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    Ein Ausweis für drei Hochschulen

    18.02.2011

    In den kommenden Monaten erhalten alle Studierenden in Würzburg neue Ausweise. Die Karte erfüllt viele Funktionen und ist dank ihrer modernen Verschlüsselungstechnik fälschungssicher. Drei Sponsoren unterstützen das Projekt.

    Vertragsunterzeichnung
    Vertragsunterzeichnung für den neuen Studentenausweis. Sitzend von links die Sponsoren: Christof Grütz (Main-Post), Rudolf Fuchs, (Sparkasse Mainfranken Würzburg), Thomas Schäfer und Norbert Menke (WVV). Hinten stehend die Vertreter der beteiligten Hochschulen: Heribert Weber (FH Würzburg-Schweinfurt), Alfred Forchel, (Universität Würzburg), Thomas Münch (Hochschule für Musik Würzburg). Foto Gunnar Bartsch

    Er kann Türen öffnen und das Mensaessen bezahlen; in der Bibliothek fungiert er als Benutzerausweis und im Bus als Semesterticket; das persönliche Foto und eine neue Verschlüsselungstechnik machen ihn fälschungssicher: Der neue Studierendenausweis, den bis Oktober dieses Jahres alle rund 30.000 Studierenden der Universität Würzburg, der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und der Hochschule für Musik Würzburg erhalten werden.

    Finanziell unterstützt wird seine Einführung von der Sparkasse Mainfranken Würzburg, der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH WVV und der Mediengruppe Main-Post.

    Wieso der neue Ausweis fällig wurde

    Mitte 2008 hatten Hacker die Verschlüsselungstechnik eines Chips geknackt, der auch in der Karte verwendet wird, mit der Studierende in Würzburg zurzeit noch ihr Mensaessen bezahlen, in der Unibibliothek kopieren und an Selbstbedienungsterminals ihre Studentenausweise und das Semesterticket ausdrucken. Spätestens seit diesem Zeitpunkt war klar, dass die „Multi-Funktions-Chip-Karte“ – oder kurz: Muck – durch eine neue, fälschungssichere ersetzt werden muss.

    Die Anforderungen an den neuen Ausweis waren genauso klar: Er musste die bisherigen Funktionen der Muck erledigen können – und möglichst viele darüber hinaus, um damit den Studierenden ein „zeit- und ortsunabhängiges Management des Studiums durch Selbstbedienung“ zu ermöglichen, wie es einer der Projektverantwortlichen formulierte.

    Was der neue Ausweis kann

    Mit ihrem neuen Ausweis können die Studierenden in Würzburg:

    • im Gültigkeitsbereich des Semestertickets Straba, Bus und Bahn fahren. Weil die Karte mit einem Lichtbild versehen ist, wird sie von den Fahrern als „Fahrschein“ akzeptiert.
    • in der Mensa und den Cafeterien des Studentenwerks, im Rechenzentrum, an Kopierern und Druckern bargeldlos zahlen
    • in der Unibibliothek Bücher und andere Medien ausleihen
    • die Türen zu Computer-Pools, Laborräumen oder sogar ganzen Gebäuden öffnen – wenn diese mit der entsprechenden Technik versehen sind und der Kartenbesitzer über die Berechtigung dazu verfügt

    Darüber hinaus lässt sich der Chip mit weiteren Funktionen versehen, falls spätere Anwendungen dies erforderlich machen sollten. Angst vor Datenmissbrauch müssen die Kartenbesitzer nicht haben: Auf dem Chip sind nur die Kartennummer und die Gültigkeit vermerkt.

    Wie der Ausweis zu seinen neuen Besitzern kommt

    Mit der Rückmeldung zum Wintersemester, die an der Uni am 20. Juni beginnt, startet das „Roll-Out“ der neuen Ausweise. Rückmelder finden dann in ihren Unterlagen einen Anforderungsbogen, auf dem sie ihr Passbild aufkleben müssen. Dieser Bogen geht an das Chip-Karten-Servicebüro der Universität, das sich darum kümmert, dass die Bilder eingescannt werden. Anschließend wird das Foto mit den weiteren Angaben wie Name und Matrikelnummer auf die Plastikkarte gedruckt, die dann per Post ihren jeweiligen Besitzern zugeschickt wird.

