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    Studium: Technologie der Funktionswerkstoffe

    14.07.2010

    Viel Abwechslung bietet der Studiengang „Technologie der Funktionswerkstoffe“: Es geht darin um verschiedene Aspekte der Naturwissenschaften und um Regenerative Medizin. Bewerbungen für den Studienstart im Herbst sind noch möglich.

    Manuel Röder, Verena Kleiner und Christopher Brandt (von links) studieren an der Uni Würzburg die „Technologie der Funktionswerkstoffe“. Foto: Robert Emmerich
    Manuel Röder, Verena Kleiner und Christopher Brandt (von links) studieren an der Uni Würzburg die „Technologie der Funktionswerkstoffe“. Foto: Robert Emmerich

    Sputtern, steht auf dem Türschild. Was in diesem Praktikumsraum am Röntgenring wohl passiert? „Sputtern, das war echt gut“, sagt Verena Kleiner. Ihr Kommilitone Christopher Brandt erklärt, worum es geht: Die Studierenden lernen, Gegenstände hauchfein mit Silber zu beschichten. Nur dann kann man die Objekte unter dem Elektronenmikroskop untersuchen.

    Verena und Christopher studieren Technologie der Funktionswerkstoffe, kurz TecFun. Funktionswerkstoffe sind in vielen Bereichen wichtig: Informationstechnologie, Maschinen- und Anlagenbau, Verkehrs- und Medizintechnik.

    Piezo-Werkstoffe am Fraunhofer-Institut

    Einblick in die Entwicklung solcher Spezialwerkstoffe bekommen die Studierenden zum Beispiel bei Praktika im Würzburger Fraunhofer-Institut für Silicatforschung. Dort werden unter anderem Piezo-Werkstoffe erforscht – Materialien, die unter mechanischer Belastung elektrische Spannung erzeugen oder die sich verformen, wenn man sie unter Strom setzt.

    Wozu das gut sein kann? „Damit lassen sich zum Beispiel die mechanischen Kräfte, die beim Fliegen auf ein Flugzeug einwirken, in messbare elektrische Signale umwandeln. Auf diese Weise könnte man automatisch Materialermüdungen oder Schäden an der Flugzeugoberfläche registrieren“, erklärt TecFun-Student Manuel Röder.

    Familiäre Atmosphäre im Studiengang

    Manuel Röder und Verena Kleiner waren 2006 unter den ersten Studierenden, die sich im damals brandneuen Studiengang TecFun eingeschrieben haben. „Wir würden das jederzeit wieder studieren“, sagen beide, und auch Christopher stimmt zu. Was den Dreien an TecFun besonders gut gefällt: „Die familiäre Atmosphäre, das Studium in kleinen Gruppen. Wir sind richtige Teamworker und machen viel gemeinsam, auch privat.“

    Die Betreuung an der Uni empfinden die Studierenden als sehr gut: Zwei Koordinatoren sorgen dafür, dass organisatorisch alles glatt läuft. Sie stimmen die am Studiengang beteiligten Akteure aufeinander ab: Uni, Fachhochschule, Fraunhofer-Institut, Süddeutsches Kunststoffzentrum und Zentrum für Angewandte Energieforschung.

    Regenerative Medizin: Werkstoffe für den Organismus

    Für die TecFuns eine Bereicherung: Das neue Fachgebiet Regenerative Medizin bringt sich ebenfalls in den Studiengang ein. Was Medizin mit Werkstoffen zu tun hat? Gar nicht so wenig. Schließlich müssen die Oberflächen von künstlichen Gelenken und anderen Implantaten so beschaffen sein, dass der Organismus des Menschen sie möglichst gut annimmt. Ebenso spannend: Trägerstoffe, die medizinische Wirksubstanzen enthalten und sie im Körper des Menschen freisetzen.

    Am Anfang des Studiums stehen vor allem Mathe, Physik und Chemie auf dem Stundenplan, später kommen Spezialgebiete wie Biokompatible Werkstoffe dazu. Die Berufsaussichten für Absolventen technischer Fächer sind derzeit sehr gut. Vor allem Ingenieure werden in den kommenden Jahren stark gefragt sein, wie verschiedene Prognosen sagen.

    Bewerbungen noch möglich

    Bewerbungen sind bis 15. Juli möglich. Danach können sich Interessierte zwischen dem 15. und 30. September fürs Losverfahren bewerben.

    Studiengang „Technologie der Funktionswerkstoffe“: Mehr Informationen 

    Bewerben für den Studiengang 

    Informationen zum Losverfahren 

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