe bei diversen Ausgrabungsfirmen (Von steinzeitlichen Pfeilspitzen bis hin zu Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg habe ich im Auftrag von Denkmalschutzbehörden schon alles Mögliche freigelegt und dokumentiert).

Welche Kompetenzen sollte man – aus Ihrer Sicht – bereits vor dem Berufseinstieg trainieren?
- Selbstsicherheit & Selbstbewusstsein
- Präsentationstechniken & Rhetorik
- Konfliktfähigkeit & Stressmanagement
- Projekt- & Zeitmanagement

Was würden Sie rückblickend in Ihrem Studium besser planen, wenn Sie dieses noch einmal beeinflussen könnten?
Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten schon vor dem Studium prüfen, um geeignete Nischen frühzeitig entdecken zu können. Die Finanzierung frühzeitig über den gesamten Studienzeitraum planen und Notfall-Optionen mit einkalkulieren.

Wie alt waren Sie, als Sie ins aktive Berufsleben eingestiegen sind?
29 (Seit dem 25. Lebensjahr bereits diverse Nebenjobs parallel zum Studium).

Was war das prägendste Erlebnis / ein Schlüsselereignis in Ihrer bisherigen Karriere?
Selbstbewusstsein und Zielstrebigkeit zahlen sich im Berufsleben immer aus (Man kann auch als Geisteswissenschaftler Karriere in der Wirtschaft machen, wenn man rechtzeitig die passenden Nischen ansteuert und sich stets neuen Herausforderungen stellt).

Wenn Sie noch einmal ein Praktikum machen könnten, was würden Sie gerne ausprobieren?
Gastronomie (Professionell kochen & Cocktails mischen lernen).

Welche Herausforderungen sehen Sie auf Ihre Branche in den nächsten 20 Jahren zukommen?
Digitalisierung: Neue technologische Innovationen und Trends werden sich in der Marktforschung etablieren und konventionelle Prozesse wegrationalisieren.
Big Data: Datensammlungen und IT-gestützte Analysemethoden werden immer umfangreicher und vernetzter.

Was geben Sie Ihren Praktikanten für deren Zukunft mit auf den Weg?
Besonders wichtig ist es, sich frühzeitig bewusst zu machen, was man im Leben erreichen möchte und was einen dauerhaft glücklich macht im Berufsleben. Daher sollte man frühzeitig mit dem Sammeln von interessanten, praktischen Erfahrungen beginnen, um nach dem Studium keinen "Realitätsschock" zu bekommen. Durch eine sinnvolle Kombination von persönlichen Interessen und zukunftsfähigen Schlüsselkompetenzen (z.B. Archäologie und IT) kann man auch mit "brotloser Kunst" durchaus viel Geld verdienen oder als Quereinsteiger in anderen Berufsfeldern erfolgreich sein.

Von Dominik Wenske

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