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    Gute Noten für Würzburger Betriebswirte

    07.10.2008

    In der Forschung sind sie spitze. Dies attestiert jedenfalls eine neueste Untersuchung den Professoren und Nachwuchswissenschaftlern am Betriebswirtschaftlichen Institut der Uni Würzburg. Vor allem ein Lehrstuhl schneidet dabei ganz besonders gut ab.

    Christian Grund
    Christian Grund (Foto Robert Emmerich)

    Professor Christian Grund ist in seinem Fach der Beste. Das sagt zumindest eine neue Studie, die die renommierte German Economic Review in ihrer aktuellen Ausgabe veröffentlicht hat. 89 deutschsprachige Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben die Autoren miteinander verglichen; ihr Interesse galt dabei der Forschungsproduktivität der Professoren und Nachwuchswissenschaftler. Die Ergebnisse listen sie für fünf Teilgebiete der Betriebswirtschaftslehre auf, und Christian Grund steht im Bereich Organisation, Personal und Strategie ganz oben auf Platz 1.

    Wie das Alter den Erfolg beeinflusst

    Grund hat seit Anfang 2007 den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Personal und Organisation an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Würzburg inne. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die Lohn- und Karrierepolitik von Unternehmen sowie die Analyse von Leistungsbeurteilungen und des Diversity Managements. Dabei untersucht Grund unter anderem, welchen Einfluss Lohn- und Altersstrukturen auf den Unternehmenserfolg haben. „Es geht zum Beispiel um die Frage, unter welchen Bedingungen ein Betrieb erfolgreicher arbeitet: Wenn alle Arbeitnehmer annähernd das gleiche Alter haben, oder wenn das Alter variiert“, sagt Grund. Ein Ergebnis seiner Forschung lautet: „Jugendwahn zahlt sich nicht immer aus“, so Grund. Altersgemischte Belegschaften seien erfolgreicher.

    Für seine Projekte wertet der Betriebswirt gewaltige Datenmengen empirisch aus, zuletzt beispielsweise Informationen über den gesamten dänischen Arbeitsmarkt. Aktuell konzentriert sich Grund auf einen anderen Bereich: Auswirkungen der Altersheterogenität von Teams erforscht er für den deutschen Finanzdienstleistungssektor, für den Bereich der Chemischen Industrie analysiert er das Einkommen der Führungskräfte.

    Maßzahlen für Forschungsaktivitäten

    Fünf Kriterien haben die Autoren der Studie herangezogen, um zu ihrem Ergebnis zu kommen. Punkte vergaben sie sowohl für Menge und Umfang der Publikationen eines Lehrstuhls oder Instituts, natürlich gewichtet je nach Bedeutung der Zeitschrift, die diese Arbeit veröffentlicht hat. Punkten konnte eine Einrichtung aber auch, wenn sie beispielsweise einen späteren Lehrstuhlinhaber „hervorgebracht“ hat. In Grunds Beispiel heißt das somit Pluspunkte für die Uni Bonn, denn dort hat Grund promoviert und habilitiert.

    Dass nicht nur Grund alleine sondern das gesamte Betriebswirtschaftliche Institut mit seiner Forschung gut dasteht, zeigt ein Überblick über sämtliche Ergebnisse der Studie. Bei einem Vergleich der deutschsprachigen betriebswirtschaftlichen Institute sind die Würzburger in allen fünf Kriterien unter den Top 20 vertreten. Das haben sonst nur noch fünf weitere Hochschulen geschafft.

    Kontakt: Professor Christian Grund, T: (0931) 31-2755, E-Mail: ch.grund@uni-wuerzburg.de

    Von Gunnar Bartsch

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