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    Humboldt-Stipendiaten zu Gast

    26.11.2014

    Viel internationales Flair auf dem Campus und in der Stadt: Über 200 junge Spitzenforscher aus 51 Ländern sind ab heute an der Uni Würzburg zu Gast. Die Alexander-von-Humboldt-Stiftung hält hier ihre Netzwerktagung ab.

    Junge Forscher aus aller Welt bei der Netzwerk-Tagung der Humboldt-Stiftung.
    Junge Forscher aus aller Welt bei der Netzwerk-Tagung der Humboldt-Stiftung.

    Raus aus den Bussen, im Gänsemarsch über den novemberkalten Hubland-Campus, rein in den Max-Scheer-Hörsaal, wo ein "warm welcome" wartet: Universitätspräsident Alfred Forchel hieß am Mittwochnachmittag gut 200 Nachwuchsforscher aus aller Welt in Würzburg willkommen.

    Der Anlass: Die Alexander-von-Humboldt-Stiftung (Bonn) veranstaltet vom 26. bis 28. November ihre Netzwerktagung an der Universität Würzburg. Hier kommen junge Spitzenforscher zusammen, die sich derzeit als Stipendiaten der Stiftung in Deutschland aufhalten und an Forschungseinrichtungen mit deutschen Kollegen zusammenarbeiten.

    Präsident Forchel machte die Gäste mit wichtigen Eckpunkten zur Geschichte der Universität vertraut. Nach ihm war Enno Aufderheide an der Reihe, der Generalsekretär der Humboldt-Stiftung. Er wies auf historische und kulturelle Highlights in Würzburg hin - unter anderem werden die Stipendiaten eine Weinprobe im Staatlichen Hofkeller machen - und präsentierte Fakten über die Stiftung.

    Würzburger Humboldtianer eröffnete die Tagung

    Den wissenschaftlichen Eröffnungsvortrag hielt der Spanier Gustavo Fernández Huertas, Sofja-Kovalevskaja-Preisträger der Humboldt-Stiftung. Er leitet bei Professor Frank Würthner am Würzburger Institut für Organische Chemie seine eigene Forschungsgruppe.

    Der Chemiker sprach über seine Forschung. Dabei geht es um Moleküle, die sich von ganz allein zu größeren Verbänden zusammenlagern. Eine Anwendung könnte einmal in der Chemotherapie von Krebserkrankungen liegen. Die großen Molekülverbünde eignen sich womöglich, um Medikamente ganz gezielt in Tumorzellen zu bringen. Das sollte die Nebenwirkungen der Therapie verringern und deren Effizienz steigern.

    Fotogalerie von der Eröffnung der Tagung

    Am Donnerstag, 27. November, besuchen die Humboldtianer Institute der Universität und berichten über ihre Forschungsschwerpunkte. Zudem können sie Kontakte untereinander sowie zu deutschen Kollegen knüpfen. An diesem Tag stellt die Stiftung zudem in einem Informationsvortrag allen Interessierten ihr Profil und ihre Programme vor: 16:30 Uhr, Seminarraum 1.012, Gebäude Z6 am Hubland.

    Buntes Tagungspublikum

    Die Mehrheit der Tagungsteilnehmer kommt aus den Naturwissenschaften (114), gefolgt von 77 Geisteswissenschaftlern und 17 Ingenieurwissenschaftlern. Die meisten Gäste stammen aus China (21), Spanien (11) und den USA (10). Aber auch deutsche Stipendiaten sind dabei.

    Ziel der Veranstaltung ist es, die neuen Humboldtianer untereinander und mit Würzburg vertraut zu machen – die Universität steht dabei exemplarisch für den Forschungsstandort Deutschland. Im Gespräch mit Beschäftigten der Stiftung erhalten die Stipendiaten auf der Tagung auch Tipps für das Forschen und Leben in Deutschland.

    Jahr für Jahr ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 herausragenden Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein weltweites Netzwerk aus inzwischen über 26.000 „Humboldtianern“. Sie kommen aus allen Fachgebieten in über 140 Ländern; unter ihnen sind derzeit 50 Nobelpreisträger.

    Würzburger Humboldtianer im Porträt

    Elf der Tagungsteilnehmer forschen derzeit in Würzburg. Einige von ihnen hat Gunnar Bartsch von der Pressestelle der Uni für den Newsletter einBLICK porträtiert.

    Weitere Bilder

    Von Robert Emmerich / AvH-Stiftung

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