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    Tipps fürs wissenschaftliche Schreiben

    10.03.2015

    Bei der „Langen Nacht des Schreibens“ haben Tutoren und Workshops so manchen ratlosen Studierenden auf die Sprünge geholfen. Wer diesen Termin verpasst hat, kann sich jederzeit an die Schreibberatung der Uni wenden.

    Zwei Studentinnen suchen Rat bei einer Tutorin (Foto: Patricia Schätzler).
    Studierende konnten sich bei der „Langen Nacht des Schreibens“ individuell beraten lassen (Foto: Patricia Schätzler).

    Als der Hubland-Campus schon im Dunkeln lag und einen idyllischen Ausblick auf das beleuchtete Würzburg bot, war in der Zentralbibliothek noch etwas geboten. Dort konnten sich Studierende von 16 Uhr bis Mitternacht Hilfe beim Schreiben von wissenschaftlichen Texten suchen.

    In Kurzworkshops und anschließenden Gesprächsrunden gab es nicht nur Hilfestellungen zu jedem Schritt im Schreibprozess, sondern auch zur Frage, wie man mit Schreibblockaden umgehen kann. Außerdem unterstützten Tutoren bei der Recherche von Literatur, beim Arbeiten mit der Zitiersoftware Citavi oder bei anderen Fragen zu Haus-, Zulassungs- oder Abschlussarbeiten.

    Diskussion mit Experten und Leidensgenossen

    „Es war sehr hilfreich, über die Schwierigkeiten beim Schreiben aus verschiedenen Blickwinkeln zu hören“, sagt Benedikt, 30 Jahre alt, Doktorand in der Theologie. „Ich glaube, dass mir die Diskussion mit den Experten hilft, manchen Problemen von vornherein aus dem Weg zu gehen. Vor allem die Gespräche mit den Experten waren sehr aufschlussreich.“

    Die 20 Jahre alte Humangeographie-Studentin Gertraud bereitet sich auf ihre Bachelorarbeit vor. „Ich finde gut, dass auch noch ein Termin spät am Abend angeboten wurde. So konnte ich nach der Arbeit noch kommen. Besonders schön ist, dass die Tutoren auch Studenten sind und wissen, worüber sie reden.“

    Vom Ersti bis zum Rentner

    Die Tutoren, hauptsächlich Studierende der Fakultät für Humanwissenschaften, haben sich den Sorgen der Ratsuchenden im Schreibstress angenommen. „Ich glaube, dass es wahnsinnig hilft, einen Ansprechpartner auf Augenhöhe zu haben. Wir können in diesem Rahmen individuell auf die Bedürfnisse der Studis eingehen“, sagt Mirjam, 25. Sie studiert ebenso wie Valerie Gymnasiallehramt: „Wir versuchen hier jedem zu helfen. Vom Ersti, der für eine Hausarbeit auf Themensuche ist, bis hin zum Rentner, der sich entschließt zu promovieren. In dieser vertraulichen Atmosphäre haben wir Zeit und Ruhe für ein offenes Gespräch“.

    Beide sind sich einig, dass das Format „Lange Nacht des Schreibens“ Möglichkeiten für alle Studierenden bietet, auch wenn sie bisher hauptsächlich von den Humanwissenschaften und der Universitätsbibliothek getragen wird.

    Psychologiestudentin Sophia steht am Anfang ihrer Masterarbeit. „Das Schöne an dieser Veranstaltung ist zu merken, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist und dass es anderen genauso geht. Daher war auch der Workshop über Schreibblockaden sehr aufschlussreich.“

     „Beim Schreiben von Hausarbeiten geht das noch, aber wenn ich jetzt meine Zulassungsarbeit schreibe, dauert das ewig“, sagt Kristina, die Hauptschullehramt studiert. „Besonders hilfreich an der Veranstaltung war für mich, dass ich von der Zentralen Schreibberatung erfahren habe  und weiß, an wen ich mich in Zukunft bei Problemen wenden kann.“

    Neues Angebot: Zentrale Schreibberatung

    Die Zentrale Schreibberatung in Würzburg ist ein Team von Mentoren aus verschiedenen Fakultäten der Universität. Während des Semesters gibt es wöchentlich eine öffentliche Sprechstunde, es können aber auch Beratungstermine ausgemacht werden. Für die Workshops können sich Studierende über sb@home anmelden. Einige zählen zu den Veranstaltungen des ASQ-Pools, über den sich viele Studierende ECTS-Punkte anrechnen lassen können. Alle Angebote der Schreibberatung sind kostenlos.

    Zur Homepage der Schreibberatung

    Positives Fazit von Veranstaltern und Teilnehmern

    Wie verbindend das Thema um den Schreibprozess ist, konnte nach der Veranstaltung auf der Feedback Tafel  abgelesen werden „Vielen Dank für den bunten Strauß an Ideen und Anmerkungen“.

    Auch die Veranstalter, die Zentrale Schreibberatung, das Kompass -Team der Philosophischen Fakultät, die Fakultät für Humanwissenschaften und die Universitätsbibliothek, waren zufrieden. „Die Mitarbeit der Teilnehmer ist toll. Man merkt, dass der Gesprächsbedarf groß ist, weil jeder Fragen zum Schreibprozess hat“, sagt Dr. Isabel Fraas, Kompass-Koordinatorin. Der Andrang über den Abend verteilt war zwar nicht so groß wie bei der letzten „Langen Nacht“, doch besonders die Workshops und Gesprächsrunden waren mit 15 bis 20 Leuten pro Termin gut besucht.

    Kontakt: Dr. Isabell Fraas, 0931-31-89429, Dr. Andreas Rauh, 0931-31-86560

    Von Patricia Schätzler

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