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    Forschergeist trifft Ökonomie

    11.05.2006

    Ist eine biowissenschaftliche Entwicklung wirtschaftlich umsetzbar - und wenn ja, wie? Zur Klärung dieser Frage wurden in Würzburg Kooperationsprojekte zwischen Medizinern, Naturwissenschaftlern und Betriebswirtschaftlern ins Leben gerufen.

    Robert Esenwein, Dennis Wrase und Christian Funke (von links) sind vom Lehrstuhl für BWL und Marketing der Uni. Sie haben sich mit den Marktchancen eines neuen medizintechnischen Geräts zur Bestimmung der Gleichgewichtsfunktion und der allgemeinen körperlichen Fitness beschäftigt. Foto: IGZ BioMed

    So erarbeiten Diplomanden und Teams vom Lehrstuhl für BWL und Marketing der Uni Würzburg für drei Teilnehmer des laufenden Businessplan-Wettbewerbs Nordbayern Geschäftsmodelle für die Gründung von Unternehmen. Sie testen die bislang nur als technische Konzepte vorliegenden Erfindungen bezüglich ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit und entwickeln Marketingstrategien. Das Spektrum der Konzepte reicht von der Nutzung von Bienen als Umweltsensoren bis hin zu einem neuartigen Reinigungsgerät für Bohrköpfe, die in der Mikrochirurgie eingesetzt werden.
       
        "Die frühe Prüfung, ob sich eine technisch anspruchsvolle Erfindung auch als wirtschaftlich tragfähig erweist, ist für uns von zentraler Bedeutung", sagt Iris Zwirner-Baier, Erfinderberaterin an der Uni. Neben der Patentierbarkeit seien die Kommerzialisierbarkeit und das wirtschaftliche Potenzial entscheidende Faktoren dafür, wie die Universität mit einer Erfindung weiter umgeht. Die Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaftlern und Betriebswirten trägt erste Früchte: Aus einem der Projekte haben sich bereits Kooperationsverhandlungen mit Industriepartnern ergeben.

        Bei einem zweiten Kooperationsprojekt denkt man global: Studierende von der Würzburger Fachhochschule und von Partneruniversitäten im Ausland arbeiten an einer Strategie, um ausländische technologieorientierte Firmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik auf Würzburg aufmerksam zu machen. Ziel ist es, eine intensive Zusammenarbeit mit dem Standort am Main anzuregen. Im Idealfall sollen die Firmen hier ein Standbein für den deutschen oder europäischen Markt etablieren. Gute Kontakte zu asiatischen Ländern gibt es in Würzburg beispielsweise durch das vom Bundesforschungsministerium an der Uni eingerichtete Indisch-Deutsche Kontaktbüro Infektionsforschung (IGLO).

        Neben den ortsansässigen Betriebswirtschaftlern aus Universität und Fachhochschule wurde in einem dritten Kooperationsansatz auch der Sachverstand externer Ökonomie-Experten gewonnen: Studierende der Bayerischen Elite-Akademie und der WHU - Otto Beisheim School of Management (Vallendar) unterstützen die Würzburger Erfinder- und Gründerteams bei der Erstellung ihrer Businesspläne.

        Diese Kooperationsprojekte sind Teil einer im Herbst 2005 gestarteten Initiative zur verstärkten wirtschaftlichen Nutzung des Potenzials der Lebens- und Naturwissenschaften in Würzburg. Getragen wird sie vom Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) BioMed/ZmK sowie von Stadt und Universität Würzburg und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium. "Die Standortinitiative gewinnt sichtlich an Fahrt", sagt IGZ-Geschäftsführer Peter Vorstheim. "Wir rechnen damit, dass die ersten Projekte in etwa einem Jahr als Unternehmen an den Start gehen."

        Weitere Informationen: Peter Vorstheim, T (0931) 270-6294, Fax (0931) 299-8894, E-Mail:
    peter.vorstheim@igz.wuerzburg.de

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