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    Universität beim Professorinnen-Programm erfolgreich

    05.09.2008

    Die Zahl der Frauen an deutschen Hochschulen soll wachsen – mit diesem Ziel haben Bundesregierung und Länder das so genannte Professorinnen-Programm aufgelegt. In der ersten Bewerbungsrunde konnte sich auch die Universität Würzburg durchsetzen. Sie hat die Jury mit einer Skizze ihres Gleichstellungskonzepts überzeugt, das zurzeit in Arbeit ist. Darin möchte die Uni verbindlich festlegen, wie sie in den kommenden fünf Jahren den Frauenanteil in Studium, Forschung und Lehre erhöhen will.

    Junge Wissenschaftlerin mit Doktorhut
    Frauen mit Doktorhut gibt es noch relativ häufig, habilitierte Wissenschaftlerinnen und Professorinnen dagegen schon seltener: Nur 16 Prozent der Professuren in Deutschland sind mit Frauen besetzt. Das Bild entstand bei einer Studienabschlussfeier an der Universität Würzburg. Foto: Robert Emmerich

    Als nächstes müssen die in der ersten Runde positiv bewerteten Hochschulen möglichst schnell Frauen berufen, denn die Fördermittel, die in Aussicht stehen, werden nach dem so genannten Windhundprinzip vergeben. Das bedeutet: Wer sich mit der Berufung zu viel Zeit lässt, bekommt womöglich kein Geld mehr. Zwar kann jede der 79 positiv begutachteten Hochschulen mit Fördermitteln für bis zu drei Professorinnenstellen rechnen. Doch insgesamt stehen nur Mittel für bis zu 140 Stellen zur Verfügung. Wer also zuerst Nägel mit Köpfen macht, hat die größten Chancen. Die Fördermittel können erst dann beantragt werden, wenn die Berufungsverfahren abgeschlossen sind.

    Im Professorinnen-Programm hatten 113 Aspiranten – das ist ein Drittel aller Hochschulen in Deutschland – ihre Gleichstellungskonzepte eingereicht. Bund und Länder wollen mit dieser Initiative herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen langfristige Perspektiven eröffnen. „Junge Frauen erhalten damit auch Vorbilder und Motivation für ihre eigenen Wissenschaftskarrieren“, so Bundesbildungsministerin Annette Schavan in einer Pressemitteilung.

    Für das Programm stellen Bund und Länder 150 Millionen Euro zur Verfügung. Sie wollen damit die Anschubfinanzierung (für fünf Jahre) für Berufungen von Frauen auf unbefristete W2- und W3-Professuren leisten. Aber auch die Finanzierung von Berufungen auf freie Professuren ist möglich. Je Berufung und Jahr liegt die Fördersumme bei bis zu 150.000 Euro. Getragen wird die Summe je zur Hälfte vom Bundesforschungsministerium und dem Land, in dem die antragstellende Hochschule ihren Sitz hat.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Marie-Christine Dabauvalle, Frauenbeauftragte der Universität, T (0931) 888-4273, dabauvalle@biozentrum.uni-wuerzburg.de

    Von Robert Emmerich

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