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    Afrika-Ausstellung in der Uni

    14.06.2013

    Sie war nur einen Tag zu sehen, dann kam das Hochwasser: Die Ausstellung „Afrikas Erbe in Brasilien“ der Universität Würzburg auf dem diesjährigen Africa Festival. Im Lichthof der Neuen Universität am Sanderring kann sie jetzt wieder besucht werden.

    Der stärkste Beitrag zur Kultur Brasiliens stammt aus Afrika. Wo sich das bemerkbar macht, zeigt eine Ausstellung in der Universität am Sanderring. (Foto: Gunnar Bartsch)
    Der stärkste Beitrag zur Kultur Brasiliens stammt aus Afrika. Wo sich das bemerkbar macht, zeigt eine Ausstellung in der Universität am Sanderring. (Foto: Gunnar Bartsch)

    Vor ziemlich genau 125 Jahren wurde in Brasilien die Sklaverei abgeschafft: am 13. Mai 1888. Zu diesem Anlass hat das Forum Afrikazentrum der Universität Würzburg eine Ausstellung erarbeitet, die auf dem diesjährigen Africa Festival hätte gezeigt werden sollen.

    Genau einen Tag lang hat das auch geklappt, dann kam das hochwasserbedingte Aus. „Wir haben die Ausstellung am Mittwoch aufgebaut, am Donnerstag war sie sehr gut besucht und am Freitag hieß es gleich früh am Morgen: ‚Es muss alles abgebaut werden‘“, schildert Ausstellungsmacherin Dr. Karin Sekora die Ereignisse. Wasser von oben – der Dauerregen – und Wasser von unter – der Main, der über die Ufer stieg – setzten dem Africa Festival und der Uni-Ausstellung ein jähes Ende.

    Die Ausstellung

    Jetzt bekommen Interessierte eine zweite Gelegenheit zum Ausstellungsbesuch: Ab sofort ist „Afrikas Erbe in Brasilien“ im Lichthof der Neuen Universität am Sanderring zu sehen, voraussichtlich bis zum 25. Juni.

    „Der stärkste Beitrag zu unserer Kultur und derjenige mit den ältesten Wurzeln kommt aus Afrika. Wir müssen ihn bewahren und besser als bisher sichtbar machen“, so die brasilianische Kulturministerin Marta Suplicy im November des vergangenen Jahres.

    Anhand 15 großformatiger Banner können sich die Besucher der Ausstellung eine Vorstellung davon machen, in welchem Ausmaß Einflüsse aus Afrika – weit über Samba und Capoeira hinaus – die brasilianische Kultur mitbestimmen.

    Spendenaufruf für das Africa Festival

    In diesem Zusammenhang weist Universitätspräsident Alfred Forchel auch auf die Spendenaktion für das Africa Festival hin. Wie die Organisatoren vor kurzem bekannt gaben, rechnen sie als Folge des Hochwassers mit einem Defizit von bis zu 300.000 Euro. „Das Africa Festival ist ein wichtiges Aushängeschild für Würzburg im In- und im Ausland. Der Universität hat es nun schon sechs Mal die Gelegenheit geboten, sich und ihre Forschung im Zusammenhang mit Afrika der Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagte Forchel. Mit einer Spende könnten potenzielle Geldgeber dazu beitragen, dass diese Zusammenarbeit auch in Zukunft weitergeführt werden kann.

    Africa Festival Spendenkonto Hochwasser: Konto Nr. 47 36 52 75, Sparkasse Mainfranken Würzburg BLZ 790 500 00. Der Überweisungsauftrag sollte mit dem Vermerk „Spende Hochwasser Africa Festival 2013“ versehen sein.

    Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten der Neuen Universität zu sehen: Montag bis Freitag, 8-20 Uhr.

    Von Gunnar Bartsch

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