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    Ein Gewinn für die Studierenden

    20.04.2011

    Am 2. Mai muss alles fertig sein am Campus Hubland-Nord. Dann kommen die Studierenden und wollen ihre Laborpraktika, Seminare und Sprachkurse besuchen. Aber wie sieht die Situation momentan aus? Mancher Lehrstuhl ist schon vollständig angekommen, andere stecken noch in der Renovierungsphase.

    Umzugshelfer
    Noch gibt es einiges zu tun: Am Hubland Campus-Nord sind die Umzugsarbeiten voll im Gange. (Foto: Michael Mommertz)

    Professor Heinz Reinders, dunkle Jeans, beiges Hemd, braunes Sakko, ist sichtlich entspannt. Zusammen mit dem Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaften war sein Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung unter den ersten, die in die neuen Räume im Hubland-Nord umziehen durften. Kisten ein- und auspacken, das hat sich für ihn erst einmal erledigt.

    Einzug in eine Baustelle?

    Reinders steht vor dem Haus mit der Nummer 86, Philosophie I, den Kaffebecher in der Hand und genießt die Sonnenstrahlen. Außen sind noch kleinere Arbeiten zu erledigen: Der Rasen muss noch gepflanzt werden, das ein oder andere Kabel liegt noch etwas nutzlos rum; es fehlen die Rollläden und Gerüstteile stapeln sich neben dem Gebäude. Aber wie sieht es innen aus?

    Reinders geht voraus in den zweiten Stock. Zwar ist der dunkelblaue Linoleumfußboden in den Gängen noch voller Fußabdrücke, aber etwas Staub macht noch keine Baustelle, sondern zeugt von Geschäftigkeit. Ansonsten ist alles sauber gewischt. Der typische Renovierungsgeruch von frischer Farbe und Reinigungsmitteln steigt in die Nase. An jeder Tür hängt ein vorläufiges Namenschild, Din A4 in Klarsichthülle. Die Büros und Seminarräume sind bestuhlt und mit Tischen und Schränken ausgestattet. In den Regalen stehen die ersten Bücher und Ordner und in der Küche warten Kaffee- und Espressomaschine auf ihren Einsatz.

    Endlich angemessenes Raumangebot

    Reinders ist mit seinem Lehrstuhl in den neuen Räumen angekommen, für die er sich sehr begeistert. Am alten Standort im Philosophie-Gebäude bestand ein solcher Platzmangel, dass Büros zu Seminarräumen umfunktioniert werden mussten. Im neuen Gebäude herrscht endlich „ein Raumangebot, das einem so forschungsintensiven Lehrstuhl mit so vielen Hilfskräften genug Platz bietet“, erklärt Reinders. „Die Ausstattung und das Mobiliar sind der Forschungs- und Lehrtätigkeit jetzt angemessen, und auch der Umzug ist gut an einem Tag über die Bühne gegangen“, sagt er und fügt schmunzelnd hinzu: „Nur die Möbelpacker haben etwas geflucht, dass ausgerechnet unser Aufzug noch nicht in Betrieb war.“

    Dabei hätten sich die Arbeiter doch einfach nur die mobile Hebebühne von ihren Kollegen auf der anderen Seite des neuen Campus ausleihen müssen. Diese laden gerade Schränke, Tische und sonstiges Mobiliar durch ein Fenster im zweiten Stock in das neue Mathematikgebäude. Hier ist der Umzug noch in vollem Gange. Statt Namensschildern hängt an jeder Tür ein Bestuhlungsplan, der angibt, welche Möbel wo in dem jeweiligen Raum zu platzieren sind. So wissen die Arbeiter, die die Schränke durch das Fenster entgegennehmen und auf kleine Bretter mit Rollen heben, genau, wohin mit ihrer sperrigen Fracht. Der Boden ist noch mit Schutzteppichen abgedeckt, Bürostühle sind noch mit Schutzfolie abgeklebt und in einer Ecke erledigt ein Maler die letzten Streicharbeiten. Am Dienstag nach Ostern muss alles bezugsfertig sein, es gibt also noch eine Menge zu tun.

    Hohe Studierqualität im Hubland-Nord

    Was den Mathematikern noch bevorsteht, hat Magdalena Zellfelder schon hinter sich. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaften hat sie den Umzug bereits bewältigt. Ihr Arbeitsplatz vermittelt den Eindruck relativ unbenutzt zu sein: keine Aktenberge, keine verstreuten Merkzettelchen, alles noch frisch und neu. Die 28-Jährige findet die neuen Räume einfach toll: „Endlich haben wir genug Platz und müssen uns nicht mehr zu fünft einen PC-Arbeitsplatz teilen“, freut sie sich mit einem Lächeln.

    Dem stimmt Reinders zu. Aus seiner Perspektive ist der neue Campus vor allem ein Gewinn für die zukünftigen Studierenden an der Universität Würzburg: „Die Nutzung des neuen Campus ist der richtige Schritt, um weiterhin eine qualitativ hochwertige Lehre und Forschung zu betreiben. Und wenn das Studentenwerk die notwendige Infrastruktur geschaffen hat, dann haben die Studierenden einen weitläufigen Campus mit vielen ruhigen Ecken, was das Ganze sehr attraktiv macht und eine hohe Studierqualität mit sich bringt.“ Er als Bildungsforscher muss es ja wissen.

    Von Michael Mommertz

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