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    Behindertensport spielt immer größere Rolle

    20.03.2014

    Die Universität Würzburg baut ihr Angebot im Bereich Behinderten- und Inklusionssport kontinuierlich aus. Am 15. März gab es erneut einen Aktionstag für Menschen mit und ohne Behinderung. Dabei übergab das Sanitätshaus Haas dem Sportzentrum sieben Rollstühle für die Lehrerausbildung.

    Einweisung in die Technik des Handbikes durch einen Mitarbeiter vom Sanitätshaus Haas (Foto: Sportzentrum).

    An dem Nachmittag stellte die Unterschenkel-amputierte Athletin Nadja Schumacher ihr Handbike vor. Diese spezielle Rennmaschine hat mit normalen Rollstühlen wenig gemein. Oft bestehen wesentliche Bauteile aus Karbon oder Aluminium, was dem Handbike das Aussehen eines Renn-Boliden einbringt und Geweicht spart. In annähernd liegender Position treibt Schumacher ihr Bike mit einer Kurbel per Armkraft an. So können Distanzen von 80 oder 90 Kilometern in einer Zeit von weniger als vier Stunden zurückgelegt werden.

    Gemeinsam mit Schumacher konnten behinderte und nicht-behinderte Gäste der Uni und Interessierte, die sich beim Sanitätshaus gemeldet hatten, die Geräte ausprobieren. Zur Probefahrt stand die Sporthalle der Uni zur Verfügung. So konnten alle das besondere Fahrgefühl auf einem Liegerad erspüren und sich so dem Thema Sport mit Behinderung annähern.

    Kontinuierliche Arbeit an den Themen Sport und Inklusion

    Damit die Sportlehrerausbildung nicht nur in Sachen Ausrüstung noch professioneller wird, gibt es bereits im kommenden Sommersemester ein neues "Turnen und Spielen"-Seminar, in dem das Oberthema unter Inklusions-Aspekten beleuchtet wird. Hier bekommen angehende Lehrer aller Schultypen und fächerübergreifend die Möglichkeit, sich praxisnah mit der Thematik Sport und Inklusion auseinanderzusetzen.

    Die neue Lehrveranstaltung  ist eine Kooperation vom Sportzentrum und dem Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) der Uni Würzburg und wird durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Die bereits im letzten Semester gemeinsam ausgerichtete Lehrveranstaltung zu Blindenfußball wird also um ein weiteres inklusives Sportangebot ergänzt. Zur zusätzlichen Unterstützung spendete die Initiative "No Limits!" der Thomas Lurz und Dieter Schneider Sportstiftung weitere Kleingeräte, die bei der Ausbildung genutzt werden können.

    Forschung zur wissenschaftlichen Unterstützung der Praxis

    Auch das Sportfest für Menschen mit und ohne Behinderung, das im vergangenen Jahr erstmals viele Besucher zum Sportzentrum der Uni  gelockt hat, wird erneut stattfinden. Am 09. Mai 2015 kommen dann auch wieder Spitzenathleten aus dem paralympischen Bereich nach Würzburg. Neben den "großen" Events steht in Würzburg jedoch die kontinuierliche Arbeit an dem Thema im Mittelpunkt. "Das übergeordnete Ziel ist, den Inklusionssport an der Universität und darüber hinaus in der Region Mainfranken gemeinsam mit inner- und außeruniversitären Experten, Partnern und Förderern weiter zu entwickeln", sagt Olaf Hoos, wissenschaftlicher Leiter des Sportzentrums.

    So bildete die Veranstaltung nur den Auftakt für weitere Aktionen und Angebote zu dem Thema an der Julius-Maximilians-Universität. Sie werden gemeinsam vom Sportzentrum, der Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung (KIS) sowie der Initiative "No Limits!" der Thomas Lurz und Dieter Schneider Sportstiftung getragen.

    Aber auch die Forschung kommt nicht zu kurz: Am Sportzentrum sind Arbeiten im Bereich Blindenfußball und Rollstuhlbasketball angelaufen. "Wir wollen zukünftig den leistungssportlich orientierten Behindertensport wissenschaftlich unterstützen", sagt Hoos, der an der Uni auch stellvertretender Beauftragter für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung ist.

    Kontakt

    Olaf Hoos, Wissenschaftlicher Leiter des Sportzentrums der Universität Würzburg, T. (0931) 31-80285, E-Mail: olaf.hoos@uni-wuerzburg.de

    Von Marco Bosch

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