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    Eine ausgezeichnete Idee

    14.05.2007

    Ein Team aus der Universität Würzburg hat beim Hochschul-Gründer-Preis 2007 den ersten Platz belegt. Oliver Ritter und Peter Vorstheim arbeiten daran, ein neues Medikament auf den Markt zu bringen, das Patienten mit einer Herzmuskelschwäche Linderung bringen soll. Den Preis, der mit 2500 Euro dotiert ist, hat das Netzwerk Nordbayern am 10. Mai vergeben. Die diesjährige Prämierung war gleichzeitig der Auftakt für das Projekt der Universität „Gründen von Anfang an“, das Unipräsident Axel Haase vorstellte.

    Oliver Ritter und Peter Vorstheim
    Die Gewinner des Hochschul-Gründer-Preis 2007 (v.l.): Oliver Ritter und Peter Vorstheim (Foto Netzwerk Nordbayern)

    Nach Erkrankungen wie beispielsweise einem Herzinfarkt leiden die Patienten häufig an einer Herzmuskelschwäche. Bislang werden die Betroffenen mit Medikamenten behandelt, die an der Oberfläche der Herzmuskelzelle angreifen. Oliver Ritter, Arzt an der Medizinischen Klinik I der Universität Würzburg, und sein Team haben hingegen einen Wirkstoff identifiziert, der direkt im Inneren der Zelle den Schaden an den Herzmuskelzellen eindämmen kann. Das Ergebnis: Die Symptome der Krankheit, wie Luftnot und Leistungsschwäche, können besser gelindert werden; gleichzeitig soll das Medikament weniger Nebenwirkungen besitzen.

    Seine Wirksamkeit hat der neue Stoff bisher in Versuchen mit Zellkulturen und an Tieren bewiesen. In den kommenden Jahren wollen die Forscher ein marktfähiges Medikament entwickeln. Dafür haben sie eine Firma gegründet – die Calportin Pharmaceuticals –, mit der sie sich am Wettbewerb um den Hochschul-Gründer-Preis beteiligt haben. Für das betriebswirtschaftliche Know-how ist Peter Vorstheim zuständig. Vorstheim ist Geschäftsführer am Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie und –medizin IGZ im Gewerbepark Lengfeld-Ost.

    Mit ihrer Geschäftsidee konnten sich die Zwei gegen 22 Teams aus den nordbayerischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchsetzen. Anhand der eingereichten Businesspläne hatten die Juroren, erfahrene Unternehmer und Kapitalgeber, sieben Finalisten für die Teilnahme an der Endausscheidung am 10. Mai ausgewählt. Alle sieben Teams mussten sich dort mit ihren Geschäftskonzepten persönlich der Jury präsentieren, die dann die drei Sieger auswählte.

    Auf den zweiten Platz schaffte es Psylock von der Universität Regensburg. Seine Idee: Ein biometrisches Verfahren, das eine Person an seinem Tippverhalten erkennt. Den dritten Platz erreichte die SurMoTec GmbH mit ihren innovativen Beschichtungen. Die Erfindung des Teams aus dem Friedrich-Baur-Forschungsinstitut für Biomaterialien in Bayreuth verleiht Materialien neue, verbesserte Eigenschaften.

    Die Prämierungsveranstaltung war gleichzeitig auch Auftakt des Technologie-Scouting-Projekts „Gründen von Anfang an“. Unter der Leitung der Universität Würzburg und zusammen mit dem IGZ wird das Netzwerk Nordbayern künftig an den Würzburger Forschungseinrichtungen gezielt nach potenzialträchtigen Ideen suchen und Wissenschaftler für das Thema „wirtschaftliche Verwertung“ sensibilisieren.

    Bereits seit acht Jahren vergibt das Netzwerk den Hochschul-Gründer-Preis im Rahmen des Businessplan-Wettbewerbs Nordbayern. Ziel ist es, die wirtschaft­liche Verwertung von Ideen aus der Hochschule zu fördern. „Mit dem Hochschul-Gründer-Preis wollen wir Wissenschaftler und ihre besonders interessanten Gründungsideen auszeichnen und gleichzeitig alle ermutigen, den Schritt zum Unternehmer tatsächlich durchzudenken und zu realisieren“, erläuterte Benedikte Hatz, Geschäftsführerin des Netzwerks Nordbayern.

    Insgesamt hat das Netzwerk in den vergangenen acht Jahren 411 Teams aus den Hochschulen betreut, von denen 104 Unternehmen heute am Markt sind und die zusammen mehr als 650 Mitarbeiter beschäftigen. Außerdem vermittelte das Netzwerk bisher an 33 Ausgründungen aus der Hochschule Finanzierungen mit einem Gesamtvolumen von über 35 Millionen Euro.

    Ansprechpartner:

    Dr. Oliver Ritter, Tel.: (0931) 201 36327, E-Mail: o.ritter@klinik.uni-wuerzburg.de

    Dr. Peter Vorstheim, Tel.: (0931) 2706294, E-Mail: peter.vorstheim@igz.wuerzburg.de

    Von Gunnar Bartsch

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