    Die Studierenden selbst müssen diese Karte nur noch in einem so genannten „Validierungs-Automaten“ an der Universität freischalten lassen – ein Akt, der nur wenige Sekunden dauert. Dabei wird der Ausweis auch mit dem Text „Semesterticket – Gültig bis“ und dem jeweiligen Gültigkeitsdatum versehen und kann danach als Fahrschein in Bus, Bahn und Straba eingesetzt werden. (Letzteres gilt natürlich nicht für die Studierenden der Fachhochschule in Schweinfurt, da es dort kein Semesterticket gibt.)

    Validierungs-Automaten wird es an mehreren Standorten der Universität in Würzburg geben – vom Hubland über die Sander-Uni bis zum Medizin-Campus in Grombühl.

    In späteren Semestern müssen Studierende, die schon den neuen Ausweis besitzen, nach der Rückmeldung ebenfalls an den Automaten gehen. Dort bekommen der Chip die neuen Informationen eingespielt und die Karte das neue Gültigkeitsdatum aufgedruckt. Im Idealfall begleitet der Ausweis seine Besitzer also das ganze Studium hindurch.

    Stimmen der Beteiligten

    Als „ein schönes Zeichen der Verbundenheit der regionalen Wirtschaft mit den drei Würzburger Hochschulen“ bezeichnete Unipräsident Alfred Forchel das finanzielle Engagement der drei Sponsoren Sparkasse Mainfranken Würzburg, Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH und Mediengruppe Main-Post GmbH. Die Zusammenarbeit – „ein Novum für uns“ – sei ein Schritt in die richtige Richtung. Überdies bringe sie den beteiligten Hochschulen Mittel, die diese dringend benötigten.

    Das Projekt sei von „zentraler Bedeutung für die drei Hochschulen für die kommenden Jahrzehnte“, sagte Heribert Weber, Präsident der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Darüber hinaus betonte er den praktischen Aspekt: Verliere in Zukunft ein Student oder ein Mitarbeiter seine Karte, die ihm ja auch den Zutritt zu seinen Arbeitsräumen ermöglicht, ließe sich diese Karte binnen weniger Minuten sperren. Und das sei doch ein bedeutender Vorteil im Unterschied zu heute, wo ein verlorener Schlüssel den kostspieligen Austausch von Schlössern nach sich zieht.

    Für Thomas Münch, Vizepräsident der Hochschule für Musik Würzburg, ist der neue Studentenausweis „äußerer Ausdruck einer Entwicklung, in der die drei Hochschulen immer mehr Berührungspunkte untereinander zeigen“. Die einheitliche Karte für alle spiegele das Bild von „Würzburg als einem großen Hochschulstandort“ wider.

    Warum die drei regionalen Unternehmen das Projekt „Studentenausweis“ unterstützen? „Weil Studierende schon immer sowohl unsere Kunden als auch unsere Zielgruppe sind, und wir uns überdies für den Raum zuständig fühlen“, sagte Dr. Rudolf Fuchs, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Mainfranken Würzburg.

    „Weil zwischen Main-Post und Universität schon immer eine enge Verbundenheit besteht. Studierende sind eine spannende Zielgruppe für unsere Medienangebote. Und die Main-Post ist ein attraktiver Arbeitgeber für Absolventen“, sagte Christof Grütz, stellvertretender Vertriebsleiter der Mediengruppe Main-Post GmbH.

    „Weil wir als Funktionsgeber mit dem Semesterticket mit im Boot sind, war es klar, dass wir auch als Sponsoren das Projekt mittragen, das den Studierenden immerhin eine wesentliche Erleichterung bringt“, sagte Thomas Schäfer, Geschäftsführer der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH.

    Und die Studierenden? Die begrüßten das Vorhaben prinzipiell und freuen sich darauf, dass sie „in den kommenden anstehenden Arbeiten unsere Sichtweise einbringen können“, so der studentische Senator der Universität, Maximilian Fries.

     

    Von Gunnar Bartsch

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