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    Neue Stipendien für ausländische Studierende

    20.12.2013

    Für ausländische Studierende, die aus einem Land der Europäischen Union kommen und einen Studienaufenthalt in Würzburg planen, gibt es zusätzliche Unterstützung: die neu geschaffenen Europastipendien. Hier erfahren Sie mehr über die Initiatoren und Sponsoren.

    Bei der Vorstellung des Europastipendiums (von links): Universitätspräsident Alfred Forchel, Botschafter Maurice Gourdault-Montagne, Hanna und Georg Rosenthal, FHWS-Präsident Robert Grebner und Bernd Clausen, Präsident der Hochschule für Musik. (Foto
    Bei der Vorstellung des Europastipendiums (von links): Universitätspräsident Alfred Forchel, Botschafter Maurice Gourdault-Montagne, Hanna und Georg Rosenthal, FHWS-Präsident Robert Grebner und Bernd Clausen, Präsident der Hochschule für Musik. (Foto: Rudi Merkl)

    Ab sofort können sich ausländische Studierende, die aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union kommen und einen Studienaufenthalt in Würzburg planen, um eine zusätzliche Finanzspritze bewerben: Ab dem Wintersemester 2014/15 stehen erstmals Europastipendien zur Verfügung, die von Firmen und privaten Förderern finanziert werden. Zwölf Stipendien sind bislang gesichert; sie sind mit 7.000 Euro für ein Jahr dotiert. Die Bewerbungsfrist endet am 15. April.

    Europastipendium: zur Bewerbung

    Als Europa-Botschafter in Würzburg

    Die Stipendiaten sollen während ihres zweisemestrigen Studienaufenthalts in Würzburg ihre Heimatländer als Europa-Botschafter vertreten: Es ist vorgesehen, dass sie sich aktiv an Veranstaltungen beteiligen und eigene Ideen für den kulturellen Austausch einbringen. Geplant ist unter anderem eine interdisziplinäre Ringvorlesung über europäische Themen.

    Als Ansprechpartner stehen den Stipendiaten die International Offices der Würzburger Hochschulen zur Verfügung. Zusätzlich bekommen sie Paten zur Seite gestellt, unter denen sich so prominente Personen befinden wie der Wirtschaftsweise Peter Bofinger oder Schwimmweltmeister Thomas Lurz.

    Wie die Stipendien entstanden sind

    1973 wurde die Stadt Würzburg mit dem Europapreis ausgezeichnet. Zum 40. Jubiläum dieser Ehrung gab es im Laufe dieses Jahres viele Veranstaltungen. Auch eine Vollversammlung der Europapreisträgerstädte fand statt, auf der über die Jugendarbeitslosigkeit in Europa gesprochen wurde.

    Dieses Thema gab Hanna Rosenthal, Ehefrau des damaligen Oberbürgermeisters, viel zu denken. Sie überlegte sich, ein starkes Signal aus Würzburg zu setzen, das jungen Europäern eine neue Perspektive gibt: Die Idee für das Europastipendium war geboren. Und nicht nur das: Gemeinsam mit ihrem Mann Georg gelang es Hanna Rosenthal auch, Sponsoren und Unterstützer zu gewinnen.

    Auftaktveranstaltung mit Schirmherr

    „Das ist heute der Beginn eines Projekts. Ich hoffe, wir finden viele Nachahmer in Deutschland.“ Das sagte Hanna Rosenthal bei der offiziellen Vorstellung des Europastipendiums im Toscanasaal der Residenz. Dort waren am Abend des 19. Dezember die Präsidenten der drei Würzburger Hochschulen, Sponsoren und Paten zusammengekommen. Universitätspräsident Alfred Forchel dankte in seiner Ansprache allen Beteiligten sehr herzlich für ihr Engagement.

    Mit dabei war auch der Schirmherr des Europastipendiums: der französische Botschafter Maurice Gourdault-Montagne. Es freue ihn sehr, dass in der altehrwürdigen Universitätsstadt Würzburg ein so anspruchsvolles Programm wie das Europastipendium zu Stande gekommen ist, sagte er in seinem Grußwort. Besonders angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa sei ein solch zivilgesellschaftliches Engagement von großer Bedeutung.

    Stimmen von Sponsoren und Paten

    Moderator Eberhard Schellenberger vom Bayerischen Rundfunk ließ dann in kurzen Interviews mehrere Sponsoren und Paten zu Wort kommen – zum Beispiel Thomas Leicht von der Firma Brose. Dessen Unternehmen hofft auch darauf, aus dem Kreis der Stipendiaten möglicherweise neue Fachkräfte zu gewinnen: „Vielleicht ergeben sich ja fachliche Anknüpfungspunkte“, so Leicht.

    Worauf es bei der Auswahl der Stipendiaten auch ankommen werde, erklärte Patin Gisela Müller-Brandeck-Bocquet, Professorin für Politikwissenschaft: „Wichtig wird sein, dass sie sich für den Gedanken der europäischen Einigung engagieren.“

    Ob es nach dem ersten Jahr mit den Europastipendien dann auch weitergehen werde, wollte Moderator Schellenberger von Präsident Forchel wissen. Die Antwort fiel deutlich aus: „Ja, denn sonst wäre das ja eine Eintagsfliege, und solche pflegen wir nicht zu züchten.“

    Zur Homepage des Europastipendiums / Bewerbungsunterlagen 

    Die aktuellen Sponsoren des Europastipendiums in alphabetischer Reihenfolge:

    Anja und Josip S. Bill, Bill Medical
    Claus Bolza-Schünemann, Koenig & Bauer AG
    David Brandstätter, Mainpost
    Otto Drögsler und Jörg Ehrlich, Odeeh
    Kurt Eckernkamp, Vogel-Stiftung
    Thorsten Fischer, Flyeralarm
    Bernd Freier, s.Oliver
    Nikolaus Peter Hasch, Sparkasse Mainfranken
    Prof. Dieter Kranzfelder
    Eva Lutz, Minx
    Klaus D. Mapara, Robert-Krick-Verlag
    Jürgen Otto, Brose
    Christoph Unckell, Best Western Premier Hotel Rebstock

    Die aktuellen Paten des Europastipendiums in alphabetischer Reihenfolge:

    Prof. Peter Bofinger, Uni Würzburg
    Prof. Uli Braun, FHWS
    Peter Braun, GAPF – Angewandte Psychologische Forschung
    Prof. Vladimir Dyakonov, Uni Würzburg
    Prof. Georg Ertl, Uni Würzburg
    Prof. Margarete Götz, Uni Würzburg
    Prof. Peter Hoeres, Uni Würzburg
    Prof. Dieter Leistner, FHWS
    Thomas Lurz, Profischwimmer und mehrfacher Weltmeister
    Prof. Gisela Müller-Brandeck-Bocquet, Uni Würzburg
    Prof. Eckhard Pache, Uni Würzburg
    Prof. Klaus Schilling, Uni Würzburg
    Prof. Klaus Schönhoven, Uni Mannheim
    Prof. Billy Sperlich, Uni Würzburg
    Prof. Anuschka Tischer, Uni Würzburg
    Prof. Dagmar Unz, FHWS

    Weitere Bilder

    Von Robert Emmerich

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