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Intern
Alumni Uni Würzburg - eine starke Gemeinschaft

Digitales Wissensforum 2020

2018 eröffneten Außenminister Heiko Maas und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow das Deutsch-Russische Themenjahr der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018 - 2020, welches den vielfältigen Kontakten in der Wissenschaft größere Sichtbarkeit und Dynamik verleihen soll. Vor diesem Hintergrund werden Maßnahmen mit aktiver Einbindung von russischen Alumni deutscher Hochschulen in Russland als wichtige Ressource gesehen. Sie sind als deutsch-russische Brückenbauer, ihrer Rolle als MultitplikatorInnen, Schlüsselpersonen, AkteureIinnen und EntscheidungsträgerInnen in Wissenschaft und Wirtschaft als potentiellen Kooperations- und Austauschpartnern wichtig für ihre Heimat-Universitäten und nicht zuletzt für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik.

Beim interdisziplinären Dialogforum 'Wissensgewinn durch Austausch und Kooperation'  vom 5. - 7. Oktober 2020 wurde eine erste eigene Alumni-Aktivität mit Alumni der Universität Würzburg und anderer deutscher Hochschulen durchgeführt. Im Schnitt 90 TeilnehmerInnen nahmen an dem heterogenen Programm, mit Beiträgen von Experten der Leopoldina bis hin zu Fachtandems teil. Bei interdisziplinärem Austausch wurde hier der Brückenschlag zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft intensiviert und weiterentwickelt. Möglichkeiten von Kooperationen in Bildung und Forschung wurden diskutiert.

In einem nächsten Schritt sollen die kulturellen Erfahrungen, Profile und das Fachwissen der TeilnehmerInnen im Rahmen einer Ausstellung an den Universitäten Sankt Petersburg und Würzburg sichtbar gemacht werden.

Programm

Internationale ONLINE-Konferenz mit Vergabe eines Zertifikates

DIALOG-FORUM für Alumni deutscher Förderprogramme

„WISSENSGEWINN DURCH AUSTAUSCH UND KOOPERATION“ 5. - 7. Oktober 2020

 Programmablauf

Montag, 5.10.2020  'Forschung im Austausch und Kooperation'

  • 9 – 9.15 Uhr Begrüßung und allgemeine Einführung, Dr. Artem Lysenko und Michaela Thiel
  • 9.15 – 10.15 Uhr Anschließend Vorstellungsrunde, Präsentationen TeilnehmerInnen Teil I
  • 10.15 Uhr Begrüßung: Matthias Fischer, Leiter der Wirtschaftsabteilung, Deutsche Botschaft Moskau, Andreas Hoeschen, Leiter der DAAD-Außenstelle Moskau, Martin Hoffmann, Geschäftsführer DRF, Prof. Dr. Sergey Andruschun, Stellvertretender Rektor der Universität Sankt Petersburg und Prof. Dr. Baris Kabak, Universität Würzburg, Simultanübersetzung
  • 11 – 11.30 Uhr Vorstellung International Offices der Universitäten Würzburg und St. Petersburg
  • 11.30 – 12.15 Uhr Dr. Elena Dieser, Universität Würzburg und Prof. Dr. Maria D. Voeikova, Universität St. Petersburg und Head of Department of Grammar Theory of Russian Academy of Sciences, Moscow (RAS)
  • "Auf dem Weglein trappeln die Füßlein: Warum Sprachen Diminutive lieben."
    Es ist bekannt, dass Diminutive (Verniedlichungsformen) in verschiedenen Sprachen und sogar in verschiedenen funktionalen Stilen ein und derselben Sprache unterschiedlich verbreitet sind. Slavische und baltische Sprachen zeichnen sich durch eine hohe Zahl an Diminutiven aus. Bei der Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche geht jedoch ein Teil verloren, da im Deutschen der Prozentsatz von Verniedlichungsformen deutlich niedriger ist. Psycholinguisten weisen darauf hin, dass die Häufigkeit der Diminutive mit ihren Funktionen in der Sprache zusammenhängt. Im Beitrag wird es daher um die semantischen, pragmatischen und strukturellen Funktionen der Diminutive im Russischen und im Deutschen gehen.
  • 12.15 Uhr Mittagsaustausch
  • 13.15 – 14.15 Uhr Vorstellungsrunde, Präsentationen TeilnehmerInnen Teil II
  • 14:15 – 15.15 Uhr
    Erarbeitung der Ausstellung (St. Petersburg und Würzburg), jeder Alumnus/jede Alumna wird im Profil vorgestellt und beantwortet folgende Fragen: Wie würden Sie Ihre wissenschaftliche Arbeit beschreiben? Welches interkulturelle Missverständnis konnten Sie wie erfolgreich lösen? Welche Herausforderungen können Sie sich vorstellen, wenn Sie in eins der anderen Geschlechter schlüpfen müssten? Welche Vision haben Sie zu Ihrer zukünftigen Forschung/Arbeit?
  • 18 Uhr Abend-Impuls mit Dr. Ivan Sassourky, Leiter Lehrstuhl neue Medien und Theorie der Kommunikation der Lomonossow-Universität)‚Transparenz des Wissens‘ Simultanübersetzung
     

