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    Sprungbrett in den neuen Hubland-Campus

    25.03.2010

    Richtfest am Hubland: Die Bauarbeiten für das neue Hörsaal- und Seminargebäude der Uni Würzburg liegen voll im Zeitplan. Das Gebäude steht am Nordwest-Eck des bisherigen Campus; es symbolisiert den Brückenschlag in die Zukunft.

    Die Richtkrone

    Nach gerade einmal sieben Monaten Bauzeit, in denen auch nicht der lange und schneereiche Winter den Zeitplan durcheinander gebracht hat, konnte die Universität Würzburg jetzt Richtfest für ihr Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude am Hubland feiern. In knapp einem Jahr soll der Bau bezugsfertig sein – genau zum passenden Zeitpunkt, um den Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs optimale Bedingungen zum Studienstart zu bieten.

    Als „Sprungbrett in die Leightons“ bezeichnete Unipräsident Alfred Forchel das neue Gebäude in seiner Ansprache während des Richtfests. Am Rande des Hubland-Campus gelegen, befindet es sich in direkter Nähe zu dem früheren Leighton-Areal. Auf diesem Gelände, das bis vor knapp einem Jahr den US-Streitkräften als Kaserne gedient hat, entsteht momentan auf rund 39 Hektar ein neuer, zweiter Hubland-Campus für die Universität.

    20.000 Quadratmeter für die Uni

    Insgesamt 20.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche erhält die Universität damit in den kommenden Jahren – und ist damit sehr gut gerüstet für den Zuwachs an Studierenden, wie Forchel sagte. Knapp die Hälfte dieser Fläche bringen die Gebäude auf dem Leighton-Gelände; die andere Hälfte entsteht zurzeit auf dem „alten“ Campus und an weiteren Standorten der Uni. Keinen unerheblichen Beitrag liefert dafür das Zentrale Hörsaal- und Seminargebäude.

    Drei Hörsäle mit insgesamt 1041 Sitzplätzen sind in dem lichten Neubau untergebracht, erklärte Baudirektor Dieter Maußner vom Staatlichen Bauamt Würzburg in seiner Begrüßung. Dazu kommen weitere 23 Seminarräume mit noch einmal Platz für rund 1000 Studierende. Insgesamt können dort also mehr als 2000 Studierende gleichzeitig Vorlesungen und Seminare besuchen. 3200 Quadratmeter Nutzfläche erhält die Uni damit neu; rund 16,7 Millionen Euro wird das Gebäude am Ende kosten.

    Spätestens zum Sommersemester 2011 soll das Hörsaalgebäude bezugsfertig sein, versprach Maußner. Damit sei die Universität „baulich optimal auf den doppelten Abiturjahrgang vorbereitet“.

    100 Millionen Euro für die Uni

    Als „Fundament für die Bildung“ bezeichnete Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium den Neubau in seiner Festrede. Der Vertreter von Bayerns oberster Baubehörde rechnete vor, dass zurzeit für die Universität Würzburg Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro geplant seien. Die Erweiterung auf das Leighton-Gelände sei eine „Jahrhundertentscheidung für die Wissenschaft in Unterfranken“ – eine Leistung, die weit in die Zukunft reiche.

    Ein Motor für die Stadt

    Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Oberbürgermeister Georg Rosenthal. Für ihn symbolisiere der Neubau die „Brücke vom alten zum neuen Hubland-Campus“; er bilde den Markstein für die weitere Entwicklung der Uni und damit für die gesamte Stadt. Schließlich seien Universität und Universitätsklinikum der größte Arbeitgeber in der Region, ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und ein leistungsstarker Wissenschaftsmotor, so Rosenthal.

    Weitere Richtfeste in Aussicht

    16 Richtfeste an bayerischen Hochschulen wird es in 2010 geben, rechnete Gerhard Eck vor. Zu einem davon könnte die gleiche Runde schon bald wieder am Hubland zusammen kommen – dann allerdings an der südlichen Grenze des Campus. Dort befindet sich gerade ein hochmodernes Praktikums- und Laborgebäude für Studierende in den Naturwissenschaften im Rohbau. Auch dort sind die Arbeiten trotz der widrigen Witterungsverhältnisse der vergangenen Monate voll im Zeitplan. Auch dieses Gebäude wird bis zum Sommersemester 2011 bezugsfertig sein.

    Weitere Bilder

    Von Gunnar Bartsch

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