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    Neuer Hochschulrat bestätigt

    06.09.2007

    Er ist größer und verfügt über mehr Kompetenzen als sein Vorgänger: Am 1. Oktober nimmt an der Julius-Maximilians-Universität der neue Hochschulrat offiziell die Arbeit auf. In dem Gremium entscheiden zukünftig acht Angehörige der Uni und ebenso viele externe Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft über die Geschicke der Alma Julia. Das neue Hochschulgesetz räumt ihnen dabei weit gehende Befugnisse ein.

    Die neue Uni
    Der neue Hochschulrat bestimmt, wohin der Weg der Uni führt

    Wahl und Abwahl des Präsidenten und der übrigen Mitglieder der Hochschulleitung (mit Ausnahme der Kanzlerin), Entscheidung über die Grundordnung und deren Änderung, Ja oder Nein zum Entwicklungsplan und zur Gliederung der Hochschule sowie über Studiengänge: Es sind nicht wenige – und nicht ganz unwichtige – Punkte, die neben vielen anderen Aufgaben ab sofort in der Hand des neuen Hochschulrats der Universität Würzburg liegen. Seine Zusammensetzung steht jetzt fest, nachdem Wissenschaftsminister Thomas Goppel vor kurzem die acht externen Vertreter bestellt hat.

    Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist der neue Hochschulrat deutlich gewachsen. Statt bisher fünf Mitglieder diskutieren und entscheiden dort ab sofort 16 Hochschulräte. Acht von ihnen stammen aus den Reihen der Hochschule selbst; es handelt sich um die in den Senat gewählten Vertreter der Professoren, wissenschaftlichen und sonstigen Mitarbeiter sowie der Studierenden. Die anderen Acht sind so genannte externe Vertreter, „Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur und insbesondere aus Wirtschaft und beruflicher Praxis“, wie es das bayerische Hochschulgesetz fordert.

    Sie haben einen komplizierten Auswahlprozess überstanden: Erst erstellten Hochschulleitung und Wissenschaftsminister gemeinsam eine Vorschlagsliste. Diese musste dann vom Senat bestätigt werden, um anschließend wieder beim Minister zu landen, der endgültig die Ratsmitglieder bestellt. Vier Jahre beträgt die Amtszeit der externen Vertreter; maximal darf sie acht Jahre dauern. Bisherige Amtszeiten werden dabei nicht angerechnet. Die Senatsmitglieder sind jeweils für zwei Jahre gewählt.

    „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Hochschulrat“, begrüßte Unipräsident Axel Haase das neue Gremium. „Es ist uns gelungen, eine Gruppe herausragender Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft für unsere Universität zu gewinnen“, so Haase weiter. Er sei zuversichtlich, dass die Uni mit dieser Unterstützung ihren schon in der Vergangenheit erfolgreichen Weg weiter verfolgen werde.

    Eine erste Aufgabe des Hochschulrats wird es sein, einen Vorsitzenden zu wählen. Dieser muss laut Gesetz auf den Reihen der externen Mitglieder kommen; sein Stellvertreter wird automatisch der Vorsitzende des Senats.

    Die Mitglieder des Hochschulrats der Universität Würzburg sind:

    Als externe Vertreter:

    ·   Prof. Dr. Heinz Gerhäuser, Leiter des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen, Erlangen

    ·   Prof. Dr. Ernst Göbel, Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, Braunschweig

    ·   Prof. Dr. Otmar Issing, ehemals Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank und heute unter anderem Präsident des Center for Financial Studies (CFS) an der Johann Wolfgang Goethe- Universität, Frankfurt

    ·   Dr. h.c. Michael Klett, Aufsichtsratsvorsitzender der Holding Ernst Klett AG, Stuttgart

    ·   Dr. Klaus D. Mapara, Geschäftsführer der Robert Krick Verlags-Gmbh & Co. KG, Eibelstadt

    ·   Prof. Dr. Hartmut Michel, Direktor am Max Planck-Institut für Biophysik, Frankfurt

    ·   Prof. Dr. Markus Schwaiger, Direktor der Nuklearmedizinischen Klinik und Poliklinik im Klinikum Rechts der Isar, München

    · Prof. Dr. Sabine Weinert, Leiterin des Lehrstuhls für Psychologie I an der Universität Bamberg

     

    Die aus dem Senat stammenden Mitglieder sind:

    Als Vertreter der Professoren:

    ·   Prof. Dr. Martin Lohse, Leiter des Rudolf-Virchow-Zentrums/DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin

    ·   Prof. Dr. Alfred Forchel, Inhaber des Lehrstuhls für Technische Physik VI

    ·   Prof. Dr. Markus Riederer, Inhaber des Lehrstuhls für Botanik II

    ·   Prof. Dr. Karl-Heinz Lembeck, Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie I

    ·   Prof. Dr. Michael Erler, Inhaber des Lehrstuhls für klassische Philologie I

     

    Für die wissenschaftlichen Mitarbeiter:

    ·   Dr. Eberhard Rommel, Fakultät für Physik und Astronomie

     

    Für die sonstigen Beschäftigten:

    ·   Dr. Uwe Klug, Leiter der Stabsstelle Justiziariat und Wahlamt der Zentralverwaltung

     

    Für die Studierenden:

    Doris Aschenbrenner, Informatikstudentin und Mitglied der Juso-Hochschulgruppe.

    Von Gunnar Bartsch

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