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Markus Wimmer, Geistes- und Erziehungswissenschaft, ExxonMobil

06.11.2019

Alumnus Markus Wimmer hat Englisch, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Würzburg studiert heute arbeitet er als „Trading Strategist“ für ein Erdöl- und Erdgasunternehmen in den USA. Er lebt mit seiner Familie in Houston (Texas).

Markus Wimmer (l.) ist Sprecher der USA-Alumnigruppe. Das Foto ist bei einem Gruppentreffen in Washington entstanden, auf dem Weg zum Lunch. (Bild: Alumni-Netzwerk)
Markus Wimmer (l.) ist Sprecher der USA-Alumnigruppe. Das Foto ist bei einem Gruppentreffen in Washington entstanden, auf dem Weg zum Lunch. (Bild: Alumni-Netzwerk)

Markus, wie würdest Du einem Laien Deine Arbeit in kurzen Worten beschreiben? Meine Aufgabe ist es, Empfehlungen zum Handel von Energieträgern in den Vereinigten Staaten und Lateinamerika abzugeben.

Wofür ist das wichtig? Konzerne wie ExxonMobil sind gezwungen, die Produktion ihrer eigenen Wertschöpfungskette durch gezielte An- und Verkäufe zu ergänzen, um kurz- oder langfristige Schwankungen von Angebot und Nachfrage auszugleichen. Diese Handelsaktivitäten wirken sich im Normalfall mäßigend auf den Kraftstoffpreis aus, da zum Beispiel Produkte aus Regionen, die einem Überhang ausgesetzt sind, in Regionen mit Engpässen geliefert werden können.

Und Du bist für die USA und Lateinamerika verantwortlich? Konkret unterstütze ich ein Team von sechs Händlern dabei, solche Chancen und Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und sich dementsprechend im Markt zu positionieren.

Was liebst Du besonders an Deiner Arbeit? An meiner Arbeit gefällt mir besonders die Analyse und Aufbereitung marktrelevanter Daten, deren Resultate ich dann formell in Besprechungen oder auch ad hoc präsentiere. Schon im Studium hat es mir Spaß gemacht, alle zu einem Sachverhalt relevanten Trends herauszuarbeiten. Die Datenrevolution der vergangenen Jahrzehnte ermöglicht heutzutage eine ganz neue Dimension der Datenanalyse, die auch oftmals durch den Einsatz statistischer Methoden komplettiert wird.

Was betrachtest Du dabei als besondere Herausforderung? Am Anfang war es eine Herausforderung, die räumliche Distanz zu Familie und Freundeskreis lediglich mit Urlaubsbesuchen überbrücken zu können. Aber durch die rasante Entwicklung elektronischer Kommunikationsmittel und der sozialen Medien im vergangenen Jahrzehnt fühle ich mich heute der alten Heimat sehr nahe.

Was gefällt Dir am Arbeiten in den USA? Mir gefällt hier die amerikanische „can do“-Mentalität und die Einstellung, dass man auch jemandem eine Chance gibt, der vielleicht nicht alle Qualifikationen mitbringt, aber an dessen Potenzial man glaubt.

Was würdest Du Studierenden empfehlen, die einen ähnlichen Weg wie Du einschlagen möchten- vielleicht ja auch in den USA? Ein konkreter Anlass, wie beispielsweise ein Auslandsstudium oder ein Praktikum, bietet meiner Meinung nach die beste Möglichkeit, sich ein Bild von den Arbeits- und Lebensverhältnissen eines Gastlandes zu machen – von den sprachlichen und kulturellen Aspekten ganz zu schweigen. Falls man sich dann entscheidet im Land zu bleiben, sollte man viel Geduld, aber auch Eigeninitiative mitbringen, da man normalerweise in einem fremden Land nichts geschenkt bekommt. Je konkreter die Pläne, desto besser. Aber gerade in den USA ist es dann wichtig, bei der Umsetzung der Pläne Flexibilität an den Tag zu legen, da sich die Rahmenbedingungen ständig ändern.

An welche Begebenheit aus Deinem Studium erinnerst Du Dich sich besonders gerne? Ich hatte drei schöne Jahre als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Amerikanistik bei Professor Jochen Achilles. Die Tätigkeit war nicht nur wegen der wissenschaftlichen Arbeiten interessant, sondern hat mich in gewisser Hinsicht auch auf meine Zeit in den USA vorbereitet.

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