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    Hohe Auszeichnung für Tobias Brixner

    18.11.2013

    Mit fast 2,7 Millionen Euro ist der Forschungspreis dotiert, den Professor Tobias Brixner (42) bekommt. Am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie entwickelt er damit neue Methoden für die molekulare Grundlagenforschung.

    Professor Tobias Brixner von der Uni Würzburg, Träger eines ERC Consolidator Grants 2013. (Foto: privat)
    Professor Tobias Brixner von der Uni Würzburg, Träger eines ERC Consolidator Grants 2013. (Foto: privat)

    Die Preise, die der Europäische Forschungsrat unter dem Namen „ERC Grants“ vergibt, sind in der Wissenschaft heiß begehrt. Zum einen kommt die Verleihung einer Auszeichnung gleich, zum anderen sind die renommierten Preise sehr hoch dotiert. Sie ermöglichen es den Preisträgern, aufwändige Projekte anzugehen.

    Professor Tobias Brixner, Inhaber des Lehrstuhls für Physikalische Chemie I an der Universität Würzburg, hat jetzt einen dieser Preise bekommen. Es ist ein so genannter ERC Consolidator Grant. Vergeben wird er an „besonders aussichtsreiche Forschungstalente“, wie es beim Forschungsrat heißt. Brixners Preisgeld beläuft sich auf rund 2,7 Millionen Euro.

    Neue Spektroskopie-Methoden entwickeln

    Mit dem Geld will der Professor neuartige Methoden der nichtlinearen Spektroskopie entwickeln, um das Phänomen der elektronischen Kohärenz in Molekülen, Nanostrukturen und an Festkörperoberflächen noch besser zu verstehen. Neben neuen Erkenntnissen für die Grundlagenforschung hofft er auf Resultate, die langfristig unter anderem für die Informations- oder Solartechnik wichtig sein könnten.

    Das mit dem ERC Grant geförderte Projekt heißt kurz “Multiscope“ (Multidimensional Ultrafast Time-Interferometric Spectroscopy of Coherent Phenomena in all Environments). Es ist auf fünf Jahre angelegt und beginnt im Januar 2014. Das Forschungsteam besteht aus drei Promovierenden und einem Postdoc.

    Werdegang des Preisträgers

    Tobias Brixner wurde 1971 in Tübingen geboren. Er studierte Physik an der Uni Würzburg und promovierte hier 2001. Für seine Doktorarbeit bekam er den mit 20.000 Euro dotierten BMW Scientific Award verliehen. Als Postdoc ging Brixner an die University of California in Berkeley (USA), wo er bis 2004 blieb. Dann kehrte er an die Uni Würzburg zurück. Hier leitete er zuerst eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe und wurde schließlich 2007 auf den Lehrstuhl für Physikalische Chemie I berufen. Er ist außerdem Sprecher der Würzburger Forschergruppe „Lichtinduzierte Dynamik in molekularen Aggregaten“, die seit 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wird.

    Weitere ERC-Preisträger der Uni

    An die Uni Würzburg gingen in den vergangenen Monaten und Jahren bereits mehrere Preise des Europäischen Forschungsrats. Daniel Lopez vom Zentrum für Infektionsforschung und Ronny Thomale aus der Theoretischen Physik erhielten jeweils ERC Starting Grants für herausragende junge Forscher. Mit ERC Advanced Grants (für etablierte Spitzenforscher) bedacht wurden der Chemiker Holger Braunschweig, der Physiker Laurens Molenkamp, der Pflanzenwissenschaftler Rainer Hedrich, der Informatiker Klaus Schilling und der Biomediziner Martin Lohse.

    Kontakt

    Prof. Dr. Tobias Brixner, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, Universität Würzburg, T (0931) 31-86330, brixner@phys-chemie.uni-wuerzburg.de

    Von Robert Emmerich

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