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    Studientag über Politik in Afrika

    13.07.2007

    Zu einem öffentlichen Studientag „Politik in Afrika – Politik für Afrika“ sind alle Interessierten am Dienstag, 17. Juli, ab 14 Uhr in den Hörsaal I des Universitätsgebäudes am Wittelsbacherplatz eingeladen. Experten aus der Hochschule und ehrenamtliche Helfer in Entwicklungsprojekten berichten dort über afrikanische Politik. Veranstalter ist das Institut für Politikwissenschaft und Sozialforschung.

    Mit seinen Problemen und der Not der Bevölkerung kommt Afrika bei Großveranstaltungen – vom G8-Gipfel bis zu Konzerten – immer wieder in die Schlagzeilen. In der Arena der politischen Debatte aber spiele der Kontinent keine wirklich dauerhafte Rolle, heißt es in einer Mitteilung des Instituts. Regelmäßig tauche Afrika im Zusammenhang mit „gescheiterten Staaten“, Entwicklungsproblemen oder gewaltsamen Auseinandersetzungen wie jüngst in Darfur oder Botswana auf. Politik für Afrika stehe unter dem Vorzeichen der Verantwortung der Industrieländer für die Not vieler Menschen, Politik in Afrika schaffe es nur dann auf die Agenda der Medien, wenn es von spektakulären Misserfolgen zu berichten gilt.

    Mit dem öffentlichen Studientag wollen die Würzburger Wissenschaftler hier einen Kontrapunkt setzen. Gisela Müller-Brandeck-Bocquet, Professorin für Internationale Beziehungen an der Uni Würzburg, spricht über die Afrikapolitik der Europäischen Union. Alexandra Vogel, ebenfalls Politikwissenschaftlerin aus Würzburg, beleuchtet die Integration aus der Perspektive Afrikas am Beispiel der East African Community. Mit dem Verständnis von Politik vor Ort in Afrika und dem Zusammenspiel mit sozialen Regeln beschäftigt sich Dr. Gundula Fischer von der St. Augustine’s University in Mwanza (Tansania) am Beispiel Daressalams.

    Zwei Referenten berichten dann aus der praktischen Arbeit in Sachen europäisch-afrikanische Beziehungen. Redakteur Andreas Jungbauer stellt das Togo-Projekt vor, bei dem die Würzburger Tageszeitung Main-Post mit der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe kooperiert. Und Michael Stolz präsentiert das Partnerschaftsprojekt M.W.A.N.Z.A. e.V., das sich um die Pflege der Partnerschaft zwischen den Städten Würzburg und Mwanza (Tansania) kümmert. Stolz ist Vorsitzender des Vereins.

    Zu den Vorträgen sind alle Interessierten eingeladen. Die Veranstaltung endet gegen 17.30 Uhr. Kontakt: Dr. Thomas Leuerer, Institut für Politikwissenschaft und Sozialforschung, T (0931) 888-4802, thomas.leuerer@uni-wuerzburg.de

    Von Robert Emmerich

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