Dienstag, 06.10.2020 ‚Von anderen lernen‘

  • 9 – 10.00 Uhr Querschnittsweiterbildung im Qualitätsmanagement, Annette Köster, Universität Würzburg ‚Warum ist Qualitätsmanagement wichtig?‘ Funktionen und Maßnahmen des Qualitätsmanagements anhand des Beispiels der Universität Würzburg
  • 10.00 Uhr Pause
  • 10.15 – 10.45 Uhr Best Practice. ‚Forschungskooperation grenzenlos‘: Dr. Jeanna Kniazeva, Russisches Institut für die Geschichte der Künste, St. Petersburg, und Prof. Dr. Andreas Haug, Institut für Musikforschung, Universität Würzburg, berichten über ihre Zusammenarbeit bei der Erforschung des in Würzburg aufbewahrten Nachlasses des Musikwissenschaftlers und Organisten Jacques Handschin (* 1886 in Moskau, † 1955 in Basel), eines fachgeschichtlich hochbedeutenden, aus Russland in die Schweiz emigrierten europäischen Gelehrten und Vermittlers zwischen den Kulturen.
  • 11 - 11.30 Uhr Michaela Thiel, Alumni- und Mentoring-Workshop, Fortsetzung der Ausstellung
  • 11.30 – 13.00 Uhr Kooperationen und Fördermöglichkeiten
    • "Deutsches Wissenschaft- und Innovationshaus als Plattform für den deutsch-russischen Dialog in Wissenschaft und Forschung", Mikhail Rusakov
    • Außenstelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Dr. Jörn Achterberg
    • Alumni der Alexander von Humboldt-Stiftung: Prof. Dr. Andrey Yakovlev, HSE:  https://www.hse.ru/en/ayakovlev/, Prof. Dr. Yurij Kovalev, Akademie der Wissenschaften Russlands, (ebenfalls Alumnus des Max Plank Institutes)
      Simultanübesetzung
    • 13.00 Uhr Mittagsaustausch
  • 13.30 Uhr Die Stellung der Frau im Kulturkreis Russland aktuell, sachlich-subjektive Eindrucke von weiblichen und männlichen Deutschland-Alumni aus Deutschland, Ukraine und Russland
    • Lyubow Rakovitsa, Institut für Information Donezk-Minsk, Deutschland-Alumna
    • Olga Skorochodowa, Frankfurter Börse, Frankfurt (Main), DAAD-Alumna
    • Dr. Georg Schneider, Trainer, Geschäftsführer SWILAR GMBH/Club-Forum, Young Leader
    • Dr. Artem Lysenko, Alumni-Netzwek „hallo deutschland!“, Deutsch-Russisches Forum (Live-Übertragung) Simultanübersetzung
  • 15.00 Uhr Austausch mit Petersburger Dialog AG Bildung und Wissenschaft
    • Prof. Dr. Wilfried Bergmann, Leiter Arbeitsgruppe Wissenschaft, Petersburger Dialog, Vorstandsmitglied DRF, Mitglied des Senates, Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste und
    • Prof. Dr. Igor Maximzew, Rektor der Staatlichen Universität für Wirtschaft, St. Petersburg

 

Mittwoch, 07.10.2020 ‚Kreatives Netzwerken, eigene Erfahrungen weitergeben‘

  • 9 Uhr Vorstellung und Austausch mit Stefanie Schneider, Konsulin, Leiterin Kultur- und Pressereferat, Deutsches Generalkonsulat St. Petersburg
  • 9.30 - 11.00 Uhr Start-Ups, digitale Projekte, Aleksandr Ustinov, AHK Moskau und Oleg Botschtarew, Innovationsentwicklung beim großen Unternehmen Kirowskij zawod, St. Petersburg, Simultanübersetzung
  • 11.00 Uhr Pause
  • 11.15 Uhr Vorstellungsrunde, Präsentationen TeilnehmerInnen Teil III
  • 12.15 Uhr Mittagsaustausch
  • 13.00 Uhr Lucian Brujan. Referent der Abteilung Internationale Beziehungen Leopoldina. „Deutsch-Russische Zusammenarbeit in der Wissenschaft: Stand und Perspektiven“
    • Derzeit arbeitet die Leopoldina gemeinsam mit der Russischen Akademie der Wissenschaften und der Präsidialverwaltung der Russischen Föderation an der Gründung eines ‚Deutsch-Russischen Koordinierungsrates für junge Wissenschaftler*innen und Innovatoren
  • 14 Uhr Vortrag Prof. Dr. Kamilla Nigmatullina, Leiterin Lehrstuhl Digitale Medienkommunikationen, Universität Sankt Petersburg "Soziale Netzwerke als Informationsquelle in Russland. Monate der Pandemie und Ressourcen für die Zukunft", Simultanübersetzung
  • 15 Uhr Abschlussaustausch, Evaluation, Verleihung der Zertifikate
    Michaela Thiel, Dr. Artem Lysenko

Alumni bekommen die „realen“ Teilnahmezertifikate nachträglich per Post zugeschickt.