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    Erfolgreiche Ideen aus Würzburg

    21.02.2011

    Als Quelle für Innovationen ist die Universität ergiebig: Erneut waren junge Gründer aus der Uni mit ihren Geschäftsideen beim Businessplan-Wettbewerb Nordbayern erfolgreich. Gleich drei Teams kamen unter die besten Zehn.

    Die zehn Gewinnerteams der ersten Phase des Businessplan-Wettbewerbs Nordbayern 2011 bei der Prämierung in Schweinfurt. Mit dabei sind drei Teams aus Würzburg. Foto: Karen Köhler, Netzwerk Nordbayern
    Die zehn Gewinnerteams der ersten Phase des Businessplan-Wettbewerbs Nordbayern 2011 bei der Prämierung in Schweinfurt. Mit dabei sind drei Teams aus Würzburg. Foto: Karen Köhler, Netzwerk Nordbayern

    Der Businessplan-Wettbewerb Nordbayern (BPWN) läuft in drei Phasen ab, die erste davon ist beendet: Am 16. Februar wurden in Schweinfurt die zehn besten Geschäftsideen ausgezeichnet. Neben Urkunden und Publicity erhielten die Teams ein Preisgeld von jeweils 500 Euro.

    Drei der zehn prämierten Gründerteams kommen aus Würzburg, und unter die besten 20 hat die Jury zwei weitere Würzburger Teams gewählt. Eine herausragende Quote und ein Beleg für die hohe Qualität der Würzburger Geschäftsideen: Insgesamt 91 Wettbewerber aus ganz Nordbayern waren angetreten, aber nur 15 davon stammten aus Unterfranken.

    Drei Top-Ten-Teams aus Würzburg

    Das Team FIANC hat seine Wurzeln im Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik. Die Geschäftsidee von Arthur Schlaht und Christian J. Papay beruht auf dem Gedanken, die Prozesskette so genannter Private-Equity-Handelsgeschäfte für professionelle Finanzdienstleister zu verkürzen. Ziel ist es, mit einer neuen Internet-Plattform als Vermittler für Private-Equity-Beteiligungen mittelständischer Kapitalgesellschaften aufzutreten.

    Ahead Composites ist ein gemischtes Gründerteam aus Universität und Fachhochschule. Leander Schorr und Christian Gemperlein stellen superleichte Laufräder für Mountainbikes her, die aus Carbonfaser-verstärktem Kunststoff bestehen. Ein neuartiger Aufbau ermöglicht es dabei, die Räder leicht und gleichzeitig so stabil zu machen, dass sie allen Ansprüchen im Gelände genügen. Das Team wird durch ein EXIST-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert.

    Mobiles MRT – hinter diesem Namen steht ein Gründerteam aus dem Magnetresonanzzentrum Bayern (MRB), das aus der Universität Würzburg entstanden ist. Florian Fidler, Michael Ledwig, Stefan Wintzheimer und Toni Drießle haben einen tragbaren Kernspintomographen entwickelt, der vielfältige Möglichkeiten bietet, etwa in der Forschung oder bei der Qualitätskontrolle von Produktionsprozessen. Das Team wurde mit einem EXIST-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert.

    Weitere erfolgreiche Würzburger Teams

    Unter den besten 20 Teams finden sich zwei weitere aus Würzburg:

    StrideLight ist ein Gründerteam aus dem Physikalischen Institut der Universität. Matthias Bruhnke und Bastian Freitag stellen durch die gezielte Auswahl, Kombination und Ansteuerung von LEDs Leuchten her, die das Spektrum des Tageslichts abbilden und dadurch in Räumen qualitativ sehr hochwertiges Licht erzeugen. Die Nutzer können stufenlos die Farbtemperatur einstellen und so den Tagesablauf simulieren – vom kalten Licht am Morgen bis zum warmen Sonnenuntergang. Das Team wird derzeit durch ein EXIST-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert.

    MEM steht für „Micro Emotionsmessung Musik“. Das Team aus der Fachhochschule analysiert mit einer Software Musik und bestimmt, welche Emotionen sie beim Hörer auslöst. Die Methode stammt aus der Musiktherapie-Forschung von Professor Thomas Wosch. Das Gründerteam will damit Musik optimieren, die in der Werbung eingesetzt wird. Es wurde durch ein EXIST-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert.

    Servicezentrum der Universität betreut die Teams

    Alle Würzburger Gründerteams werden intensiv vom Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT) der Universität betreut. Das geschieht im Rahmen des Projekts „Hochschulgründerbüro Mainfranken“. Dessen Ziel ist es, Unternehmensgründungen aus den Hochschulen zu fördern. Innovationen und Erfindungen aus der Forschung sollen dadurch schneller und in größtmöglicher Anzahl auf den Markt kommen.

    Einstieg in den Wettbewerb jederzeit möglich

    Der Businessplan-Wettbewerb Nordbayern tritt jetzt in seine zweite Phase ein. Die Businesspläne sind nun um die Bereiche Markt und Wettbewerb, Marketing und Vertrieb zu ergänzen. Businesspläne von Hochschulteams nehmen dabei automatisch am Wettbewerb um den Hochschul-Gründerpreis teil, bei dem es zusätzliche Preisgelder zu gewinnen gibt.

    Ein Einstieg in den Wettbewerb ist jederzeit möglich. Wer das tun will, soll sich in der Gründerberatung des Servicezentrums Forschung und Technologietransfer (SFT) der Universität melden. Ansprechpartner ist Christian Andersen,
    T 31-82806, christian.andersen@zv.uni-wuerzburg.de

    Weitere Bilder

    Von Robert Emmerich

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