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    Gute Kontakte zu den neuen Nobelpreisträgern

    09.10.2007

    Schon wieder geht der Nobelpreis für Physik an einen Deutschen: Peter Grünberg vom Forschungszentrum Jülich hat die Auszeichnung in diesem Jahr gemeinsam mit dem Franzosen Albert Fert erhalten. Beide Forscher sind an der Universität Würzburg gut bekannt; mit der Arbeitsgruppe von Laurens Molenkamp, dem Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Physik III, bestehen zahlreiche Kontakte.

    Professor Laurens Molenkamp. Foto: Benedikt Rupprecht
    Professor Laurens Molenkamp. Foto: Benedikt Rupprecht

    Der deutsche Wissenschaftler Peter Grünberg und sein französischer Kollege Albert Fert teilen sich in diesem Jahr den Nobelpreis für Physik. Wie die Königlich-Schwedische Akademie am Dienstag mitteilte, erhalten die beiden die Auszeichnung für die Entdeckung des so genannten „Riesen-Magnet-Widerstandseffekts“ (GMR), einen Effekt, ohne den heute keine Computer-Festplatte mehr arbeiten könnte.

    „Ich freue mich sehr, dass die Entdeckung des GMR-Effektes jetzt mit dem Nobelpreis belohnt wurde“, begrüßte Laurens Molenkamp die Entscheidung des schwedischen Nobel-Komitees. Der Effekt gehöre zu den seltenen Beispielen von Entdeckungen in der Physik, die in kürzester Zeit zu massiven industriellen Anwendungen geführt haben. Nicht nur das mache ihn so bedeutend: „Die Entdeckung dieses Effektes war nicht nur industriell wichtig, sie hat auch dem Fachgebiet Magnetismus, das bis in die 80er-Jahre ziemlich eingeschlafen war, neues Leben gegeben“, so Molenkamp weiter.

    „Spintronik“ nennt sich das Forschungsgebiet heute, auf dem Grünberg und Fert wichtige Grundlagen entdeckt haben. Auf diesem Gebiet sind auch Molenkamp und seine Mitarbeiter tätig: „Sie sind einer der international renommiertesten Vertreter der Spintronik“, lobte Universitätspräsident Axel Haase, der selbst von Haus aus Physiker ist, seinen Kollegen im Zusammenhang mit der Nobelpreisverleihung. Dies habe sich erst jüngst wieder gezeigt, als die Würzburger Forscher mit einer herausragenden Publikation (Physiker finden neuen Quanten-Effekt) an die Öffentlichkeit getreten sind.

    Zahlreiche Kontakte verbinden Molenkamp mit den beiden Nobelpreisträgern. Als einen „guten Kollegen im Bereich der Spintronik“ hat er Peter Grünberg in Erinnerung: „Trotz seines hohen Bekanntheitsgrades und der vielen Ehrungen, die ihm bis zur heutigen Verleihung des Nobelpreises zuteil wurden, ist er immer freundlich und bescheiden geblieben“, so Molenkamp. Anders als Grünberg, der zuletzt am Forschungszentrum Jülich tätig war und sich jetzt, laut seinem Lebenslauf, im „Unruhezustand“ befindet, ist Albert Fert immer noch sehr aktiv. „Unsere Gruppen arbeiten in mehreren europäischen Projekten eng zusammen“, sagt Molenkamp und freut sich schon auf das nächste Treffen mit dem frisch gebackenen Nobelpreisträger.

    Kontakt: Professor Laurens Molenkamp, Lehrstuhl für Experimentelle Physik III, Tel.: (0931) 888-4925. E-Mail: molenkamp@physik.uni-wuerzburg.de

    Von Gunnar Bartsch

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