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    Produkte für Usabilitytest gesucht

    08.08.2016

    Der Lehrstuhl für Psychologische Ergonomie ist aktuell wieder auf der Suche nach Produkten, die im Rahmen einer studentischen Projektarbeit unter Anwendung von verschiedenen Usability-Methoden auf Herz und Nieren geprüft werden können.

    Verzweiflung am Smartphone
    Wenn das Smartphone zur Verzweiflung treibt, haben Entwickler und Hersteller versagt. Ein Usabilitytest hätte das verhindern können.

    Fahrkartenautomaten, vor denen potenzielle Fahrscheinkäufer kapitulieren. Digitale Kameras, in deren Untermenüs Hobbyfotografen sich verlieren. Radiowecker, die mitten in der Nacht unerwünscht Alarm schlagen: Sie alle sind Beispiele für Geräte, bei denen die Entwickler das Thema „Gebrauchstauglichkeit“ – auf Englisch Usability – anscheinend aus den Augen verloren haben.

    Entwickler und Hersteller, die diesen Fehler vermeiden möchten, finden jetzt am Lehrstuhl für Psychologische Ergonomie der Universität Würzburg Unterstützung. Dort können sie ihre Produkte im Rahmen einer studentischen Projektarbeit unter Anwendung von verschiedenen Usability-Methoden auf Herz und Nieren prüfen lassen.

    Die Rahmenbedingungen der Projektarbeit sind wie folgt:

    Eine Gruppe von fünf bis sieben Studierenden wird einen analytischen und empirischen Vergleich der Usability von zwei Produkten im Zeitraum vom 20. Oktober 2016 bis 28. Februar 2017 durchführen. Die zu evaluierenden Produkte werden vom Auftraggeber benannt beziehungsweise gestellt (beispielsweise Vergleich eines Vorgänger- mit einem Nachfolgerprodukt, Vergleich mit einem Konkurrenzprodukt). Im Einzelnen umfasst dies:

    •    Wahl und Durchführung einer analytischen Methode (Heuristische Evaluation, Cognitive Walkthrough, Pluralistic Walkthrough, Modellunterstützte Evaluation) mit dem Studierendenteam als Experten.

    •    Empirischer Vergleich in Form eines Usabilitytests mit mit ca. 20 (zumeist studentischen) Testern, bei dem sowohl formative wie auch summative Evaluationsmethoden zum Einsatz kommen.

    Die Wahl der konkret eingesetzten Methoden obliegt den Studierenden, kann aber mit dem Auftraggeber abgestimmt werden. Sollen andere als studentische Tester zum Einsatz kommen, muss der Auftraggeber bei der Rekrutierung und Vergütung mitwirken.

    Im Regelfall wird der Usabilitytest statistisch ausgewertet und es kann eine Aussage darüber getroffen werden, ob sich die Produkte hinsichtlich Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit unterscheiden oder nicht; zusätzlich werden Usabilityprobleme benannt und zu den gravierendsten Problemen Verbesserungsvorschläge generiert.

    Zwischenergebnisse werden von den Studierenden voraussichtlich am 3. November (analytische Evaluation) und 9. Februar (Usability Test) präsentiert. Der Auftraggeber kann an den Zwischenpräsentationen teilnehmen.

    Ein schriftlicher Ergebnisbericht über das Vorgehen und die Ergebnisse im Projekt im Umfang von zwölf Seiten zuzüglich Anhang mit einer Dokumentation der Versuchsmaterialien wird dem Auftraggeber Anfang März 2017 übergeben.

    Preis auf Anfrage, für Auftraggeber aus der Universität Würzburg ist das Angebot gegebenenfalls kostenlos. Die Annahmefrist endet am Mittwoch, 24. August.

    Kontakt

    Robert Tscharn,  robert.tscharn@uni-wuerzburg.de

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