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    Hochschulpolitiker besuchten die Uni

    22.11.2010

    Den Hochschulen hat die bayerische Staatsregierung das Geld gekürzt. Wie geht es weiter mit der Finanzierung von Bildung und Wissenschaft?

    Bernd Sibler (CSU), Vorsitzender des Landtagsausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur, und Würzburgs Universitätspräsident Alfred Forchel bei der Pressekonferenz in der Universitätsbibliothek. Foto: Robert Emmerich
    Bernd Sibler (CSU), Vorsitzender des Landtagsausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur, und Würzburgs Universitätspräsident Alfred Forchel bei der Pressekonferenz in der Universitätsbibliothek. Foto: Robert Emmerich

    Bei einem Besuch von Hochschulpolitikern der CSU und FDP in Würzburg hat Universitätspräsident Alfred Forchel den Eindruck gewonnen, dass diese die Notwendigkeit einer adäquaten Ausstattung der Hochschulen auch in Zeiten knapper Kassen sehen.

    Mit 1,1 Millionen Euro weniger muss die Universität Würzburg in 2010 auskommen – das Geld fehlt den Fakultäten nun unter anderem für Lehrveranstaltungen oder die Reparatur von Geräten.

    Doch wie geht es im kommenden Jahr weiter? Bernd Sibler (CSU), Vorsitzender des Landtagsausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur, signalisierte am Freitag bei einer Pressekonferenz an der Uni Würzburg Entwarnung im Hinblick auf den Etat des Wissenschaftsministeriums im kommenden Doppelhaushalt. Bei einem Treffen von CSU-Arbeitskreisleitern seien sich alle einig gewesen, dass ein finanzieller Schwerpunkt auf den Hochschulen liegen müsse.

    Dazu Universitätspräsident Alfred Forchel: „Wir können zwar noch nicht absehen, wie die Finanzierungslage konkret aussehen wird. Nach dem Besuch der Abgeordneten haben wir aber ein deutlich positiveres Gefühl als noch vor drei Wochen.“

    Gut vorbereitet auf den doppelten Abitur-Jahrgang

    Auf den doppelten Abitur-Jahrgang, der im kommenden Jahr die Schulen verlassen wird, sei die Universität gut vorbereitet. „Durch das Ausbauprogramm des Freistaates haben wir eine gute Basis“, sagte Forchel. Er hoffe, dass die Staatsregierung ihren Hochschulen auch in der Zukunft einen angemessenen Grundetat zur Verfügung stellen werde, der nicht hinter den Ansätzen der Vorjahre zurückbleiben dürfe.

    Dazu sei es erforderlich, dass das Budget des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst gegenüber dem Ansatz im Doppelhaushalt 2009/2010 erhöht wird – zumindest im Umfang der nicht vermeidbaren neuen Ausgaben, wie der anteiligen Landesfinanzierung der BaFöG-Erhöhung und der Erhöhung der Mitfinanzierung von Bundesforschungseinrichtungen in Bayern. Ganz wichtig sei es, dass im Baubereich Mittel wie bisher zur Verfügung stehen.

    Beeindruckt von Fortschritten auf dem neuen Hubland-Campus

    Die Hochschulpolitiker aus CSU und FDP besuchten am Donnerstag und Freitag den Hochschulstandort Würzburg – und zeigten sich beeindruckt. „Auf dem Leighton-Areal wirken manche Seminarräume schon so, als könne man sie gleich nutzen“, sagte etwa Oliver Jörg, Landtagsabgeordneter der CSU aus Würzburg. Auf dem neuen Campus-Gelände stehen der Universität mehr als 100 potenzielle Seminarräume zur Verfügung. Ein Teil davon wird zurzeit hergerichtet; schon im Sommersemester 2011 sollen dort Studierende lernen.

    Wichtige Bauprojekte an der Universität

    Bernd Sibler nannte weitere wichtige Bauprojekte an der Universität, die unbedingt weitergeführt beziehungsweise begonnen werden müssen: die Sanierung der Kopfklinik ebenso wie die Sanierung der Chemiegebäude und der Mensa am Hubland; außerdem den Bau einer Fußgängerbrücke, die über die Straße Am Galgenberg führen und den alten mit dem neuen Hubland-Campus verbinden soll.

    Politiker absolvierten umfangreiches Programm

    Neben dem neuen Hubland-Campus besuchten die Politiker das Universitätsklinikum, das Rudolf-Virchow-Zentrum, das Zentrum für Angewandte Energieforschung und die Robotik-Halle der Informatiker. Sie informierten sich im Philosophiegebäude über den Studiengang Digital Humanities und ließen sich das Mikrostrukturlabor, das Biozentrum und die sanierungsbedürftige Situation in der Chemie zeigen.

    Zudem standen Gespräche mit der Hochschulleitung und den Vertretern der Studierenden auf dem Programm. Auch der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und der Hochschule für Musik statteten die Politiker Besuche ab.

    Von Robert Emmerich

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