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    Gutachter nahmen Zukunftskonzept der Uni unter die Lupe

    06.06.2006

    Ein international besetztes Gutachtergremium war am Donnerstag und Freitag im Institut für Informatik am Hubland zu Gast. Im Auftrag des Wissenschaftsrates und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ließen sich die 14 Experten das Konzept der Uni zur „Exzellenz-Initiative" präsentieren.

    Beschlossen wurde diese Initiative vom Bund und den Ländern im Juni 2005. Ziel ist es, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbarer zu machen. Zu diesem Zweck kann die DFG in den kommenden fünf Jahren insgesamt 1,9 Milliarden Euro zusätzliche Mittel für drei Förderlinien vergeben: Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Exzellenz-Cluster zur Förderung der Spitzenforschung und Zukunftskonzepte zum Ausbau der universitären Spitzenforschung.

    Aus der ersten Bewerbungsrunde ging die Uni Würzburg im Januar 2006 erfolgreich hervor: Sie setzte sich in allen drei Förderlinien mit je einem Antrag durch. Damit war sie eine der bundesweit zehn Universitäten, die zur Ausarbeitung ihrer Zukunftskonzepte aufgefordert wurden. Beworben hatten sich 27. Aus Bayern sind in den Top Ten neben Würzburg nur die beiden Münchener Hochschulen vertreten. Von den restlichen sieben kommen vier aus Baden-Württemberg (Heidelberg, Freiburg, Tübingen, TH Karlsruhe). Mit dabei sind auch RWTH Aachen, Uni Bremen und Freie Uni Berlin. Von den 157 Antragsskizzen für Exzellenz-Cluster blieben nach der ersten Runde 41 übrig, von den 135 Antragsskizzen für Graduiertenschulen 39.

    Das Zukunftskonzept „Research Campus Würzburg" sieht einen weiteren Ausbau der Forschungsgebiete vor, auf denen die Uni bereits sehr gut aufgestellt ist. Neben dem Biozentrum und dem Rudolf-Virchow-Zentrum sollen weitere sechs Forschungszentren gebildet werden, wie der Immunbiologe Thomas Hünig den Gutachtern erklärte:

    • Infektion, Symbiose und Immunüberwachung
    • Wilhelm-Conrad-Röntgen-Forschungszentrum für neue Materialien
    • Onkologie und Experimentelle Pathologie
    • Neurobiologie und Verhalten
    • Herz-Kreislauf-Forschung
    • Informationstechnologie und „Structured Computing"

    Hinzu kommt ein „Würzburg Kolleg", das der Musikwissenschaftler Ulrich Konrad den Experten vorstellte. Darin sollen Geistes-, Lebens- und Naturwissenschaften zusammenkommen. Eng mit den Forschungszentren und dem Kolleg verknüpft soll die bereits bestehende Internationale Graduiertenschule der Uni sein.

    Graduiertenschulen sind ein Instrument zur Verbesserung der Doktorandenausbildung, unter anderem durch zusätzliche Lehrangebote und einen besser strukturierten Ablauf der Ausbildung. Unter dem Dach der Würzburger „International Graduate School" ist im Rahmen der Exzellenz-Initiative zunächst eine Graduiertenschule für Lebenswissenschaften vorgesehen. Sie soll die bestehende Biomedizin-Klasse beinhalten sowie drei neue Klassen, in denen Doktoranden über die Themenbereiche Infektion und Immunität, Integrative Biologie und Neurowissenschaften arbeiten. Die fünfte Sektion besteht aus dem MD/PhD-Programm, in dem fertig ausgebildete Mediziner in Würzburg schon jetzt zusätzlich einen Doktortitel in den Naturwissenschaften erwerben können.

    In der zurzeit laufenden Auswahlrunde der Exzellenz-Initiative sind noch 36 Universitäten mit insgesamt 90 Anträgen mit dabei. Welche davon letzten Endes erfolgreich sein werden, darüber wird ein Bewilligungsausschuss der DFG und des Wissenschaftsrates im Oktober entscheiden. Weitere Informationen gibt es bei der DFG.

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