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Detail eines Doppelschalmeispielers aus der Türkei

Beschreibung:

Heute ranken sich jede Menge Fragen um antike Doppelschalmeien unter dem Namen Aulos oder Tibia. Wichtige Komponenten wie das Mundstück oder die Mundhalterung konnten nie archäologisch nachgewiesen werden, denn wie auch heute bestanden sie aus vergänglichen Materialien. Umso wichtiger sind die reichhaltigen bildlichen Quellen aus dieser Zeit. Ein Beispiel hierfür hat uns der späthethitische Herrscher Bar-rakib im 8. Jahrhundert v. Chr. in seiner Hauptstadt Sam’al (Zincirli, Türkei) hinterlassen. Für den pompösen Eingangsbereich seines Palastes ließ er Orthostaten anfertigen, die ihn im Kreise seiner Musiker und Beamte beim Bankett zeigen.

Auch ein Doppelschalmeispieler tritt auf, seine leicht aufgeblasenen Wangen und die Mundpartie sind gut zu erkennen. Beim Anblick seines Spiels scheint fast der näselnde und durchdringende Klang des Instruments zu ertönen.

Der Abguss des Reliefs aus dem Vorderasiatischen Museum in Berlin ist nicht nur ein wichtiges architektonisches Zeugnis antiker Palastbauten, sondern auch ein bedeutendes Puzzleteil, um die Geschichte der Rohrblattinstrumente von der Gegenwart bis in die Antike zurückverfolgen zu können.

 

Hersteller: Gipsformerei, Berlin
Kosten: 200 Euro

Aufbewahrungsort: Vorderasiatisches Museum, Berlin