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    Bürger, schafft mehr Wohnraum

    05.07.2011

    Wenn im Oktober der doppelte Abiturjahrgang das Studium aufnimmt, könnte es eng auf dem Würzburger Wohnungsmarkt werden. Verantwortliche aus Stadt und Land, der Hochschulen und des Studentenwerks rufen deshalb jetzt dazu auf, den Studierenden zusätzlichen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

    Aushang "Wohnung gesucht"
    Wer jetzt eine Wohnung hat, kann sich freuen. Zum Wintersemester könnte die Suche so schwer wie schon lange nicht mehr werden. (Foto: Gunnar Bartsch)

    Rund 28.000 Studierende waren vor knapp einem Jahr an den drei Hochschulen in Würzburg eingeschrieben. Rund 4.000 mehr sollen es nach den Berechnungen der Experten im kommenden Wintersemester sein, das im Oktober beginnt.

    Die Gründe für diesen drastischen Zuwachs sind bekannt: In Bayern haben in den vergangenen Monaten gleich zwei Jahrgänge die Gymnasien mit dem Abitur in der Tasche verlassen – der letzte Jahrgang des neunjährigen und der erste des achtjährigen Zugs. Und weil jetzt auch noch die Wehrpflicht außer Kraft gesetzt wurde, können sich bundesweit weitere 50.000 junge Männer für ein Studium einschreiben, die sonst erst einmal Wehr- oder Zivildienst geleistet hätten. Für Bayern rechnet das Wissenschaftsministerium aus diesem Grund mit 5500 zusätzlichen Studenten.

    Engpässe zu Semesterbeginn

    4000 zusätzliche Studierende: Wo sollen die alle wohnen? Das wird eng: „Die zunehmenden Anfragen nach Wohnheimplätzen und die Situation auf den Wartelisten sind ein klares Indiz, dass zu Semesterbeginn mit großen Engpässen auf dem studentischen Wohnungsmarkt zu rechnen ist“, sagt einer, der es wissen muss: Michael Ullrich, Geschäftsführer des Studentenwerks Würzburg, das mit 2488 Wohnheimplätzen größter Anbieter von Wohnraum für Studierende in Würzburg ist.

    Deshalb haben sich jetzt die Verantwortlichen an die Öffentlichkeit gewandt: „Melden Sie freie Zimmer und Wohnungen, auch für Wohngemeinschaften, ober überlegen Sie sich, leer stehende Wohnmöglichkeiten den Studierenden anzubieten“, appellieren Vertreter aus der Stadt und dem Landkreis, den drei Würzburger Hochschulen, der Studierendenvertretung und dem Studentenwerk an alle Bürgerinnen und Bürger in der Region.

    Angebote sind auch aus dem Landkreis willkommen

    „Die Universität Würzburg unterstützt diesen Appell nachdrücklich“, sagte Vizepräsident Wolfgang Riedel. Schließlich werde sich der Großteil der neuen Studierenden an der Uni einschreiben – die Experten rechnen mit einem Zuwachs von derzeit rund 22.000 auf bis zu 29.000 Studierende im Jahr 2015. „Wir müssen deshalb die Sensibilität in der Bevölkerung für dieses Thema wecken“, so Riedel. Wer freien Wohnraum habe, solle ihn zur Verfügung stellen.

    Angebote sind übrigens auch aus dem Landkreis willkommen. Der sei über den ÖPNV mittlerweile sehr gut an die Stadt angebunden und dank des Semestertickets von den Studierenden günstig zu „erfahren“, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal.

    Kontakt

    Wer Wohnraum Studierenden zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei folgenden Stellen melden:

    Zimmervermittlung des Studentenwerks Würzburg, T: (0931) 8005-120;
    info@studentenwerk-wuerzburg.de

    Studierendenvertretung der Universität Würzburg, T: (0931) 31-85819

    Von Gunnar Bartsch

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