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    Jura: Intensivere Kooperation mit China

    10.07.2013

    Die Peking-Universität will ihre Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft ausweiten. Fürs Frühjahr 2014 ist zum Beispiel ein Workshop im Umwelt- und Energierecht geplant.

    Der Partnerschaftsvertrag mit der Peking-Universität ist erweitert: Vorn von links Oliver Remien, Alfred Forchel und Shouwen Zhang, hinten von links Eckhard Pache, Eric Hilgendorf, Xixin Wang und Xiaoyan Huang. (Foto: Robert Emmerich)
    Der Partnerschaftsvertrag mit der Peking-Universität ist erweitert: Vorn von links Oliver Remien, Alfred Forchel und Shouwen Zhang, hinten von links Eckhard Pache, Eric Hilgendorf, Xixin Wang und Xiaoyan Huang. (Foto: Robert Emmerich)

    Dichter Autoverkehr in der Metropole Peking, zäher Smog über der Stadt, auf der Straße Menschen mit Atemschutzmasken: Solche Bilder waren in den vergangenen Jahren immer wieder in den Medien zu sehen. „Umweltschutz ist in China zurzeit ein Riesenthema“, sagt Professor Eric Hilgendorf. Der Strafrechtler von der Universität Würzburg ist da gut informiert, denn er kooperiert seit Jahren mit Kollegen von der Peking-Universität.

    Diese Zusammenarbeit wird nun ausgeweitet – über das Strafrecht hinaus auf andere juristische Felder, unter anderem auf das Umwelt- und Energierecht. Als erste größere Veranstaltung dazu ist im Frühjahr 2014 ein Workshop in Würzburg geplant. „Im Kern soll es um rechtliche und praktische Aspekte des deutschen Umwelt- und Energierechts gehen“, so Hilgendorf. An dem Workshop werden Behördenleiter und junge Experten aus China teilnehmen.

    Gemeinsames Forschungszentrum geplant

    Außerdem streben die Jura-Fakultäten der beiden Universitäten den verstärkten Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden an. Sie planen auch die Gründung eines gemeinsamen Forschungszentrums für Technik und Recht. Die Würzburger Wirtschaftswissenschaften und die Sinologie wollen sich daran ebenfalls beteiligen.

    Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

    Offiziell besiegelt wurde die Ausweitung der Kooperation am Dienstag, 9. Juli, in der Universität am Sanderring. Dort begrüßten Universitätspräsident Alfred Forchel, Vizepräsident Eckhard Pache, Jura-Dekan Oliver Remien, Eric Hilgendorf und sein Forschungsassistent Xiaoyan Huang zwei Professoren von der Peking-Universität: Jura-Dekan Shouwen Zhang und Prodekan Xixin Wang.

    Präsident Forchel bezeichnete die Kooperation als wichtigen Schritt, um die Universität Würzburg weiter weltweit zu vernetzen. Er wies auch darauf hin, dass die beiden Universitäten bereits seit 2010 durch einen Partnerschaftsvertrag verbunden sind. So verbringen zum Beispiel alle Studierenden des Bachelor-Studiengangs „Modern China“ ein Semester an der Peking-Universität.

    Dekan Zhang zeigte sich erfreut über die intensivierte Kooperation mit einer international renommierten deutschen Universität. Sein Dank ging auch an Professor Hilgendorf, der sich stark für die Zusammenarbeit einsetzt: Unter anderem hat er 2010 den deutsch-chinesischen Strafrechtslehrerverband gegründet.

    Fakten zur Peking-Universität

    Die Peking-Universität wurde 1898 gegründet. Sie gilt als die Universität Chinas mit dem größten wissenschaftlichen Renommee. Als Volluniversität mit über 38 Fakultäten betreibt sie auch mehrere Kliniken in Peking und anderen Städten. Mehr als 30.000 Studierende sind an der Peking-Universität eingeschrieben.

    Bericht der Pressestelle von 2010 zur Partnerschaft mit der Peking-Universität

    Von Robert Emmerich

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