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    „An der Finanzierung wird es nicht scheitern“

    05.08.2008

    Der bayerische Finanzminister Erwin Huber hat am Dienstag, 5. August, auf Einladung des Präsidenten der Universität Würzburg das Gelände der Leighton Barracks besucht. Bei seinem knapp einstündigen Rundgang verschaffte sich Huber einen Eindruck vom Zustand der Gebäude, die die Universität voraussichtlich schon ab dem kommenden Jahr nutzen wird. Wie berichtet, hatte der Ministerrat am 22. Juli der Universität grünes Licht gegeben, mit der Ausbauplanung für ein Areal von bis zu 39 Hektar Größe zu beginnen.

    Prominente Besuchergruppe in den Leighton Barracks (von links): Axel Haase, Walter Eykmann, Barbara Stamm, Erwin Huber, Oliver Jörg und Eberhard Sinner. Foto: Gunnar Bartsch
    Prominente Besuchergruppe in den Leighton Barracks (von links): Axel Haase, Walter Eykmann, Barbara Stamm, Erwin Huber, Oliver Jörg und Eberhard Sinner. Foto: Gunnar Bartsch

    Viermal sprach Erwin Huber im Rahmen einer improvisierten Pressekonferenz auf dem Leighton-Gelände von einem „Glücksfall“. Die direkte Nähe zur Universität, die rasche Verfügbarkeit der Gebäude, die Möglichkeit, Einrichtungen der Uni zentral zusammenzufassen und damit ein Campus-Gelände zu bilden, das in Deutschland einzigartig sei: All diese Eigenschaften hatten anscheinend auch den Finanzminister vom Nutzen der Investition überzeugt. Huber, der das Leighton-Areal nach eigenen Worten bisher nur aus den Akten gekannt hatte, sagte nach der Besichtigung: „Wenn man das Gelände und die Gebäude sieht, werden die Begeisterung und die Nachhaltigkeit, mit der sich Würzburg für dieses Projekt eingesetzt hat, verständlich“. Der Kauf des Geländes sei zwar „finanziell ein großer Brocken“, dennoch sei die Staatsregierung bereit, diese Investition zu tätigen. Zurzeit laufen diesbezüglich die Verhandlungen zwischen Freistaat und der Bundesimmobilienagentur Bima, in deren Zuständigkeit das Gelände nach dem Abzug der Amerikaner übergeht. Über die Höhe des Kaufpreises schwieg sich Huber aus, teilte aber mit, dass Kauf und Entwicklung des Geländes an der Finanzierung nicht scheitern werden.

    Huber war auf seinem Rundgang nicht allein; neben Universitätspräsident Axel Haase und dem Leiter des Staatlichen Bauamts Würzburg, Joachim Fuchs, hatte sich jede Menge CSU-Prominenz auf dem Noch-Kasernen-Gelände eingefunden: die Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm, Staatsminister Eberhard Sinner, der Landtagsabgeordnete Walter Eykmann, der CSU-Direktkandidat für den bayerischen Landtag Oliver Jörg und der Fraktionsvorsitzende im Würzburger Stadtrat Thomas Schmitt.

    Der Universitätspräsident dankte Huber und allen anderen an der Entscheidung Beteiligten für ihren Einsatz. Die Besichtigung habe gezeigt, dass es sich bei dem Objekt nicht um „alte Kasernen auf einem Brachland“ handele, sondern um einen attraktiven Standort mit Gebäuden in gutem Zustand, die sofort nutzbar seien. Der Abzug der amerikanischen Streitkräfte ist Haases Meinung nach „eine Jahrhundert-Chance“: Die Universität erhalte dadurch schnell und vergleichsweise günstig neue Flächen, neue Gebäude und könne so zusätzliche Stellen und Studienplätze einrichten. Er persönlich freue sich schon jetzt auf die damit verbundenen Aufgaben, die in den kommenden Jahren auf ihn zukommen werden, so der Präsident.

    Alles in allem also „eine großartige Chance für den Wissenschaftsstandort Würzburg und Bayern“ und eine gute Möglichkeit, dem doppelten Abiturjahrgang 2011 Studienplätze zur Verfügung stellen zu können – wie Barbara Stamm sagte.

    Eberhard Sinner dankte den Amerikanern, dass sie ihr Gelände schon vor dem endgültigen Abzug für Besichtigungen und Begutachtungen geöffnet hatten, und allen Beteiligten für die schnelle Arbeit. Vor allem die interministerielle Arbeitsgruppe, die sich mit dem Ankauf des Geländes, der Entwicklung und dem Umbau der Gebäudeflächen sowie mit der Vorbereitung der Entscheidung der Staatsregierung beschäftigte, sei „die beste Arbeitsgruppe, die ich je erlebt habe“.

    Von Gunnar Bartsch

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