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    Der neue Pädagogik-Bachelor: Klar im Profil und flexibel

    19.08.2008

    Die neuen Bachelor-Studiengänge bieten den Studierenden deutlich mehr Kombinationsmöglichkeiten als die bisher üblichen Diplom- und Magisterstudiengänge. Das zeigt sich am Beispiel der Pädagogik, die ihr Studienangebot zum Wintersemester auf das neue System umstellt.

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    Auch in der Erwachsenenbildung sind Pädagogen aktiv – diesem Arbeitsmarkt wird wachsende Bedeutung zugeschrieben. Foto: Rainer Sturm / Pixelio.de

    Pädagogen beschäftigen sich mit Fragen zu Erziehungs-, Bildungs- und Lernprozessen, die in verschiedenen Bereichen eine Rolle spielen, zum Beispiel in der Elementarpädagogik, der Jugendbildung oder der Erwachsenenbildung – einem Arbeitsmarkt, der unter anderem mit der betrieblichen Weiterbildung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit dem neuen Studiengang „Bachelor of Arts Pädagogik“ haben die Studierenden nun die Möglichkeit, sich gezielt auf einzelne Arbeitsfelder vorzubereiten, indem sie sich für ein individuelles Studienprofil entscheiden und zusätzlich ein Nebenfach auswählen können. In der Pädagogik, sagt Studienberaterin Simone Imhof, wurde bei der Umstellung auf den Bachelor-Studiengang durchaus auch die Chance genutzt, das Fach weiterzuentwickeln. Zusammen mit ihrer Kollegin Alexandra Böck steht die Diplompädagogin den Studierenden mit Rat und Tat zur Seite.

    Eine ganze Reihe von Fächern stellt ihre Studiengänge zum Wintersemester auf das Bachelor-Master-System um, darunter auch die Altertumswissenschaften, die Indologie, Musikpädagogik, Musikwissenschaft und die Philosophie. Und auch die Pädagogik. Über 100 Studierende, so schätzt Simone Imhof, werden sich erstmals in ihrem Fach für den Bachelor-Studiengang einschreiben. Rund 360 Interessierte haben sich bei der Universität um einen Platz beworben.

    Die Neuerung habe die Gelegenheit geboten, das Fach im Verbund der geistes- und sozialwissenschaftlichen Hauptfächer gut aufzustellen. Neue Fragestellungen, wie beispielsweise zum lebenslangen Lernen oder zur Bildungs- und Karriereberatung, werden künftig im Wahlpflichtbereich der Erwachsenenbildung/Weiterbildung stärker bearbeitet. Und die Umstellung habe die Chance eröffnet, den neuen Anforderungen des Arbeitsmarkts gerecht zu werden. Das heißt: Inhalte anzupassen, zu erweitern, Wahlmöglichkeiten und Schlüsselqualifikationen praxisnah anzubieten.

    So können die Studierenden ihr Hauptfach Pädagogik - je nachdem, für welche Richtung sie sich entscheiden – mit zahlreichen Nebenfächern kombinieren. Die Pädagogen empfehlen hierzu besonders fünf Ausrichtungen: Studierenden, die sich später in der Umweltbildung engagieren möchten, rät Simone Imhof zum Nebenfach Biologie. Die Musikpädagogik sei eine gute Ergänzung für Alle, die in der Jugendbildung arbeiten wollen. Das Zusatzfach Political and Social Studies empfiehlt sie denjenigen, die in Einrichtungen der Politischen Bildung, die Wirtschaftswissenschaften denjenigen, die in der betrieblichen Weiterbildung in Unternehmen tätig werden möchten. Die Philosophie sei für alle pädagogischen Arbeitsfelder interessant.

    Die Verzahnung mit anderen Fächern habe im Bachelor-Studiengang eine Erweiterung erfahren, sagt Simone Imhof: „Der Arbeitsmarkt für Pädagogen war schon immer sehr heterogen. Und es gibt inzwischen so viele Arbeitsbereiche, in denen interdisziplinäres Denken gefragt ist – das wollen wir über das Nebenfach mit einbeziehen.“

    Und sie sieht noch einen weiteren Vorteil: „Der Pflichtbereich garantiert eine für alle Studierenden verbindliche und systematische Einführung in die Grundlagen des Faches. Gleichzeitig haben sie aber auch die Möglichkeit, individuell Schwerpunkte zu setzen – sowohl innerhalb des eigenen Fachs als auch in Kombination mit anderen Fächern.“

    In mehreren Informationsveranstaltungen zu Beginn des Wintersemesters – den Einführungsveranstaltungen der Fachschaft Pädagogik am 9. Oktober und am 10. Oktober jeweils von 10 Uhr an in Raum R 23 im Philosophiegebäude am Hubland und der Einführung am 13. Oktober von 11 Uhr bis 12.30 Uhr in Hörsaal 2 (Philosophiegebäude am Hubland) – werden die Neuerungen ausführlich vorgestellt.

    Weitere Informationen gibt es im Internet HIER. Kontakt zur Studienfachberatung: Alexandra Böck und Simone Imhof,  T (0931) 888-5615, E-Mail: bachelor-paedagogik@uni-wuerzburg.de

    Tatjana Fischer vom Career Service der Pädagogen berät die Studierenden dabei, wie sie sich am besten für einzelne Arbeitsbereiche qualifizieren: T (0931) 888-5562, E-Mail: ta.fischer@uni-wuerzburg.de

    Von Margarete Pauli

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