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    Offener Brief an Ministerpräsident Seehofer

    03.11.2010

    Der Hochschulbereich solle von den Sparbeschlüssen der Staatsregierung verschont bleiben. Das fordern die Dekane der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten der bayerischen Hochschulen. In einem Offenen Brief wenden sie sich an Ministerpräsident Horst Seehofer.

    Demonstrationszug: Gegen Kürzungen im Bildungsbereich protestierten am 23. Oktober 2010 in Würzburg Studierende, Mitglieder der Hochschulleitung, Professoren, Dekane und zahlreiche Mitarbeiter der Uni. Foto: Robert Emmerich
    Gegen Kürzungen im Bildungsbereich protestierten am 23. Oktober 2010 in Würzburg Studierende, Mitglieder der Hochschulleitung, Professoren, Dekane und zahlreiche Mitarbeiter der Uni. Foto: Robert Emmerich

    Auch Professor Christian Grund, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Würzburg, hat den Brief unterzeichnet. Hier das Schreiben im Wortlaut:

    Offener Brief zum Sparprogramm

    Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Seehofer,

    die Präsidentinnen, der Rektor und die Präsidenten der Bayerischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben in ihrem Brief vom 14. Oktober 2010 bereits auf die unmittelbaren Folgen des im Kabinett vom 27.09.2010 beschlossenen Sparprogramms hingewiesen. Die Leistungsfähigkeit der bayerischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften wäre bei einer tatsächlichen Umsetzung dieses Sparprogramms nicht mehr sichergestellt.

    Neben diesen unmittelbaren Folgen für den Lehr- und Forschungsbetrieb drohen immense ökonomische Nachwirkungen. Ohne ausreichende Investitionen in Bildung und Wissenschaft ist die gesamte wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit unseres Landes bedroht. Wir, die Dekanin und Dekane der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten bayerischer Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, sehen die Konsequenzen mit großer Sorge. Eine Umsetzung des geplanten Sparprogramms würde nicht nur jeden einzelnen Mitarbeiter und jede einzelne Mitarbeiterin der bayerischen Hochschulen und die fast 300.000 Studierenden treffen. Wenn das bayerische Kabinett an den Sparvorhaben im Hochschulbereich festhalten würde, dann wäre das ökonomisch kurzsichtig und würde die Leistungsfähigkeit unseres Landes insgesamt gefährden.

    Es ist daher dringend erforderlich, den Hochschulbereich von den Sparbeschlüssen auszunehmen. Damit werden Sie auch verhindern, die zukünftigen Gestaltungsspielräume der Politik weiter einzuschränken. Sie und Ihre Kabinettskolleginnen und Kabinettskollegen haben häufig geäußert, dass der Bildung eine bevorzugte Stellung eingeräumt werden muss, um unsere Zukunft zu sichern. Wir vertrauen darauf, dass diese Aussagen Bestand haben.

    Die Dekanin und Dekane wirtschaftswissenschaftlicher Fakultäten bayerischer Universitäten und Fachhochschulen

    Prof. Dr. Michael Amberg (Universität Erlangen-Nürnberg)
    Prof. Dr. Peter Bradl (FH Würzburg-Schweinfurt)
    Prof. Dr. Michael Feucht (FH Augsburg)
    Prof. Dr. Thomas Gehring (Universität Bamberg)
    Prof. Dr. Michael Grabinski (FH Neu-Ulm)
    Prof. Dr. Johannes Grabmeier (FH Deggendorf)
    Prof. Dr. Christian Grund (Universität Würzburg)
    Prof. Dr. Andreas Haufler (LMU München, VWL)
    Prof. Dr. Thomas Hess (LMU München, BWL)
    Prof. Dr. Heinrich Kuhn (Katholische Universität Eichstätt)
    Prof. Dr. Franz Magerl (FH Amberg-Weiden)
    Prof. Dr. Dirk Meyer-Scharenberg (Universität Regensburg)
    Prof. Dr. Jutta Michel (FH Coburg)
    Prof. Dr. Hans Jürgen Regier (FH München)
    Prof. Dr. Wolfgang Renninger (FH Amberg-Weiden)
    Prof. Dr. Hartmut Rumpf (FH Regensburg)
    Prof. Dr. Walter Schober (FH Ingolstadt)
    Prof. Dr. Ulrich Schweizer (FH Ansbach)
    Prof. Dr. Hans-Peter Sonnenborn (FH Hof)
    Prof. Dr. Karl Stoffel (FH Landshut)
    Prof. Dr. Klaus Turowski (Universität Augsburg)
    Prof. Dr. Peter Weis (FH Kempten)

    Offener Brief an Ministerpräsident Seehofer (pdf)

    Protest in Würzburg (23. Oktober 2010) gegen Kürzungen im Hochschulbereich

    Von Robert Emmerich

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