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Prof. Alexander Kübler, Leiter der Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie

03.04.2018

Es schneit und es ist kalt draußen - da machen sich Zahnprobleme unter Umständen verstärkt bemerkbar. Wir befragen Prof. Alexander Kübler, Leiter der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie.

Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie

Prof. Kübler, welche Bereiche haben Sie vor allen Dingen erneuert?

Im Rahmen des Umbaus haben wir die gesamte Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie kernsaniert. Gleichzeitig wurde eine Klimaanlage eingebaut und die Aufteilung der Poliklinik den geänderten Patientenanforderungen angepasst. Insbesondere konnte auch ein Wartebereich für unsere Liegendpatienten integriert werden.

 

Haben sich Ihrer Meinung/Ihrer Erfahrung nach auch die Patienten/die Bedarfe der Patienten verändert?

Das Durchschnittsalter unserer Patienten, die Multimobilität aber auch die Erwartungshaltung unserer Patienten haben sich verändert. Die Patienten werden kontinuierlich älter und wir bekommen zahlreiche ambulante und auch stationäre Zuweisungen aus anderen Krankenhäusern und Pflegeheimen oder dem betreuten Wohnen. Diese Patienten erfordern ein erheblich größeres Maß an Aufwand und teilweise auch Platz, da sie oft nur im Liegen behandelt werden können. Gleichzeitig sind die Ansprüche der Patienten in Bezug auf Privatsphäre, Datenschutz und Service in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

 

In welchem Teil-Bereich Ihrer Klinik sehen sie den größten Wachstum in der Zukunft und weshalb?

Die größte Zunahme an Patienten wird sicherlich in Bezug auf Tumorerkrankungen und medikamenteninduzierte Kiefernekrosen liegen. Wir sehen in den vergangenen Jahren einen deutlichen Anstieg des Durchschnittsalters unserer Patienten. Waren früher Tumorpatienten häufig Patienten, welche stark geraucht hatten oder Alkohol konsumiert haben, so sehen wir zunehmend Patienten, welche teilweise sehr alt sind und auch ohne Noxeneinwirkung, alleine aufgrund ihres Alters auf unserem Fachgebiet Tumore entwickeln.

Bei den medikamenteninduzierten Kiefernekrosen handelt es sich meist um Patienten, welche aufgrund einer Osteoporose oder aufgrund von Knochenmetastasen, Bisphosphonate oder Angiogenesehemmer verordnet bekommen. Diese führen in wenigen Fällen zu Kiefernekrosen. Aufgrund der häufigen Verordnung dieser Medikamente sehen wir jedoch einen deutlichen Anstieg der absoluten Zahlen an Patienten mit medikamenteninduzieren Nekrosen. Die Behandlung dieses Erkrankungsbildes ist sehr aufwändig und langwierig, sodass wir einen kontinuierlichen Anstieg der Patientenzahlen wahrnehmen.

Sie operieren teilweise viele Stunden lang - wie halten Sie sich fit, ob diese körperliche und psychische Anstrengung zu bewältigen?

Durch regelmäßigen Sport und Zeit mit meiner Familie.

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