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    Robotik-Halle: „Symbol für die Zukunft“

    21.11.2005

    Die Universität Würzburg soll einen dritten Studiengang im Bereich der angewandten Wissenschaften erhalten: Nach der Nanostrukturtechnik und der Technischen Informatik hat Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel am vergangenen Wochenende die „grundsätzliche Billigung“ eines Studienganges „Technologie der Funktionswerkstoffe“ bekanntgegeben.

    Bei der Einweihung der Robotik-Halle der Universität sagte der Minister, die Details dieser Entscheidung seien noch in einer Zielvereinbarung zwischen Ministerium und Universität abzusichern. Mit der Entscheidung des Ministeriums ist ein seit Mitte der 90er-Jahre andauernder Kampf um diesen Studiengang offenbar von Erfolg gekrönt.

    Dies brachten mit dem Dank an das Ministerium auch Universitätspräsident Prof. Dr. Axel Haase und der Prodekan der Fakultät für Chemie und Pharmazie, Prof. Dr. Ingfried Zimmermann zum Ausdruck. Der neue Studiengang ist im wesentlichen in dieser Fakultät angesiedelt. Mit einbezogen ist auch ein Teil des Lehrangebots der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt.

    Minister Dr. Goppel sagte bei der Einweihung der Robotik-Halle, wenn auch die Baukosten dafür nur knapp eine Million Euro betragen hätten, habe sie einen hohen Nutzen: „Die Robotik-Halle ist gleichsam das Symbol für eine zukunftsorientierte Ausrichtung der Universität Würzburg“. Mit ihr wären ideale Voraussetzungen für Forschung, Entwicklung und Lehre auf dem Gebiet der Robotik geschaffen worden, was ihre Attraktivität stärke.

    Von der Robotik sei viel zu erwarten, so der Minister, ein enormes Wachstumspotential, viele internationale Kooperationsmöglichkeiten und schließlich eine starke Nachfrage nach Fachkompetenz auf dem Arbeitsmarkt. Präsident Prof. Haase erinnerte daran, dass schon im Oktober die neue Halle im Mittelpunkt der Öffentlichkeit gestanden sei, als von dort aus der Start einer russischen Rakete mit dem ersten Satelliten einer bayerischen Universität, UWE 1, beobachtet werden konnte.

    Diese Weltraumaktivitäten hätten die Grundlage zu einem neuen internationalen Exzellenz-Studiengang, dem „Space-Master“, gelegt, der mit mehreren europäischen Partneruniversitäten angeboten wird. Die ersten Studierenden haben in diesem Herbst in Würzburg den Studiengang begonnen. Die Universität, so Prof. Haase, „entwickelt also nicht nur technische Disziplinen, sondern tritt damit in den kleinen Kreis der Universitäten weltweit ein, die die Raumfahrttechnologie einschließen.“

    Nutzer der Robotik-Halle ist Prof. Dr. Klaus Schilling, seit kurzer Zeit der Inhaber des Lehrstuhls für Technische Informatik in Würzburg. Er stellte die Projekte vor, die in der Halle vorangebracht werden sollen. Die Robotik-Halle wurde innerhalb eines knappen Jahres gebaut. Zusammen mit einem Freigelände für Roboterversuche sind die neu erstellten Räume für praxisorientierte Lehrveranstaltungen und Forschung mit entweder fest installierten oder frei navigierenden Roboter vorgesehen.

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