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    Spatenstich für die Mensateria

    13.06.2013

    Mehr als zwei Jahre nach der Erweiterung der Universität Würzburg auf den Campus Hubland Nord fand dort der Spatenstich für den ersten Neubau statt. Die Mensateria soll elf Millionen Euro kosten. Ihre Fertigstellung macht den Weg frei für ein weiteres, dringendes Großprojekt.

    Auf Drei zugleich: Spatenstich für die Mensateria am Hubland-Campus mit (v.l.) Unikanzler Uwe Klug, Regierungsvizepräsident Andreas Metschke, Oberbürgermeister Georg Rosenthal, Landtagsabgeordneter Oliver Jörg, Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch,
    Auf Drei zugleich: Spatenstich für die Mensateria am Hubland-Campus mit (v.l.) Unikanzler Uwe Klug, Regierungsvizepräsident Andreas Metschke, Oberbürgermeister Georg Rosenthal, Landtagsabgeordneter Oliver Jörg, Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch, Unipräsident Alfred Forchel, Matthias Nowak (stellvertretender Geschäftsführer des Studentenwerks Würzburg) und Joachim Fuchs (Leiter des Staatlichen Bauamts Würzburg). Foto: Marco Bosch

    „Eins, zwei, drei – und los!“ Wenn Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch das Kommando gibt, schwingen sogar Präsidenten, Oberbürgermeister und Landtagsabgeordnete den Spaten und schaufeln jede Menge fränkischen Mutterboden in Richtung der versammelten Fotografen.

    Heubischs Befehl galt dem Spatenstich für die neue Mensateria auf dem Campus Hubland Nord – dem „ersten deutlich sichtbaren Neubau“ auf dem Gelände, das die Universität Würzburg im Mai 2011 nach dem Abzug der US-Streitkräfte in Betrieb genommen hatte, wie Unipräsident Alfred Forchel in seiner Rede sagte.

    Die Mensateria

    Wenn alles nach Plan läuft, soll die Mensateria – eine Art „kleine Mensa“ – Ende 2014 in Betrieb gehen. Rund 400 Gästen wird der zweigeschossige Bau dann gleichzeitig Platz bieten. Der Betreiber, das Studentenwerk Würzburg, rechnet damit, dass dort täglich etwa 1500 Mahlzeiten zubereitet und verzehrt werden. Im Foyer, auf dem Balkon oder auf der Freifläche außen können die Besucher anschließend einen Kaffee genießen, lesen, arbeiten oder sich unterhalten. Rund elf Millionen Euro wird der Neubau kosten.

    Der Spatenstich hat nach Forchels Worten „hohe Bedeutung für die Universität, ihre Beschäftigten und ihre Studierenden“. Er sei der Startschuss für eine gesicherte Versorgung am Hubland. Schließlich macht die Fertigstellung der Mensateria den Weg frei für ein weiteres, gewaltiges Bauvorhaben: die Sanierung der Mensa auf dem Campus Hubland Süd. Deren Bausubstanz und technische Ausstattung sind nach mehr als 30 Jahren intensivster Nutzung verbraucht; eine Sanierung im laufenden Betrieb ist nicht möglich.

    Die Sanierung der Mensa

    Für den Ablauf nach 2014 sehen die Pläne deshalb so aus: Bis voraussichtlich 2017 wird die Sanierung der Mensa dauern. In dieser Zeit wird die Mensateria bis zu 2000 Essen mehr am Tag produzieren. Weil dann die 400 Plätze nicht mehr für alle Gäste ausreichen werden, errichtet das Studentenwerk auf dem Campus Süd ein Verpflegungszelt, das von der Küche der Mensateria mitbedient wird. 43 Millionen Euro sind für die Sanierung veranschlagt; die Planungen hat das Wissenschaftsministerium vor Kurzem freigegeben.

    Zuvor wird allerdings noch ein ganz anderes Bauwerk seiner Bestimmung übergeben: Am 6. Dezember 2013 soll die Verkehrsfreigabe der Brücke über die Straße Am Galgenberg erfolgen, versprach Joachim Fuchs, Leiter des Staatlichen Bauamts Würzburg. Der „bauliche Brückenschlag“ verbindet den alten mit dem neuen Campus und wird allen Besuchern der Mensateria ein gefahrloses Queren der Straße ermöglichen.

    Aus den Reden

    „Allein für den Campus Hubland Nord hat die Bayerische Staatsregierung bisher bereits gut 72 Millionen Euro in die Hand genommen. Denn wir wollen, dass an der Universität Würzburg weiterhin mit hoher Qualität gelehrt und geforscht wird. Seien Sie versichert: Ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Baumittel in meinem Etat dafür gesteigert werden.“
    Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch

    „Der Bau der Mensateria ermöglicht es der Universität Würzburg, den gestiegenen und weiterhin steigenden Studierendenzahlen gerecht zu werden. Wir sind damit in der Lage, auch in Zukunft eine neue Generation wissenschaftlich gebildeter Menschen zu entlassen. Vielen Dank allen Beteiligten für diese koordinierte Aktion.“
    Universitätspräsident Alfred Forchel

    „Ich erinnere mich noch gut an einen bedrückenden Termin hier auf dem Gelände im Jahr 2004. Damals musste ein Kommandeur seine Kampftruppen in den Irak verabschieden. Später hat das Staatliche Bauamt hohe Mauern und eine Hightech-Überwachung rings um das Gelände gebaut. Dass wir nun den Spatenstich für den ersten Neubau nach der Konversion feiern können, ist eine Riesenfreude für mich.“
    Joachim Fuchs, Leiter des Staatlichen Bauamts Würzburg

    „Der Spatenstich ist doppelter Grund zur Freude für das Studentenwerk Würzburg. Zum einen schließt die Mensateria eine Versorgungslücke auf dem Campus Hubland Nord. Zum anderen markiert der Spatenstich nach einem rund zehn Jahre langen Kampf den Start für die dringend notwendige Sanierung der Hubland-Mensa. Unser Dank gilt deshalb allen Beteiligten.“
    Matthias Nowak, stellvertretender Geschäftsführer des Studentenwerks Würzburg.

     

    Von Gunnar Bartsch

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