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    Mediziner in den Simulator

    23.02.2006

    Piloten müssen regelmäßig in den Flugsimulator, um ihr Können und ihre Reaktionen in seltenen Gefahrensituationen zu üben. Solche Simulationstrainings werden auch in der Medizin zunehmend eingesetzt, bei der Ausbildung von Fachärzten ebenso wie zum Training ganzer Operationsteams. Auch das Klinikum der Uni Würzburg baut derzeit ein Interdisziplinäres Trainings- und Simulationszentrum, kurz INTUS, auf.

    Zwei Medizinprofessoren am Herzkatheter-Simulator
    Die Medizinprofessoren Wolfram Voelker und Heiner Langenfeld (von links) bei der Simulation eines Herzkatheter-Eingriffs. Foto: Robert Emmerich

    Das Würzburger Konzept ist für den Klinikbereich deutschlandweit bislang einmalig, weil es 18 verschiedene Fachgebiete vereint. „Die bereits bestehenden Simulationszentren an Kliniken decken meist nur den Bereich Anästhesie und Notfallmedizin ab“, erklärt INTUS-Leiter Professor Wolfram Voelker von der Medizinischen Klinik und Poliklinik I.

    In Würzburg verfügt man dagegen schon über Simulatoren für Kathetereingriffe an Herz und Gefäßen, für die minimal-invasive Chirurgie – damit wird zum Beispiel die Entfernung von Gallenblasen simuliert – sowie auch für das notfall- und intensivmedizinische Training. Als nächstes sollen Simulatoren für Endoskopie, Urologie und Radiologie angeschafft werden. Ab Sommer 2006 soll das INTUS in der früheren Herz-Thorax-Chirurgie (Haus C16) auf dem Altgelände des Klinikums untergebracht werden.

    Bereits am Samstag, 25. Februar, findet dort von 9.00 bis 16.00 Uhr der erste Trainings- und Simulationskurs im Rahmen des INTUS statt. Er befasst sich mit Herzkatheter-Eingriffen und dem Management von seltenen Komplikationen, die dabei auftreten können – zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, Kreislaufstillstand und dem plötzlichen Reißen eines Blutgefäßes. Der Kurs richtet sich an ärztliche Mitarbeiter des Uniklinikums. Weitere Informationen über INTUS  im Internet.

    Von Robert Emmerich

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