piwik-script

English Intern

    30 Jahre Austausch mit Salamanca

    06.04.2011

    Das 30-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft haben die Universitäten Salamanca und Würzburg mit einem Festakt begangen. Unipräsident Alfred Forchel stellte dabei Pläne vor, um einen Aufenthalt an der spanischen Universität für noch mehr Würzburger Studierende attraktiv zu machen.

    Festakt in Salamanca zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit der Uni Würzburg (von links): Theodor Berchem, Daniel Hernández Ruipérez, Alfred Forchel und Thomas Karl Neisinger. Foto: Universität Salamanca
    Festakt in Salamanca zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit der Uni Würzburg (von links): Theodor Berchem, der damals als Würzburger Universitätspräsident den Partnerschaftsvertrag unterzeichnet hat, dann Daniel Hernández Ruipérez, Präsident der Uni Salamanca, Würzburgs Universitätspräsident Alfred Forchel und Thomas Karl Neisinger, Gesandter der deutschen Botschaft in Madrid. Alfred Forchel bekommt als Geschenk ein Modell des Eingangs in die historische Uni Salamanca überreicht. Foto: Universität Salamanca

    Jedes Jahr nutzen rund 1.000 Studierende der Uni Würzburg die Möglichkeit, ein oder zwei Semester an einer Universität im Ausland zu studieren. Das beliebteste Ziel ist derzeit die Universität Umeå in Schweden, das zweitbeliebteste die Universität Salamanca in Spanien. Mit ihr pflegt die Uni Würzburg seit 1981 eine Partnerschaft, die auch den Austausch von Studierenden vorsieht.

    „Der Austausch geht weit über die Fächer Germanistik und Hispanistik hinaus“, so Universitätspräsident Alfred Forchel in seiner Ansprache, die er beim Festakt am 4. April an der Uni in Salamanca hielt. Auch Studierende der Geschichte, Kunstgeschichte, Psychologie, Biologie und Pädagogik nutzen die Möglichkeit, in Salamanca Auslandserfahrung zu sammeln. Bislang hätten rund 400 Würzburger Studierende einen Teil ihres Studiums an der spanischen Partneruni absolviert.

    Neue Impulse für die Partnerschaft

    Forchel sieht gute Möglichkeiten, die Partnerschaft weiterzuentwickeln – unter anderem durch eine verstärkte Einbeziehung der Naturwissenschaften und der Lehramtsstudiengänge. Auf letzterem Feld ist Univizepräsidentin Margarete Götz bereits aktiv; sie treibt die Internationalisierung der Lehrerbildung voran.

    Studierende der Physik können künftig ebenfalls unter attraktiven Bedingungen nach Salamanca gehen: Ein entsprechendes Erasmus-Rahmenabkommen haben die beiden Universitäten soeben unterzeichnet. Erasmus-Studierende müssen an ihren Gasthochschulen keine Studiengebühren bezahlen. Sie bekommen außerdem einen finanziellen Zuschuss zu den Kosten, die durch den Auslandsaufenthalt entstehen.

    Rückblick auf 30 Jahre Partnerschaft

    Große politische Veränderungen hat es in den 30 Jahren seit der Unterzeichnung des Vertrags gegeben. Als die Rektoren Pedro Amat und Theodor Berchem die Partnerschaft besiegelten, befand sich die Welt in der Ära des Kalten Krieges. „Eines der Wunder unserer Zeit ist der friedliche Übergang in Osteuropa vom Kommunismus zur Demokratie, der sich vollzog, als unsere Partnerschaft zehn Jahre währte“, so Forchel in seiner Ansprache. Wiederum zehn Jahre später, im Jahr 2001, rückte Europa durch die Einführung des Euro nochmals näher zusammen.

    „Eine ganz wichtige Botschaft der vergangenen 30 Jahre besteht darin, dass die Menschen in Europa und der Welt gegenseitiges Verständnis und Respekt entwickeln müssen, wenn sie gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft meistern wollen“, so der Würzburger Universitätspräsident. Um dieses Ziel zu erreichen, gebe es keinen besseren Weg als den internationalen Austausch.

    Festakt mit bedeutenden Repräsentanten

    Theodor Berchem, langjähriger Präsident der Uni Würzburg, bezeichnete bei dem Festakt die Partnerschaft zwischen Würzburg und Salamanca als sehr lebendig und fruchtbar. An der Feier nahm unter anderem auch der Präsident der Universität Salamanca teil, Daniel Hernández Ruipérez, sowie der Gesandte der deutschen Botschaft in Madrid, Thomas Karl Neisinger.

    Links

    Studieren im Ausland: International Office der Uni Würzburg

    Berichte Würzburger Studierender, die in Salamanca und an anderen Unis m Ausland waren 

    Von Robert Emmerich

    Zurück