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    Gebührenboykott hat Konsequenzen

    17.01.2007

    Seit wenigen Tagen läuft an der Universität Würzburg die Rückmeldung für das Sommersemester 2007. Dabei werden zum ersten Mal Studiengebühren in Höhe von 500 Euro fällig. Als Reaktion darauf haben verschiedene studentische Organisationen zum Boykott der Zahlung aufgerufen. Wer daran teilnimmt sollte sich allerdings bewusst sein, dass er damit seinen Studienplatz riskiert: „Wer die Gebühr nicht zahlt, wird automatisch zum Ende des Semesters exmatrikuliert“, warnt die Universität.

    Im vergangenen Sommer hat der bayerische Landtag die Einführung von so genannten Studienbeiträgen in Bayern beschlossen. Somit ist auch die Uni Würzburg per Hochschulgesetz dazu verpflichtet, ab dem Sommersemester 2007 diese Beiträge in Höhe von 500 Euro pro Semester einzuziehen. Bereits immatrikulierte Studierende überweisen die Beiträge im Rahmen der zurzeit laufenden Rückmeldung – so sie denn unter die Beitragspflicht fallen und nicht aufgrund der zahlreichen vom Gesetzgeber vorgesehenen Ausnahmegründe davon befreit sind.

    Der Aufruf zum Boykott der Studiengebühren, den jetzt Attac Campus Würzburg, die „Alternative Liste/Bündnis gegen Studiengebühren“ und der AK Aktion verbreiten, könnte deshalb fatale Konsequenzen haben: Wer die Beiträge bis 9. Februar nicht zahlt, gilt als nicht für das Sommersemester zurückgemeldet, wird dadurch zum 31. März automatisch exmatrikuliert und kann das Studium dann nicht fortsetzen. Studierende in zulassungsbeschränkten Studiengängen riskieren dadurch ihren Studienplatz.

    Ausführliche Informationen zu den Gebühren und den Befreiungsmöglichkeiten gibt es auf den Seiten der Studentenkanzlei.

    Von Gunnar Bartsch

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